Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Umkehrung der Bedeutung
A
absolut
Von etwas "absolut" überzeugt sein, bedeutet ja wohl "eine feste Überzeugung haben". Dabei hat "absolut" absolut nichts mit "fest" zu tun sondern mit "lose": "ab solvere" heisst "lösen", "trennen", "befreien".
ätzend (W3)
(engl. "acid", "vitriolic") = "sauer", "säurehaltig" wird in der Jugendsprache (und mittlerweile auch von Erwachsenen übernommen) zur Bezeichnung von etwas "hervorragendem", "besonders Gutem" benutzt. Gleichzeitig kann es - je nach Kontext und Sprecher - aber auch etwas "sehr Schlechtes" bezeichnen (das war dermassen "ätzend" = "langweilig" - was man aber auch nicht unbedingt mit "Säure" assoziiert.).
albern, aware (W1)
Ganz gesichert ist die Herkunft von albern nicht. Aber in der Literatur wird eindeutig auf die Verbindung zu "wahr" und "gewähren" hingewiesen. Demnach hat "albern" eine wirklich "alberne" Geschichte.
Das engl. "aware" bedeutet "gewahr". Das "bewusste Wahrnehmen" findet man in "to be aware of", das soviel wie "(er)kennen", aber auch "aufmerksam" bedeutet. Und Menschen, die ihre Umwelt "aufmerksam" "wahrnehmen" sind potentiell auch "freundlich" ("mitfühlend").
Und so bedeutet das ahd. "alawari" auch noch "freundlich", ja sogar "ganz freundlich" (= "all aware" = "ganz aufmerksam"). Aber wie das Leben so ist: der Freundliche scheint immer der Dumme zu sein. Und so wurde aus dem "alles erkennenden" "alawari" schon im mhd. "alwære" das dumme und einfältige "albern". Was wieder beweist "Undank ist der Welt Lohn".
B
brav
Das romanische Wort wird auf "barbarus" = "fremd", "ungesittet" zurückgeführt. Die Bedeutungsentwicklung lief dann über "wild", "tapfer" und "wacker", "tüchtig", "ausgezeichnet" zu "folgsam" und "lieb". Den Zusammenhang kann man erahnen, wenn man bedenkt, dass wilde, tapfere Krieger, die sich tüchtig im Kampf bewährten, um den eigenen Klan zu verteidigen, gern gesehen waren. Ein Anklang der ursprünglichen Bedeutung schwingt noch in dem Ausruf "bravo" (s.a. it. "bravo") und deutlich in dem Ausdruck "Bravourstück" mit.
Das engl. "brave" = "tapfer", "mutig" weist ebenfalls noch auf die ursprüngliche Bedeutung hin.
(vgl. auch "Barbar", "Barbare", "Barbarian")
C
D
E
F
Fett, fett, feist (W1)
Das dt. "Fett" leitet sich ab von alten Formen wie "feitr" oder "fatt". Interessanterweise hatte es einst die Bedeutung "wohlgeformt", "schön". In Zeiten des Mangels, als man noch nicht alles einfach aus dem Kühlschrank holen bzw. ins Restaurant gehen konnte, war die Wertung (und sicherlich auch die reale Situation) von dick und dünn, von dürr und fett noch etwas anders.
Auch heute noch gibt es Kulturen, in denen die (übermässige) Wohlgenährtheit ein angesehener Zustand ist und von Wohlstand zeugt.
Nachdem sich die Essgewohnheiten bzw. die Versorgung mit Nahrungsmitteln - zumindest in Europa - verbessert hatten, wurde aus dem ehemaligen Vorteil ein Nachteil. Und heute ist "Fett" als Stoff und im übertragenen Sinn nicht mehr erwünscht.
Das Substantiv "Fett" (mndd. "vet", "vette") entstand jedenfalls aus dem Adjektiv "fett". Dieses ist eng verwandt mit "feist" (mhd. "feiß") (ursprünglich "fett machen"), das auf indoeuropäische Urformen mit der Bedeutung "strotzen", "schwellend" und "fruchtbar" zurückgeführt wird. Aber auch diesem "feist" ist es nicht gut ergangen. Heute denkt man bei diesem Wort weniger an "Fruchtbarkeit" als an "Übergewicht".
