(E?)(L?) http://german.about.com/library/weekly/aa042699.htm
Part One: First Names, Vornamen
One of the most common inquiries I get concerns German names. And it's not surprising that most of these inquiries come from Americans. According to the 1990 Census, German-Americans were the largest single ethnic group in the US with 57,947,374 persons or 23.3 percent of the US population claiming some form of Germanic ancestry - German, Austrian, or German Swiss.
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(E?)(L?) http://german.about.com/library/weekly/aa050399.htm
Part 2: Surnames, Nachnamen
Tracing your Germanic roots
The first European surnames seem to have arisen in northern Italy around 1000 A.D., gradually spreading northward into the Germanic lands and the rest of Europe. By 1500 the use of family names such as Schmidt (smith), Petersen (son of Peter), and Bäcker (baker) was common in the German-speaking regions and all across Europe.
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ADELUNG, m. vir nobilis, ahd. adalunc, und gangbarer mannsname, der wolklingende eigenname eines mannes, der voraus durch sein wörterbuch ein hohes verdienst um unsere sprache sich errungen hat.
ADELUNG, f. nobilitatio: die ihm angebotene adelung hat er abgelehnt. NIEBUHR kl. schr. 1, 81.
Der Familienname "Adolay" (gespr. "Adolä") geht zurück auf frz. "d'Alleux" = dt. "Pflichtfreies Erbe" und ist vermutlich eine Herkunftsbezeichnung zur französischen Gemeinde "Les Alleux" in den französischen Ardennen.
"Alleu" ou "franc-alleu": du francique "alôd", latin "allodium", "héritage libre de tous devoirs féodaux", y compris de droits de mutation appelés "lods" (d'ailleurs toujours appelés ainsi de nos jours dans le canton de Neuchâtel en Suisse).
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Wie alle Namen kann auch "Ahlborn" natürlich auf eine Ortsbezeichnung zurückgehen. Ein "Ahlborn" ist jedenfalls ein "schmutziger Brunnen" von mnd. "âl" = "Schmutz" und "borne" = "Brunnen". Der "Ahlborn" kommt also entweder aus dem Ort "Ahlborn" oder wohnte selbst direkt an einer "schmutzigen Quelle".
Ahne, Ahn (W3)
aus germanischem Sprachbereich, lautmalerische Bezeichnung für ältere Personen, verwandt mit mhd. "ano" = "Vorfahre" und lat. "anus" = "altes Weib".
(A: ulle)
"Alexander" ist ein engl. "defender of men" = "Männerabwehrende (Beschützer)". Er geht zurück auf griech. "Aléxandros", und setzt sich zusammen aus griech. "aléxo" = "wehre ab", "schütze" und "aner", "andrós" = "Mann".
Was Papst Alexander I. im 2. Jh. noch nicht gelang, gelang post mortem einem mazedonischen Feldherrn. Durch die im 10. Jh. entstehenden Sagen um "Alexander den Großen" (4.Jh. v.Chr.) fand der Name Eingang in die deutsche Namengebung. Und als dann noch der Zar von Russland (1801-1825) den Namen "Alexander I." (1777-1825) trug und dieser zum Befreier Europas von Napoleon wurde, wurde der Name "Alexander" zunehmend beliebt.
In der zweiten Hälfte des 20. Jh. gehörte er schließlich zu den beliebtesten Namen.
Der Familienname "Allmang" geht zurück auf frz. "Allemand" = dt. "Deutscher". Es handelt sich dabei also um eine Art Reimport. Ein Deutscher, der nach Frankreich auswanderte, dort seinen Namen "Allemand" erhielt und dessen Nachkommen dann wieder nach Deutschland kamen und dort zu "Allmang" verunstaltet wurden.
Deutsch: Wer im Grenzgebiet nicht Romanisch sprach, war "thiudisk"
Von Hans Marcus Thomsen
Warum heißen 7000 Deutsche "Deutsch", oder "Deutschmann" oder gar "Deutschländer"? Wenn einer aus Garmisch nach Köln oder aus Nürnberg nach Hamburg zieht, ist es ganz natürlich, daß man ihn "Bayer" oder "Franke" nennt. Aber "Deutsch" in Deutschland? In Grenzgebieten wohnen die Völker dicht beieinander und durcheinander. Da mußte man zeigen, wozu man unzweifelhaft gehören wollte. So sind diese Familiennamen wohl durch abgrenzende Selbstbenennung entstanden. "Allmann", oder noch schöner, "Allmang" sind dagegen die Familiennamen, die wir unseren französischen Nachbarn verdanken, denn dem heutigen Wort "Deutsch" verweigert sich ihre Zunge.
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Erstellt: 2010-10
Aloysius (W3)
Der Name "Aloysius" ist ein altdeutscher Name mit der Bedeutung "berühmter Kämpfer". Ein anderer Hinweis führt den Namen "Alawis" als Bezug an, der sich zusammensetzt aus althdt. "al" = "sehr", "über alle Massen" und althdt. "wis" = "weise", so daß sich die Bedeutung "Der sehr Weise" ergibt.
Eine andere Angabe führt den Namen "Aloysius" als Variante von "Alois(ius)" und damit zurück auf eine altfranzösische Herkunft und als latinisierte Form von 'Looïs', einer altfranzösischen Variante von Ludwig.
Als weitere Namensvarianten findet man "Aloys", frz. "Aloïs", ital. "Alvise".
Der Namenstag des "Alois" ("Aloisius", "Aloysius", "Aloisia") ist der 21. Juni.
Einer der ersten bekannten Namensträger war der Jesuite und heiliggesprochene "Aloisius von Gonzaga" (16. Jh.), nach dem die "Gonzaga University", in Washington, USA, benannt wurde.
Aloysius Bertrand Sommaire.(1807-1841)
C’est en feuilletant pour la vingtième fois au moins, le fameux Gaspard de la Nuit, d’Aloysius Bertrand... (Baudelaire)
Gaspard de la Nuit (1842), par Louis (dit Aloysius) Bertrand (1807-1841).
Encodé à partir de l'édition de 1920 (Ch. Bosse libraire, Paris) par Denis Constales.
Prologue.
Livre premier.
Livre II.
Livre III.
Livre IV.
Livre V.
Livre VI.
Compléments.
Illustrations:
Portrait de Louis Bertrand, par David d'Angers, la veille de sa mort.
Wer war Murphy und wie kam er zur Aufstellung seines „Gesetzes“?
Edward Aloysius Murphy jr. war ein amerikanischer Ingenieur. Die von ihm formulierte Lebensweisheit lautete ursprünglich: „Wenn es zwei oder mehre Wege gibt, etwas zu erledigen und einer davon kann in einer Katastrophe enden, so wird jemand diesen Weg wählen.“
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(E?)(L?) http://www.mootgame.com/ansarchive/07_12_06.html
Der Name "Amanda", den es seit dem 19.Jh. auch in Deutschland gibt geht zurück auf lat. "amare" = "lieben" und bedeutet "die es wert ist zu lieben" oder "die geliebt werden muß".
Analoge Latinismen sind "Agenda" = "was getan werden muß" und "Propaganda" = "was verbreitet werden muß".
Amend (W3)
Der "Amend" wohnte "am Ende" des Dorfes.
Angerer (W3)
Der "Angerer" hatte einen Hof am Anger (= "Biegung" eines Flußes oder Weges)
Atschalck
Atsche
Artur
Arthur
Atz
Atze
Azzo
Otschalk (W3)
Am 22.07.2010 fragte H.Schlottmann:
...
Auf einem alten Torbogen eines Bauernhauses - vermutlich aus Westfalen - steht zu lesen: "Anno 1789 den 14. October hat Hans Atschalk Brockman und Hanna Margareta Strotmans haben dies Haus bauen und errichten lassen..." Es folgt - wie damals üblich - eine biblischer Sinnspruch.
Der Name "Atschalck" bereitet mir Verstehensschwierigkeiten. Aus meiner holsteiner Heimat ist mir der Name "Atsche" als plattdeutscher Ausdruck für "Arthur" geläufig. "Atschalck" aber ist mir überhaupt noch nicht vorgekommen.
...
Am 25.07.2010 fand nicht einmal Google den Namen oder wenigstens den String "Atschalck". Auch in allen mir zur Verfügung stehenden Nachschlagewerken konnte ich nichts finden. Und gerade bei Namen ist es oft ein Glücksspiel den richtigen Hinweis zu finden. Namen sind einerseits Rudimente aus alten Zeiten, die uns an sehr alte Wortformen erinnern. Andererseits wurden Namen im Laufe der Kanzleiverwaltung oftmals verfälscht dokumentiert. Deshalb stellen folgende Überlegungen nur erste Versuche der Annäherung an die Herkunft von "Atschalck" dar.
Das Ende von "Atschalck" dürfte - sofern keine Verfälschungen vorliegen auf ahd. "scalc" = dt. "Knecht", "Sklave" zurückgehen, der später - wahrscheinlich der Not ergeben - zum "Spaßmacher" mutierte. Dieser Teil des Namens könnte auch bei der Deutung des ersten Teils hilfreich sein.
Da ist zunächst der von H.Schlottmann erwähnte "Artur" bzw. "Arthur" mit der Kurzform "Atsche". Der Name "Arthur" kam allerdings erst Ende des 18. Jh. (vom engl. "König Arthur", "König Arthus", "König Artus") als deutscher Name auf und die Kurzform dürfte erst später entstanden sein. Der Ursprung des Namens "Arthur" wird dabei in kelt. / walis. "artos" = dt. "Bär" vermutet. Allerdings könnte auch der römische Geschlechtername "Artorius" Pate gestanden haben. Vielleicht sind ja einige römische Legionäre dieses Namens in Britannien zurückgeblieben.
Wenn also "Arthur" in Frage kommt, dann könnte "Atschalck" als "Bärenknecht" oder als "Sklave des Artorius" oder ähnlich gedeutet werden.
Eine zweite Variante könnte "Atz", "Atze" sein. Diese Kurzform für Namen wie "Adelbert" oder "Adolf" ist schon einiges älter und käme zumindest zeitlich gesehen als Pate in Frage.
Eine dritte Variante könnte "Azzo" sein. Dies ist ebenfalls eine Kurzform für Namen die mit "Adel-" beginnen.
Die zweite und dritte Variante läßt eine Deutung des Namens als "Adelsschalk" zu. Das wäre also jemand, der "beim Adel als Diener oder Hofnarr" sein Dasein fristete oder vielleicht ein verarmter "Adliger", dessen Lebensumstände ihn zum Diener, vielleicht auch zum Sklaven nach kriegerischen Auseinandersetzungen werden ließen.
Eine vierte Variante bietet "Grimm" der die Namenskurzform "Atz", "Atze" auf lat. "asinus" = dt. "Esel" zurückführt. Dann könnte "Atschalck" als "Narr in Eselsverkleidung" oder ähnlich interpretiert werden.
Als fünfte Variante möchte ich noch die Möglichkeit anführen, dass es sich um einen Schreibfehler handelt. Immerhin findet Google etwa 700 mal den Namen / String "Otschalk". Für den ersten Namensteil findet man germ. "aud", altsächs. "ôd" = dt. "Besitz", "Glück". Damit könnte "Otschalk" als "besitzender Sklave" oder als "Diener im Besitz (eines anderen)" interpretiert werden.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei allen Varianten um mögliche Interpretationen und eventuell ist die richtige Erklärung gar nicht darunter. Ich überlasse es also dem Leser, die ihm genehme Variante zu wählen oder die richtige Erklärung beizusteuern.
"ATZE", m. "asinus", aus "esel" gebildet in der weise von "Matz", "Götz", "Lutz", "Fritz":
und helt mich albeg für ein atzen,
und heiszt mich stetigs schantkatze.
fastn. sp. 47, 16;
in welchem sinne schon WALTHERS Gêrhart "Atze" 82, 18. 104, 7 genommen werden könnte.
Der "Bachmann" wohnte am Fluß oder hatte einen Acker am Bach.
Baldé
Balde (W3)
Der Familienname "Baldé" geht vermutlich zurück auf französisierte Form von "Bald", "Bold", "Balde" älter "Baldo" mit der Bedeutung "kühn" ("Garibald", "Garibaldi" = "heer-kühn").
Als französisierte Form oder als französischer Reimport, müßte der Name "Baudé" lauten in Analogie von französisierter Variante "Baudry" von dt. "Balderich".
Der weibliche Vorname "Beate" basiert auf lat. "beatus" = "glücklich".
"Beate" ist verwandt mit frz. "beau" und engl. "beautiful", engl. "beatific" = "glückselig", "seligmachend", "Beatifikation" = "Beglückung", "Seligsprechung", lat. "beatificatio", lat. "bellus" = "schön".
(E?)(L?) http://www.sieland-online.de/namen.html#_Bader
"Becker" geht wie der Familienname "Bäcker" auf die Berufsbezeichnung zurück. Interessant ist dabei vielleicht, dass "Becker" die ältere Version (12.Jh.) und "Bäcker" die jüngere (16.Jh.) Version ist. Vermutlich ist dies auch der Grund, warum der Name "Becker" wesentlich öfter vorkommt als "Bäcker".
Am 16.10.2007 schrieb Frau Antje Becker:
... Der Name "Becker" mag im Eichsfeld vielleicht ausschließlich auf eine frühe Bezeichnung für den "Bäckerberuf" zurückgehen. Tatsächlich aber ist "Becker" der alte Name für "Becher" und "Becher" wiederum hießen in früherer Zeit "Mundschenke". "Störtebekker" zum Beispiel hat seinen Namen ja auch nicht daher, daß er "backen" konnte, sondern weil er in einem Zug einen "BECHER" leeren konnte.