Und so ist also auch "fett" ein schönes Beispiel für Worte, die im Laufe der menschlichen Entwicklung und geänderten Lebensbedingungen ihre Bedeutung gedreht haben.
(E?)(L?) http://www.fettrechner.de/
FETTRECHNER Kalorientabelle
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Geben Sie hier das Nahrungsmittel ein, dessen Kalorien Sie berechnen möchten:
furchtbar nett (W3)
Ist "furchtbar nett" eine "Nettigkeit zum Fürchten"?
G
H
I
J
K
krass (W3)
kann in der Jugendsprache die ganze Palette von "gut" bis "schlecht" durchlaufen.
Es geht zurück auf lat. "crassus" = "dick", "grob", "derb", "plump". Um eine "schreckliche Unwissenheit" zu bezeichnen gebrauchten die Lateiner "ignorantia grassus". Im 18.Jh. kam es dann zu einer Bedeutungsvermengung mit "grass" = "schrecklich", "fürchterlich", das heute noch in "grässlich" zu erkennen ist.
L
M
N
O
Orden - vom Orden zum Orden (W3)
(E?)(L?) http://www.deutschordensmuseum.de/
Heute versteht man unter (dt.) "Orden" in erster Linie ein Stück Edelmetall, das man für besonder Verdienste erhält.
Ursprünglich war der Orden jedoch eine geistliche Gemeinschaft. Als geistliche Ritterorden anfingen, als Erkennungszeichen ein spezielles Kreuz zu führen, das um den Hals getragen wurde, begann der langsame Bedeutungswandel einzusetzen. Das Abzeichen wurde einem neuen Mitglied des Ordens beim Eintritt in die Gemeinschaft verliehen. Die Bedeutung der Orden und der Sinn der Gemeinschaften ging jedoch schliesslich zurück. Und Orden bezeichnete schliesslich nur noch das Vordergründige Abzeichen.
Im Englischen hat es immer noch die Bedeutung einer Gemeinschaft und die Auszeichnung heisst engl. "medal".
P
Pappenheimer
Ich kenne meine Pappenheimer (W3)
Die "Pappenheimer" wurden von Friedrich Schiller im Wallenstein verewigt. Allerdings waren diese noch eine Reitertruppe, deren Tapferkeit Wallenstein mit dem Spruch honorierte: "Daran erkenn' ich meine Pappenheimer".
Heute fühlt sich niemand mehr geehrt, der als "Pappenheimer" bezeichnet wird.
Es soll aber auch noch eine Geschichte geben, wonach im Mittelalter in Pappenheim ein Reichstag abgehalten wurde. Und der der Saal hoffnungslos überfüllt war, brach der Holzfussboden ein und die erlauchte Gesellschaft landet eine Etage tiefer in der Jauchegrube.
(E?)(L?) http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/karambolage/959830.html
(E?)(L?) http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/karambolage/Sendung-vom-20--November-2005/1000540.html
(E?)(L?) http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/karambolage/Sendung-vom-20--November-2005/1000540,CmC=1000548.html
Sendung vom 20. November 2005: Der Ausdruck: Die Pappenheimer
...
Aber "die Pappenheimer", das sind zunächst die Einwohner der kleinen bayerischen Ortschaft "Pappenheim".
Warum wurden die Pappenheimer von Pappenheim zu solchen Sündenböcken?
Die Antwort auf diese Frage muss man bei keinem Geringeren als Friedrich Schiller suchen, genauer in seinem Drama: Wallensteins Tod.
...
Aber später sollen diese tapferen Soldaten, wieder unter dem Kommmando von Graf Pappenheim, die schwedischen Besatzer vertreiben. Das militärische Unternehmen wurde so erfolgreich durchgeführt, dass die Stadt zwar befreit, aber völlig niedergebrannt wurde.
Wahrscheinlich war dieser Übereifer, der zu einem anderen als dem erhofften Ergebnis führte, der Grund dafür, dass der Ausdruck: "daran erkenn ich meine Pappenheimer" eine andere Bedeutung bekam.
...