...
Auf Grund dieses Hinweises habe ich noch mal das Werk "Duden - Familiennamen" zu Rate gezogen. Dort wird "Becker" ausschließlich mit "Bäcker" in Verbindung gebracht. Ja historisch trat "Becker" bereits im 12. Jh. in Erscheinung (mhd. "becke" = "Bäcker" (als Berufsbezeichnung)), während die Schreibweise "Bäcker" erst im 16. Jh. - in Anlehnung an die Schreibweise des Verbs "Backen" - in Erscheinung trat. Dies ist auch die Erklärung, dass die Schreibweise "Becker" häufiger anzutreffen ist als die Schreibweise "Bäcker".
Allerdings dürfte Frau Becker dennoch nicht ganz unrecht haben. Belegt ist jedenfalls, dass "Störtebekker" auf "stürz' den Becher" zurück geht. Und sicherlich gibt es auch einige "Becker" deren Ursprung im gastronomischen Bereich zu suchen ist.
Aber das zeigt wie schwierig es gerade bei Familiennamen ist, einen eindeutigen Ursprung festzulegen. Namen gehören zu den ältesten dokumentierten Wörtern. Allerdings haben sie sowohl uralte Schreibweisen konserviert, als auch sind sie im Laufe der Zeit in vielen tausend Schreibstuben mit örtlichen Varianten und sicherlich auch mit ungezählten Schreibfehlern notiert und weiter gegeben worden.
Deshalb möchte ich hier beide Möglichkeiten nebeneinander stehen lassen.
Und möglicherweise gibt es sogar noch weitere Herleitungen für den achthäufigsten deutschen Familiennamen.
So gehen z.B. Namenendungen wie "-beck" und "-böck" in vielen Fällen auf "-bach" (got. "*-bakja" = "Bachanwohner") zurück, so daß etwa der Familienname "Steinböck" nicht nur auf den "Steinbock" hinweisen kann, sondern wohl auf die Bedeutung "der aus Steinbach", "der am Steinbach Wohnende" zurück geht.
Beethoven (W3)
Auch wenn unter dem angegebenen Link die Herleitung des Namens "Beethoven" von "Birkengarten" favorisiert wird scheint "Beethoven" doch eher im auf lat. "beta" und ndd. "Beete" = "Rübe" (vgl. "rote Beete") zurück zu gehen.
Das "van" von "Ludwig van Beethoven" deutet auf die Herkunft aus den Niederlanden im hin. Und laut Brockhaus waren die Vorfahren von "Ludwig van Beethoven" im 18.Jh. aus Flandern eingewandert und hatten sich in Bonn niedergelassen.
Damit scheint sich "Beethoven" auf einen gleich lautenden Ortsnamen in Flandern (Belgien) zu beziehen.
Proposition pour une autre origine du nom van Beethoven
On lit le plus souvent l'étymologie suivante : "Beet" signifie "betteraves" (= "Rüben", lat. "beta" ("betterave rouge" = "rote Bete")) et "Hoven" est le pluriel de "Hof", "la ferme". "Beethoven" est donc "la ferme aux betteraves" ("Rübenhof").
...
"Beethoven" ne voudrait donc pas dire "ferme aux betteraves" mais "Jardin de bouleaux" ("Birkengarten").
Cette solution est beaucoup plus probable que l'autre car il existe de nombreux noms de personnes (ou de lieux) qui se rapportent à des arbres et relativement peu à des légumes:
- "Saucourt", "Saussure" = "saule" et "jardin" ("(Trauer-)Weidengarten").
Ce ne sont là que quelques exemples..."
Behmann, Bemmann (W3)
Der seit etwa 1500 auftretende Nachname "Behmann", "Bemmann" geht vermutlich zurück auf den Stamm der "Böhmen" und bedeutet demnach "Böhme" oder "Mann aus Böhmen". Eine andere Möglichkeit ist die Herleitung als Wohnname von "benne" = "Torfwiese", "Moorwiese".
Hat sich der Name "Bering" (Emil von "Behring") immer mit "h" geschrieben? Der Adelstitel erfolgte erst in den 1890er Jahren.
Der Name "Behring" ist eine Bildung zum Rufnamen wie "Bero", "Bähr", "Bernald", "Bernhard", "Berwein", die auf ahd "bero" = "Bär" basieren. Im 13. Jahrhundert findet man die Formen "Bere", "Bering", um 1400 als "Berynghe".
Die Schreibweise mit "h", Behring, dürfte sich also frühestens im 15. Jh. gebildet haben und scheint eine deutsche Erscheinung zu sein.
Der Mondkrater "von Behring" wurde im Jahr 1979 nach dem deutschen Bakteriologe und Nobelpreisträger "Emil Adolf von Behring" (15.03.1854 - 31.03.1917) benannt.
Emil von Behring
Bakteriologe, Serologe
* 15. März 1854 in Hansdorf (Westpreußen; das heutige Ilawa in Polen)
† 31. März 1917 in Marburg (an der Lahn)
Emil von Behring ist der Entdecker des Diphtherie- und des Tetanus-Antitoxins und wurde somit zum "Retter der Kinder". Außerdem war er der Mitbegründer der modernen Immunitätslehre und Inhaber des ersten Nobelpreises im Jahr 1901 für Physiologie oder Medizin, wie der Preis offiziell hieß. Durch die "Behringsche Serumtherapie" verlor die Diphtherie ihre Schrecken.
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(E3)(L3) http://www.beliebte-vornamen.de/
Auf den ersten Blick ist diese Site recht vielversprechend. Aber von den vielen hundert aufgeführten männlichen und weiblichen Vornamen sind nur recht wenige verlinkt und mit Informationen zur Bedeutung und Herkunft versehen. Dies scheint für die folgenden Namen zuzutreffen:
Alina | Amelie | Andrea | Andreas | Anja | Anke | Anna | Anne | Annika | Antonia | Ben | Christian | Christiane | Christina | Christine | Claudia | Daniel | David | Dennis | Elke | Emily | Emma | Erik | Fabian | Felix | Finn | Florian | Frank | Georg | Gisela | Günther | Hanna | Helga | Ingrid | Jan | Jana | Jannik | Jasmin | Jennifer | Jessica | Johanna | Jonas | Jürgen | Jule | Julia | Julian | Justin | Kai | Karin | Katharina | Käthe | Katrin | Kevin | Klaus | Lara | Laura | Lea | Lena | Leon | Leonie | Lilly | Lina | Lisa | Luca | Luis | Lukas | Maria | Marie | Markus | Martin | Marvin | Matthias | Max | Maximilian | Melanie | Michael | Monika | Moritz | Nadine | Nele | Nico | Nicole | Niklas | Nina | Noah | Oliver | Patrick | Paul | Peter | Petra | Philipp | Renate | Robin | Ronald | Sabine | Sandra | Sarah | Sebastian | Simon | Simone | Sophia | Sophie | Stefan | Stefanie | Sven | Susanne Tanja | Tim | Thomas | Tobias | Tom | Ursula | Vanessa | Volker | Werner | Wolfgang
Interessant finde ich noch die Hitlisten von 1890 bis 2005 und die Namensstatistiken und Bemerkenswertes zu Vornamen aus Belgien, China, Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Griechenland, Holland, Irland, Italien, Japan, Norwegen, Österreich, Polen, Russland, Schottland, Schweiz, Schweden, Spanien und Tschechien
Bemm, Bemme, Bemmel (W3)
Die Familiennamen "Bemm" und "Bemmel" scheinen nicht (wie "Bemmann") auf die Herkunfsbezeichnung "Böhme" zurück zu gehen, sondern auf eine aus dem Niederländischen stammende und z.B. im Sächsischen gebräuchliche Bezeichnung "Bemme" für "Stulle".
Bemmel, Willem van | Bemmel, Johann Georg | Bemmel, Peter | Bemmel, Joel Paul | Bemmel, Johann Noah | Bemmel, Christoph | Bemmel, Johann Christoph | Bemmel, Georg Christoph Gottlieb | Bemmel, Burkhard Albrecht | Bemmel, Karl Sebastian | Bemmel, Simon Joseph | Bemmel, Johann Caspar
Bendixen (W3)
Der Name "Bendixen" ist eine Kurzform zum lat. Rufnamen "Benedictus" = "der Gesegnete"
Neben dem "Benedikt" gibt es noch viele weitere Formen für den "Gesegneten": dän. "Bent", span. "Benito", franz. "Benoît", ital. "Benedetto", schwed. "Bengt", engl. "Bennet".
Der Name wurde durch den im 15./16. Jh. lebenden heiligen "Benediktus von Nursia" besonders populär.
Aus dem Vornamen "Benedikt" gingen viele Familiennamen hervor, wie etwa Benack (slawisch), Benak (slawisch), Benda (slawisch), Bendick, Bendig, Bendik, Bendike, Bendit, Benditt, Bendix, Bendixen, Bene (als Verkürzung des Auslauts), Benedick, Benedickt, Benedict, Benedikter, Benedix, Benesch (slawisch), Benisch (slawisch), Dix (durch Wegfall des Anlauts)
Hat sich der Name "Bering" (Emil von "Behring") immer mit "h" geschrieben? Der Adelstitel erfolgte erst in den 1890er Jahren.
Der Name "Bering" ist eine Bildung zum Rufnamen wie "Bero", "Bähr", "Bernald", "Bernhard", "Berwein", die auf ahd "bero" = "Bär" basieren. Im 13. Jahrhundert findet man die Formen "Bere", "Bering", um 1400 als "Berynghe".
Wann sich die deutsche Schreibweise mit "h", "Behring", bildete, konnte ich nicht in Erfahrung bringen, es dürfte jedoch nach dem 15. Jh. gewesen sein.
Die einen finden ihren Partner so tierisch süß, dass sie ihn "Äffchen", "Biene", "Eule", "Hase", "Mops" oder "Schnecki" nennen. Andere schwören auf frisches Gemüse und nennen sich gegenseitig "Gürkchen" oder "Möhre".
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(E?)(L?) http://www.prismenfernglas.de/blessing.html
Herkunft und Verbreitung des Familiennamens Blessing
Familienname Blessing leitet sich vom Heiligen Blasius her. ...
Auf der angegebenen Seite findet man weitere interessante Hinweise.
bloedenamen
Blöde Namen
(E?)(L?) http://www.bloedenamen.de/
Manche Menschen sind schon mit einem "blöden Namen" bestraft.
Wer hat sich diese Namen ausgedacht?
Echte Namen - Haben Sie Freude an ausgefallenen, seltsamen, erheiternden oder skurillen Namen - und zwar an echten?
Manche Menschen sind schon mit einem "blöden Namen" bestraft.
Böttcher (W3)
Der "Böttcher" hat "Faßmacher" als Vorfahren.
Brechenmacher (W3)
Eine "Flachsbreche" war ein Gerät zum Zerbrechen der Flachsstängel. Und der "Brechenmacher" stellte solche "Brechen" her. Der aus der Berufsbezeichnung abgeleitet Familienname ist seit etwa 1716 bekannt.
Der Familienname "Bretesche", frz. "La Bretèche" geht zurück auf frz. "bretèche", lat. "britisca" = "hölzerner Verteidigungsturm", "Erker an Burgmauern und Wehrgängen zum senkrechten Beschuss des Mauerfußes". Als weitere Herkunft wird "die bretonische (Befestigung)" angenommen.
Der Familienname "Brinkhoff" ist zusammengesetzt aus "Brink" (auch in "Brinkmann", "Lechtenbrink", "Bremen-Brinkum") = "Anhöhe im Wiesengelände", "bewachsene Hochfläche", "bewachsene Anschwemmung im Flußbett", "Anger", "Versammlungsplatz", "abgrenzende Höhe", "Rand", "Ufer", ursprünglich "kleine Erhebung" + "hoff" = "Hof", "Gehöft".
Möglich wäre auch der direkte Bezug auf einen Ortsnamen "Brinkhof", "Brinkhoff", wie "Brinkhof" bei Osnabrück, "Brinkhof" bei Rinteln, "Brinkhofsiedlung" bei Gütersloh.
Behind the Name - The etymology and history of first names Englisch
Familiennamen-Lexikon Deutsch
Vornamen-Lexikon - firstname.de Deutsch
Vornamen-Lexikon - kindername.de Deutsch
Butenschön (W3)
Der besonders in Norddeutschland vorkommende Nachname "Butenschön" enthält ein altes "buten" = "außerhalb" und bedeutet also etwa "oberflächlisch schön", "nur außen schön".
Bekannt ist er etwa seit dem 13.Jh. - noch in der Form "Butenscone".
Der Familienname "Buttmann" geht durch Umdeutung zurück auf den Hugenottennamen frz. "Boutemont", der eventuell auf "bout de mont" = "Spitze des Berges" zurückgeht und "den auf dem Berg Wohnenden" bezeichnete.
Der Familienname "Camisard", "Cámmissar", geht zurück auf frz. "camisard" = dt. "Kamisarde". Die frz. "camisards", dt. "Kamisarden" waren französische Kalvinisten (hugenottischen Bauern) in den französischen Cevennen und im Languedoc, die Anfang des 18. Jh., während der Herrschaft von Ludwig XIV. (1638-1715) für ihren Glauben kämpften.