(E?)(L?) http://www.deutsche-biographie.de/
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- Christoph Marschalk von Pappenheim (Bischof von Eichstätt; 1492 bis 1539)
- Erkinger von Pappenheim (; 1380 bis 1413)
- Georg Marschalk Freiherr von Pappenheim (Bischof von Regensburg; gest. 1563)
- Haugwitz, Kathinka Gräfin von (Schriftstellerin; 1859 bis 1906)
- Haupt II. von Pappenheim (Vizereichsmarschall; um 1380 bis 1438)
- Heinrich (Reichsmarschall; gest. 1319)
- Heinrich Haupt von Pappenheim (Burggraf von Meißen; um 1100 bis)
- Heinrich Haupt von Pappenheim (Reichsmarschall; Stadthalter von Tuscien; gest. 1191)
- Heinrich von Kalden (Reichshofmarschall; um 1145 bis nach 1214)
- Hiltbrand (Reichsmarschall; gest. 1298)
- Pappenheim, Albert Graf zu (bayerischer General; Schriftsteller; Adjutant des Kronprinzen Ludwig; 1777 bis 1860)
- Pappenheim, Alexander Graf zu (österreichischer Generalmajor; Truppenbrigadier; 1819 bis 1890)
- Pappenheim, Alexander von (Reichserbmarschall; gest. 1610)
- Pappenheim, Alexander von (Marschall; Herr auf Grönenbach im Allgäu; gest. 1511)
- Pappenheim, Alexander von (kaiserlicher Rat; 1530 bis 1612)
- Pappenheim, Alice (Gymnasiallehrerin; 1882 bis 1960)
- Pappenheim, Artur (Hämatologe; 1870 bis 1916)
- Pappenheim, August Wilhelm von (hessen-darmstädtischer Diplomat; 1759 bis 1826)
- Pappenheim, Bertha (Sozialpolitikerin; Frauenrechtlerin; 1859 bis 1936)
- Pappenheim, Christof Ulrich von (; gest. 1599)
- Pappenheim, Conrad von (kaiserlicher Oberst; 1534 bis 1603)
- Pappenheim, Franz Christof von (Stammvater der evangelischen Alezheimer Linie der Pappenheimer; gest. 1678)
- Pappenheim, Friedrich Ferdinand Graf zu (Reichserbmarschall; 1702 bis 1793)
- Pappenheim, Georg von (Stammvater der Treuchtlinger Linie der Pappenheimer; gest. 1485)
- Pappenheim, Gottfried Heinrich Graf von (bayerischer Feldmarschall; 1594 bis 1632)
- Pappenheim, Haupt Graf zu (Diplomat; 1869 bis 1954)
- Pappenheim, Heinrich XI. von (kaiserlicher Rat; gest. 1482)
- Pappenheim, Johann Friedrich Graf zu (bayerischer General; Kommandant der Leibgarde; Militärreformer; Statthalter von Ingolstadt; 1727 bis 1792)
- Pappenheim, Karl Theodor Graf zu (bayerischer Feldzeugmeister; General-Adjutant; 1771 bis 1853)
- Pappenheim, Konrad von (sächsischer Hofmeister; bayerischer Jägermeister und herzoglicher Rat; gest. 1482)
- Pappenheim, Margareta von (Zisterzienserin in Niederschönenfeld; um 1500 bis)
- Pappenheim, Matthäus von (Humanist; Historiograph; Domkanoniker in Augsburg; 1458 bis 1541)
- Pappenheim, Maximilian von (Landgraf von Stülingen im Klettgau; gest. 1639)
- Pappenheim, Philipp von (Herr auf Grönenbach; gest. 1619)
- Pappenheim, Samuel Moritz (Mediziner; 1811 bis 1882)
- Pappenheim, Sebastian von (sächsischer Rat; gest. 1536)
- Pappenheim, Siegmund (Kaufmann in Wien; gest. 1881)
- Pappenheim, Sigmund von (Stammvater der Alezheimer Linie der Pappenheimer; gest. 1496)
- Pappenheim, Ulrich von (bayerischer Rat; 1433 bis 1483)
- Pappenheim, Ulrich von (Reichserbmarschall; gest. 1539)
- Pappenheim, Veit Freiherr von (Reichserbmarschall; 1535 bis 1600)
- Pappenheim, von (Reicherbmarschälle)
- Pappenheim, Walpurga von (Liederdichterin; geistliche Dichterin; 16. Jahrhundert bis)
- Pappenheim, Wolfgang Adam von (; 1618 bis 1647)