Die Bezeichnung frz. "camisards" bedeutet wörtlich "Hemdenträger" geht zurück auf langedoc "camiso" = "Hemd" und bezieht sich auf das weiße Hemd, das die Bauern unter der Oberbekleidung trugen und das bei nächtlichen Aktionen als Erkennungszeichen der eigenen Leute diente.
Der latinisiserte Name "Celtis" ("Conrad Celtis" (1459-1508), ursprünglich "Conrad Pickel") bedeutet dt. "Steinmetzmeißel".
Christian (W3)
von lat. "Christianus" = "zu Christus gehörend" ("Christós" = "der Gesalbte")
fand im Mittelalter Eingang in die deutsche Namengebung
Clarinde (W3)
Der weibliche Vorname dt. "Clarinde" ist eine Variante von dt. "Klara" und hat die Bedeutung dt. "hell", "klar", "strahlend". Er basiert auf lat. "clarus", "clara" = dt. "hell", "klar", "strahlend". Als weitere Varianten, in vielen europäischen Sprachen, findet man "Clara", "Clarina", "Clarinda", "Clarinde", "Clarissa", "Klarina", "Klarinda", "Klarinde", "Klarine", "Klarissa", "Chiara", "Claire", "Clar", "Clarice".
Colin
Collin
Coulin
Collein
Colling
Kolling
Collignon
Collingro
Kollingkro (W3)
Die Familiennamen "Colin", "Collin", "Coulin", "Collein", "Colling", "Kolling", "Collignon", "Collingro", "Kollingkro" gehen vermutlich zurück auf den französischen Namen "Caulaincourt". Es gab z.B. einen General dieses Namens unter Napoleon.
Der Familienname "Commercon", "Commerçon", geht zurück auf frz. "commerçant" = dt. "Geschäftsmann", "Kaufmann", "Händler" und basiert auf frz. "commerce" und weiter auf lat. "commercium" = dt. "Handel".
Der Familienname "Crolly" und der latinisierte Name "Crollius" gehen zurück auf den Namen frz. "Crolli" (vielleicht weiter zu ital. "crollare" = dt. "einstürzen") oder den Namen dt. "Kroll" (zu mhd. "krol" = "lockig) und bedeutet entsprechend entweder "der (oft) Stürzende" oder "der Gelockte".
Die Familiennamen "Cuprein", "Cüprian", "Kuprein", "Kuprion", "Kupperian", "Kupprion" lassen unterschiedlich Deutungen zu. So könnte man einmal die mythologischen Riesen "Kuperan" aus der Sigfriedssage (im Lied von Sigfried) oder den Riesen "Cuppirón" im Wilhelm des Ulrich von Türheim, heranziehen.
Man könnte aber auch direkt mhd. "kupper", "köpfer" = dt. "Kupfer", lat. "cuprum", heranziehen, dessen christlich-lateinische Variante "Cyprianus" lautet.
Der direkte Bezug könnte jedoch auch zu mnd. "kopper" = "Kupfer" für den "Kupferschmied" oder den "Kupferhändler" sein.
Möglich wäre jedoch ein Bezug zu mnd. "Kuper", "Küper" = "Küfer", "Fassbinder", "Böttcher".
In der Schweiz gibt es eine Variante des Familiennamens, der auf eine schweizerdeutsche Bezeichnung für "Schmoller" zurückgeht.
Ebenfalls als Berufsname könnte mnd. "kopper" = "der die Schröpfköpfe setzt", "Aderlasser" in Frage kommen.
Und auf dem Umweg über "Cyprianus", "Cyprian" könnte auch ein Ahne aus "Zypern" als Stammvater in Frage kommen "der von der Insel Zypern Stammende", zu griech. "Kýpros" = dt. "Zypern". Der Name der Insel "Zypern" wird allerdings auch mit "Kupfer" in Verbindung gebracht - nur konnte ich noch keinen eindeutigen Hinweis finden, ob "Kupfer" nach "Zypern" oder "Zypern" nach "Kupfer" benannt wurde.
(E1)(L1) http://www.radioeins.de/_/programm/nnn/namen_jsp/l=d.html
10.04.2006:
My German is sehr elementar. I am unable to have this site translated to English.
I am trying to determine the origin of my name and your website came up with my Google search. Can you help me or guide me to a source who can offer me advice?
Thank you, Joe Daues, St. Charles, Missouri, USA
At "radio eins" Dr. Jürgen Udolph explains some (1.700) Names. One of this Names is "Daues".
The Name "Daues" goes back to old german "Dau" = "Brauch", "Sitte" = engl. "tradition", "custom". And "Daues" is a "genitive case" of "Dau" which means "someone of the family or clan "Dau". Mr. Udolph thinks the Name is about 1.500 years old.
But there are also other possibilities. The "Duden: Familiennamen" says "Dau" is an old frisian Name "Douwo", "Dou" from old saxon "duba" which means "Taube" = engl. "pigeon" which you can find in engl. "dove".
And so "Daues" could also be someone from a "pigeon breeder" familie.
An other hint may be "Dauer" from old german "touwer" = "Tu-er" = "Bereiter" = "someone who does something". Later it was specialiesed to germ. "Gerber" = engl. "tanner".
From this "Dau" may be a link to the "Dau" of Jürgen Udolph, because "tradition" and "custom" is that what is or has been "done by all". So the "do-er" is someone who follows the "tradition".
Ther are some other Names beginning with "Dau-", but the nearest form of these Names is "Daus" which comes from frz. "deux" = "germ. "zwei" = engl. "two". It goes back to someone who played a special dice game in which "deux" was the highest value. So this "Daus" was a "gambler".
So, I'm not able to say where the name "Daues" really comes from. May be the Name of Joe Daues has no german history at all but is from another part of the world. To come closer to the history of the name one needs more information of the history of the family. And then one should really look in old documents for example of archives of the church(es).
Der Familienname "Daum", mhdt. "düme" geht auf den "Daumen" zurück. Der erste Namensträger dürfte einen besonderen Daumen gehabt haben, eine verletzung, einen besonders großen oder kleinen Daumen. Vielleicht hat er auch alle Längen in seinem Umfeld mit seinem Daumen ausgemessen.
Dt. "Daum" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.
Erstellt: 2012-01
Dengler, dengeln (W2)
Der Familienname "Dengler" geht zurück auf einen inzwischen nicht mehr ausgeübten Beruf. In Zeiten des manuellen Mähens waren Sensen ein unverzichtbares Werkzeug. Aber auch wenn das Gras recht weich ist wurde die Sense stumpf und musste auf der Wiese mehrmals mit einem Schleifstein nachgeschliffen werden. Aber spätestens nach einer Saison und nach einigen Hieben in Maulwurfshaufen half auch das Schleifen nicht mehr. Die Sense hatte Grate und war verbeult. Und nun war der "Dengler" willkommen, der mit gekonnten Hammerschlägen und fachmännischem Schleifen die Sense wieder in Form brachte.