- Pappenheim, Wolfgang Philipp von (; 17. Jahrhundert bis)
- Pappenheimer von Kerstorf, Felix (Bankier; Kaufmann; 1803 bis 1839)
- Pappenheimer von Kerstorf, Friedrich Ferdinand (Bankier; Kaufmann; 1804 bis 1880)
- Pappenheimer von Kerstorf, Heinrich Sigmund (revolutionärer Publizist; Bankier; 1769 bis 1832)
- Pappenheimer von Kerstorf, Ludwig (Bankier; Kaufleute; 1811 bis 1836)
- Pappenheimer, Salomon Seligmann (Rabbiner; Schriftsteller; 1740 bis 1814)
(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/
(E?)(L?) http://www.blueprints.de/wortschatz/von-narziss-bis-pyrrussieg/
Die Redewendung "Daran erkenne ich meine Pappenheimer" ging hervor aus der Wallenstein-Triologie von Friedrich Schiller. Hier äußert Wallenstein sich anerkennend gegenüber seinen Pappenheimern (Regiment von Gottfried H. Pappenheim) mit dem Auspruch: "Ich kenne meine Pappenheimer". Er lobt mit diesem Ausspruch ihre Treue und ihren Mut.
Heute meinen wir eher das Gegenteil bei der Bezeichnung "Pappenheimer". Wir titulieren so einen Menschen, dessen Schwächen wir meinen genau zu kennen und wissen was wir von ihm erwarten können.
© blueprints Team
(E?)(L?) http://cancerweb.ncl.ac.uk/cgi-bin/omd?Pappenheim
Pappenheim Artur, German physician, 1870-1916.
See: Pappenheim's stain, Unna-Pappenheim stain.
(E?)(L?) http://cancerweb.ncl.ac.uk/cgi-bin/omd?Pappenheimer
Pappenheimer, A.M., U.S. Pathologist, 1878-1955. His work in experimental pathology was extensive and included studies of the thymus, identification of the role of lice transmission in trench fever, development of an experimental model for rickets, and evaluation of viral infections in animals.
See: Pappenheimer bodies.
(E?)(L?) http://cancerweb.ncl.ac.uk/cgi-bin/omd?Pappenheimer
Pappenheimer bodies
(E?)(L?) http://cancerweb.ncl.ac.uk/cgi-bin/omd?Pappenheim's+stain
Pappenheim's stain
(E?)(L?) http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/essigsessenzen/793496/
Ich kenne doch meine Pappenheimer
Pappenheim ist ein netter Ort, aber um den geht es nur mittelbar, mehr um den Grafen von Pappenheim und sein berüchtigtes Regiment im Dreißigjährigen Krieg. Für die Verbreitung des Namens sorgte ein Klassiker.
...
(E?)(L?) http://www.people.ex.ac.uk/gvonhoff/MLG2036/LeGoeSch200211/Text/Schiller/WALLENS1/wall3313.htm
...
Terzky: Zehn Kürassiere Von Pappenheim verlangen dich im Namen Des Regiments zu sprechen.
Wallenstein (schnell zu Neumann): Laß sie kommen. (Neumann geht hinaus.) Davon erwart' ich etwas. Gebet Acht, Sie zweifeln noch und sind noch zu gewinnen.
...
Wallenstein: Daran erkenn' ich meine Pappenheimer.
...
Illo: Hörst du den Auflauf? Das ganze Corps der Pappenheimer ist Im Anzug. Sie verlangen ihren Oberst, Den Max, zurück, er sei hier auf dem Schloß, Behaupten sie, du haltest ihn mit Zwang, Und wenn du ihn nicht losgeb'st, werde man Ihn mit dem Schwerte zu befreien wissen.
...
(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/p.php
Ich kenn doch meine Pappenheimer
(E1)(L1) http://www.w-akten.de/deutsche-redewendungen-2.phtml
Ich kenne meine Pappenheimer
(E?)(L?) http://de.wikiquote.org/wiki/Friedrich_Schiller
(E?)(L?) http://www.wispor.de/wp-red-p.htm#pappenheimer
(E?)(L?) http://www.wissen-im-netz.info/literatur/schiller/wstein/tod/03.htm
Dritter Aufzug
Saal bei der Herzogin von Friedland.
Erster Auftritt
Gräfin Terzky. Thekla. Fräulein von Neubrunn. Beide letzteren mit weiblichen Arbeiten beschäftigt.
...
Passion (W3)
Die "Passion" ist zunächst einmal übernommen aus dem Französischen und geht weiter zurück auf das lat. "passio" = "Leiden", "Krankheit". (Das duldende "passiv" gehört auch hierher; und der "Passivraucher" ist ein duldsamer und leidender Raucher.) Diese Bedeutung findet man direkt in der "Passionsgeschichte", der "Leidensgeschichte Jesu".
Die Franzosen sind aber ein lebenslustiges Volk und machten sogar aus dem "Leiden" eine "Passion" eine "Leidenschaft". Sie liessen es also gar nicht zu, eine übersteigerte Begeisterung als "krankhaft" zu bezeichnen, sondern werteten es grundsätzlich positiv. Im Deutschen spricht man vielleicht vom krankhaften Liebhaber, im Französischen ist es ein "leidenschaftlicher" Liebhaber. Und dass dies positiv besetzt ist sieht man sogar an der Lehnübersetzung "Leidenschaft".
Und so lebt die "Passion" etwas schizophren unter uns. Als "Passionsblume", "Passionssonntag", "Passionsweg" und dergleichen lässt sie uns eine Trauermine aufsetzen, aber als "passionierter Briefmarkensammler" lässt sie eine Atmosphäre der stillen Freude aufkommen.
pervers (W3)
ist, was "verdreht" ist (lat. "perversus" = "verdreht", "verkehrt" und "pervertere" = "pervertieren").
Hierzu ein paar Beispiele:
Eine Fernsehwerbung für Fernsehen ohne Werbung. (Das gibt es wirklich!)
SPAM-E-Mails in denen Software gegen SPAM-E-Mails angeboten wird.
Q
R
Robe
war ursprünglich die geraubte Ritterrüstung (got. "raupjan" = "ausziehen" und fränk. "rauba" = "Beute", "Raub", aber auch "Kleid"). Heute ist die "Robe" die Amtstracht der Richter und Geistlichen. - Wo sie die wohl her haben?
"La robe" = "das Kleid" vient du mot germanique "rauba" (XII. siécle) et désigne à l'origine le vêtement dont on a dépouillé (berauben) quelqu'un.
Sont également dérivés de ce mot "robe" le verbe "dérober" = "klauen", "entwenden" et l'expression "à la dérobée" = "heimlich", "verstohlen".
S
sauber (W3)
In der Aussage "das ist mir vielleicht eine saubere Gesellschaft" wird wohl eher genau das Gegenteil ausgedrückt.
Übrigens: Der Tisch ist "sauber".
Also ist es ein "sauberer" Tisch.
Nachdem man ihn nochmal gründlich gereinigt hat, müsste es also ein "saubererer" Tisch sein.
Mit "schmutzig" hat man es einfacher: Der Tisch ist "schmutzig". Es ist ein "schmutziger" Tisch.
Und dann ist es ein "schmutzigerer" Tisch.
Sklave (W3)
Die Eigenbezeichnung der "Slawen" bedeutete ursprünglich "Ruhm", "Ehre". Die Arbeitsmarktpolitik der Griechen und Römer machte aus den "Ruhmreichen" allerdings "Sklaven".
T
U
V
W
Witz
stand noch mhd. für "Wissen", "Verstand", "Besinnung", "Einsicht", "Klugheit", "Weisheit". Der "witz" geht wie das aind. "vidya" = "Wissen", "Weisheit", "Gelehrsamkeit" auf die Wurzel "ueid" = "erblicken", "sehen" zurück.
Über die Bedeutung "kluger, geistreicher Einfall" im 19.Jh. erlangte es die Bedeutung "geistreicher Spass", "Scherz", "Ulk", "humorvolle Anekdote".
Einen Anklang an die ursprünglich ernsthafte Bedeutung findet sich noch in dem Ausdruck "das ist der Witz der Sache", mit dem man besagen möchte, das dies der bedeutsame Kern eines Sachverhaltes ist.
X
Y
Z