Seine Tätigkeit "dengeln" bezieht sich dabei über mhd. "tengelen" = "hämmern", "klopfen" auf den ahd. "tangol" = "Hammer".
Wenn das kein Hammer ist.
Der Familienname "Dickes" (in Zweibrücken) soll auf den Namen einer Hugenottenfamilie frz. "du Quesne" zurück gehen (frz. (Normandie, Picardie) "quesne" = dt. "Eiche") und bedeutet als Wohnstättenname etwa dt. "bei der Eiche".
Dass die Bezeichnung "Diesel" an der Zapfsäule auf "Rudolf Diesel" zurück geht ist wohl einigermaßen Bekannt. Aber woher kommt der Familienname "Diesel"?
Die favorisierte Erklärung ist die Herkunft von "Matthias" (= hebräisch für "Geschenk [Gottes]"), der zuerst zu "Thias", "Thies", "Dies" reduziert wurde und dann mit der Verkleinerungsform "-el" wieder zu "Diesel" erweitert wurde. Weitere Familiennamen die zu dieser Familie gehören sind "Deismann", "Deis", "Dissen", "Thieser".
Die Familiennamen "Dutschke", "Dutschmann" gehen zurück auf polnisch-tschechische Verballhornung von dt. "Deutscher" und wurde als Herkunftsname gebildet.
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Auch mit dem Wort deutsch konnten unsere östlichen Nachbarn umgehen: Die Familiennamen "Dutschke" oder "Dutschmann" benennen den kleinen Deutschen.
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Erstellt: 2010-10
Dutschmann (W3)
Die Familiennamen "Dutschke", "Dutschmann" gehen zurück auf polnisch-tschechische Verballhornung von dt. "Deutscher" und wurde als Herkunftsname gebildet.
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Auch mit dem Wort deutsch konnten unsere östlichen Nachbarn umgehen: Die Familiennamen "Dutschke" oder "Dutschmann" benennen den kleinen Deutschen.
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Der Familienname "Egalité" (ehemals in Billigheim) geht zurück auf frz. "Egalité" = dt. "Gleichheit" und kam wohl als Spitzname während der französischen Revolution auf, als auch in der Pfalz und links des Rheins frz. "Liberté, Égalité, Fraternité" = dt. "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" in aller Munde war.
Der Sänger "Engelbert Humperdinck" wurde am 02. Mai 1936 in Indien als "Arnold Dorsey" geboren. In den 50er Jahren sang er in England unter dem Namen "Gerry Dorsey". Gordon Mills, der auch "Tom Jones" bereits zu einem internationalen Star machte, gab ihm dann das Pseudonym "Engelbert Humperdinck". Diesen Namen übernahm er von dem deutschen Komponisten der Oper "Hänsel und Gretel". Bei der Namenswahl durch Mills war die Skurrilität des Namens ausschlaggebend.
Da die Erben des Komponisten Engelbert Humperdinck die Verwendung des Künstlernamens gerichtlich untersagten, trat er in Deutschland nur unter dem Künstlernamen "Engelbert" auf.
"Hänsel und Gretel" ist ein Märchen aus der Sammlung der "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm - und diese brachten eines der bekanntesten Wörterbücher heraus.
Der Familienname "Humperdinck" geht übrigens zurück auf den Vornamen "Humbert", "Hunbert" (mit "ing"-Endung), der sich zusammensetzt aus germ. "*hun-" "Tier-" und ahd. "beraht" = "glänzend". In Italien findet man ihn als "Umberto".
Das Deutsche Wörterbuch (DWB) oder auch Der Grimm ist das größte deutsche Wörterbuch, mit insgesamt 33 Bänden. Es wurde von den Brüdern Grimm begonnen und erst 1960, nach über 120 Jahren, vollendet.
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Das Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm auf CD-ROM und im Internet
F
Fabarius (W3)
Der "Fabarius" ist ein latinisierter "Bohnenbauer", "Bohneß".
Faber (W3)
Bei "Bahlow" ist hier lediglich der Hinweis zu finden: "Humanistenname für "Schmidt", wie "Fabri" für rhein. "Schmitz".
"Homo Faber", der Titel eines 1957 erschienen Romans von Max Frisch charakterisiert den Haupthelden und Ich-Erzähler als "rationalitätsgläubigen, diesseitsorientierten modernen Menschen, dessen technologisch-mathematisches Weltverständnis ihn blind macht für die Erkenntnis, daß das Leben mit all seinen Unwägbarkeiten und schicksalhaften Zufällen sich den Gesetzen der Logik entzieht".
Dies geht auf lat. "faber" = "Verfertiger", "Handwerker", "Künstler" zurück. Demnach ist der "homo faber" allgemein der Mensch, der sich mit seiner handwerklichen Fähigkeit die Natur (die Erde) untertan macht.
Familiennamen
(E?)(L?) http://www.nkjo-legnica.oswiata.org.pl/data/orbis/text/WEISGERBER.htm
Familiennamen bildeten sich bei uns erst im Mittelalter (etwa ab dem 14. Jh.) mit dem Wachsen der Städte heraus (unter deren zunehmender Bevölkerung man zwischen den verschiedenen Heinrichs, Ottos, Wolframs, Walthers oder Friedrichs unterscheiden mußte). Dem Taufnamen wurde nun ein Familienname hinzugefügt. Viele Familiennamen verraten heute noch offen ihre Herkunft und Bildungsweise, so die
Vaternamen: Paulsen, Peterson, Friedrichs, Frings (Sohn des "Severin", entsprechend heißt heute bei den Kölnern das Severinsviertel „Fringsveedel”, die Severinsbrücke „Fringsbrück”)
die Herkunftsnamen: Schlesinger, Heß, Marburger, Böhm ...
die Berufsnamen: Schmidt, Schäfer, Müller, Becker ..., in denen sich auch die Bezeichnungen inzwischen ausgestorbener Berufe erhalten haben: Esser = Achsenmacher, Wagner, Euler (= Töpfer) usw. (Im Humanismus wurden solche Berufsnamen besonders gern latinisiert: Molitor = Müller. Piscator = Fischer usw.)
Namen nach besonderen Kennzeichen: Groß, Klein, Mager, Weißhaar . . .
Spitz- und Spottnamen: Bangemann, Hasenfuß, Profittlich ...
Familiennamen
Bei der Durchsicht einer mehrere hundert Namen umfassenden Teilnehmerlist ist mir kürzlich aufgefallen, dass es zwar viele männliche Vornamen gibt, die zu Familiennamen geworden sind. Dagegen ist mir kein einziger weiblicher Vorname aufgefallen, der zu einem Familiennamen wurde.
Ist das nur ein Eindruck, oder ist das allgemein so. - Wundern würde es mich nicht.
(E3)(L1) http://www.firstname.de/
Die Datenbank mit mehr als 73.000 Vornamen aus aller Welt.
Sie erwarten ein Kind und suchen nach einem Namen? Vielleicht ähnlich wie der von Patentante Anna? Dann geben Sie die Anfangsbuchstaben "Ann" ein, und Sie erhalten viele Vorschläge, zur Abwandlung dieses Namens.
Oder soll der Name vielleicht unbedingt mit einem bestimmten Buchstaben beginnen oder enden? Geben Sie die entsprechenden Buchstaben ein und staunen über die Vielzahl von Möglichkeiten. Möchten Sie die Bedeutung eines Namens erfahren, geben Sie in das erste Feld der Suchmaske den Namen ein und drücken Sie auf den Button "Suche starten".
Haben wir weitere Informationen zu den Namen, dann ist der Name als Link dargestellt. Klicken Sie auf den verlinkten Namen, wird ein kleines Fenster mit der entsprechenden Bedeutung geöffnet.
Die Site ist gut, aber die Bedeutungsangaben sind etwas mager.
Der Familienname "Frankenstein" gilt als Herkunftsname oder Ortsname. Er bezieht sich auf die Herkunft aus Orten gleichen namens in Schlesien, Westpreußen, Sachsen oder Hessen. Wörtlich heißt es "Stein der Freien" (vgl. "frank und frei", "Frankreich", "Franken"), gemeint ist "Burg der Freien".
A: Ab | Achille | Adela | Adeleed | Aeb | Aeckel | Axel
B: Baets | Bädgen
C: Cacilia
F: Finja
J: Janis | Jenneken
T: Tobias
(E?)(L?) http://wiki.genealogy.net/index.php/Kategorie:Verwandtschaftsbezeichnung
Die Artikel dieser Kategorie erklären Verwandtschaftsbezeichnungen. Der Begriff Verwandtschaft ist hier weit ausgelegt, es sind auch z.B. auch Verlobte, Verschwägerungen und Adoptivbeziehungen aufgenommen, also familiäre Beziehungen im weiteren Sinne.
The origin of the name Gentner is uncertain. As far as I know, the name is first found in Germany. People with the name Gentner are recorded in Württemberg in the late 1300s. Several accounts say that the name Gentner is derived from the old German word Gantner, meaning auctioneer. If that is true, it would be a delightful irony, because around my home town of Springville, New York, the Gentner Livestock Auction is a colorful and widely known landmark. It was founded by Raymond Gentner (1905-1968) and is featured in a famous painting "Shoot the Moon" (shown at left) by Tom Irish, a well known local artist. Andreas Gentner of Geislingen, Germany writes that in an old bavarian dialect, Gantner meant a "debt collection agent", giving us another possible origin for the name.
If you would prefer a more exotic origin for the Gentner name, Max Gottschald, in his book on the origin of German names (Deutsche Namenkunde, Verlag Walter de Gruyter, Berlin, 1954), says that Gentner is related to the German word Gand, which derives from the old Norse words gandy (magician) and gandr (werewolf).
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Erstellung von Verbreitungskarten
Verbreitungskarten zeigen an, in welchen Regionen ein Familienname besonders häufig auftritt. Daraus kann man unter Umständen ermitteln, woher die eigene Familie kommt. Auch in der Namenforschung (Onomastik) werden solche Karten eingesetzt, um dem Wortursprung auf die Spur zu kommen. Dieser Dienst bietet Ihnen die Möglichkeit, kostenlos und ohne die Installation von Zusatzsoftware an solche Karten zu kommen. Die Deutung bleibt dann allerdings Ihnen überlassen.
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Georg, Jörg, Jürgen (W3)
aus altgriech. "ge" = "Erde" und "urgein" = "werken"; da das Altgriechische im 8. vorchristlichen Jahrhundert das "W" (=> F = Digamma) fallenließ, ist hier klar der Zusammenhang ersichtlich. Ähnlich altgriech. "ergon" = "Werk" und "Energie".
(A: roge)
Der Name "Georg" und die Abwandlungen "Jörg" und "Jürgen" gehen also zurück auf die Bedeutung "Landmann", "Bauer".
gesis
Stichprobenziehung für telefonische Zuwandererfragen
Die Gesellschaft für Namenkunde e. V. mit dem Sitz in Leipzig wurde 1990 als gemeinnützige und wissenschaftliche Gesellschaft gegründet. Laut ihrer Satzung ist ihr Ziel, die Entwicklung der Namenforschung in allen Bereichen zu fördern. Dies geschieht in enger Kooperation mit der Abteilung Deutsch-Slavische Namenforschung des Instituts für Slavistik an der Universität Leipzig
Dazu gehören:
- die Ausrichtung regelmäßiger wissenschaftlicher Veranstaltungen, in der Regel in Leipzig (Namenkundliches Kolloquium etwa einmal monatlich mit ein bis zwei Vorträgen, Jahrestagung im November mit drei bis vier Vorträgen);
- die Publizierung namenkundlicher Forschungsergebnisse (Zeitschrift Namenkundliche Informationen mit 84 Heften bis zum Jahre 2003, erscheint ein- bis zweimal jährlich; zusätzlich alle zwei Jahre ein Beiheft als Sammelband oder Monographie, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt wird);
- eine fachgerechte und bürgernahe Beratung in Namenangelegenheiten. Hierzu gehört die Ausstellung von Gutachten zur Vornamengebung und zur Erklärung von Familiennamen;
- der gegenseitigen Austausch, der Aufbau und die Pflege von Kontakten über die Landesgrenzen hinaus, gerade auch im Hinblick auf osteuropäische Staaten.
Mitgliederverzeichnis | Statut | Beitritt | Steuerbescheinigung | Änderungsmitteilung | Namenberatung | Veranstaltungen | Bildergalerie | Zeitschrift NI | Kontakt | namenkundliche Links | Gegen namenkundlichen Dilettantismus | Impressum
Gienandt
Gienanth
Guinand
Guinandt
Günand (W3)
Die Familiennamen "Gienandt", "Gienanth", "Guinand", "Guinandt", "Günand", gehen zwar möglicherweise zurück auf franzosische Namen, sind aber wohl letztlich Umformungen des altdeutschen Personennamens "Winand", dem "Wignand" zu Grunde liegt und der "kampfkühn" bedeutet (und der sich zusammensetzt aus ahd. "wig" = "Kampf", "Krieg" und ahd. "nand" = "kühn", "wagemutig", vgl. ahd. "nenden" = "wagen").
The name derives from the city or county of "Jülich" (near Cologne) on the Rhine River. A person who came from there was called a "Jülicher" when he settled somewhere else, at the time when surnames came into use. As "J" and "G" were used interchangeably, the town's name was also written as "Gülich" and so was the family name: "Gülich", "Gülch", "Gülicher", "Gülcher", "Gilcher", "Gilger", and many other variants.
For more on the history and dispersion of the surname and the early families in the Pfalz/Palatinate area of what is today Germany, see Friedrich F. Hüttenberger's article, "Die Westpfaelzer Gilcher (Gülcher)-Familien im 17. und 18.Jh." in Pfaelzisch-Rheinische Familienkunde, vol. 14, issue 8, p. 381-385, Ludwigshafen a.Rhein, 2000, featured on his website at (in both German and English versions).
Der Familienname "Grandjean" geht zurück auf den Namen frz. "Grandjean" = dt. "Grotjohann", "Grosshans" und bedeutet "grosser Hans", im Gegensatz zu "Lütjohann", "Kleinhenz" u. ä. Entsprechend ist der "Grossklos" ein "großer Klaus".
Der Familienname "Grassan", "Grassant", geht zurück auf den Namen frz. "Croissant" (lat. "Crescentins") = dt. "Hörnchen" und weiter lat. "crescere" = dt. "wachsen", "zunehmen" (in Bezug auf den "zunehmenden Mond", der wie ein Hörnchen aussieht.).
Der Familienname "Griesbach" oder "Grießbach" tritt seit dem 14.Jh. auf und geht auf den Ort gleichen Namens zurück. Zugrunde liegt die Bedeutung "Geröllbach".
Der Familienname "Kruel", auch "Gróel", "Gróell" geht zurück auf frz. "cruel" = dt. "grausam" und bedeutet "der Grausame".
Möglich wäre aber auch die Herleitung als eine fehlerhafte Schreibweise des Namens "Kreuel", "Kreul", der auf mhd. "kröuwel", "krewel", "kröul", "kreul" und mnd. "krouwel", "krauwel" = dt. "Gabel mit hakenförmigen Spitzen" zurück geführt wird. Der erste Träger des Namens war demnach "Hersteller einer Gabel", "Benutzer einer Gabel" oder "ein kantiger, schroffer Menschen".
Der Nachname "Gutknecht" ("Guotknecht" (um 1284), "Gutknecht" (um 1394)) geht auf ein mhd. "guot-kneht" zurück und setzt sich zusammen aus dem Adj. "gut" und der Standesbezeichnung "Knecht". Der im deutschen eher dienende "Knecht" (mhd. "knëht", auch mit der Bedeutung "Knabe", "Jüngling", "Junggeselle", "Knappe") fand, nach langer Lehrzeit, als engl. "knight" = "Ritter", zumindest in England, den Weg zu Ruhm und Ansehen.
Der dt. "Knecht" und somit auch der engl. "knight" gehen bedeutungsmäßig zurück auf "Stock", "Knüppel", "Klotz". In seiner Verwandtschaft findet man auch ein ndd. "Knagge" = "Knorren", "Pflock", engl. "knag" = "Knorren", "Ast".
Der Übername mhdt. "guot-kneht", "Guotknecht" (1284), "Gutknecht" (1394) bedeutete etwa "Knabe, Jüngling, Krieger von gutem Stande", "Knabe, Jüngling, Krieger von edler Herkunft"
Der Name "Haarmann" dürfte auf eine Berufsbezeichnung zurückgehen. Haarmänner handelten mit oder bearbeiteten Haare oder Felle.
Adelung schreibt dazu:
Der "Haarmann", des -es, plur. die "Haarmänner", im gemeinen Leben, ein Mann, der mit Haaren handelt, ein Haarhändler. Bey den Tuchmachern wird das gewalkte, aber noch nicht geschorne Tuch, vielleicht nur im Scherze, ein Haarmann genannt.
"Haar=Mann", ein Mann der mit Haaren handelt, ein Haarhändler.
Bey den Tuchmachern wird das gewalkte, aber noch nicht geschorne Tuch, ein "Haarmann" genannt. Daher den Haarmann scheren, wenn die Rauher oder Bereiter dem aus der Walke gekommenen Tuche 2 oder 4 Striche mit weichen Karden, und einen Schnitt mit einer Schere, die nicht sehr scharf ist, geben, damit solchergestalt das straubige Haar, welches die Walke aus dem Tuche getrieben hat, abgeschnitten werde.
Dt. "Haarmann" taucht in der Literatur um das Jahr 1770 auf.
Erstellt: 2011-09
Hagen, Rosenhag (W2)
(E?)(L?) http://www.nibelungenmythologie.de/Rosengarten/roseng_2.htm
Die Etymologie des Namens "Hagen" (bzw. "Hagano", "Haki", "Hacco" etc.) führt uns zu dem Stamm "*hag", im Sinne von "Gehege" und liefert uns ein weiteres Verbindungsstück zu den Trojaspielen, die immer in einer "Umhegung", sei sie aus Steinen oder Erdwällen bestehend, stattgefunden haben.
Die ahd. Bedeutung des Wortes "*hagen" entsprach genau genommen tatsächlich der des "Dornbusches" ("hagan paliurus", "ligna spinosa") und führt uns letztendlich zum "Rosenhag".
Hänchen (W3)
Der Familienname "Hänchen" geht zurück auf den Namen frz. "Coquerelle" = dt. "Hähnchen".
Ein Namensträger "Coquerelle" wanderte unter Ludwig XV. als die Dragonaden wieder auflebteil, zwischen 1736 und 1740 aus der Gegend von Nimes aus, zunächst in die Schweiz, dann in die Pfalz (Neuhornbach). Da er so nahe an der französischen Grenze wohnte, wollte er durch seinen Namen nicht für jedermann als Refugié (= dt. "Flüchtling", insbesonder ein aus Frankreich geflüchteter Protestant (im 17. Jh.)) erkennbar sein und übersetzte daher seinen Namen (vgl. frz. "coq" = dt. "Hahn") in den entsprechenden deutschen Namen.
Die "Dragonaden" waren von Ludwig XIV. angeordnete Gewaltmaßnahme zur Bekehrung der französischen Protestanten. Die Bezeichnung geht zurück auf die zwangsweise Einquartierung von "Dragonern" bei Protestanten.
"Haseloff", "Haselov, "Haselow" findet man als Nachnamen. Er geht zurück Ortsnamen wie "Haseloff" oder "Haßlow".
In Frage kommen entweder der Ort "Haseloff" in Brandenburg oder "Haselhof" in Bayern, Baden-Württemberg. Da auch bei "Haßloch" in Rheinland-Pfalz ein Bezug zu Haselnusssträuchern zu finden ist, ist es nicht allzu abwegig hinter all diesen Namen nicht "Haß" sondern "Hasel" zu suchen. Aber konkrete Hinweise dazu konnte ich nicht finden.
Der Familienname "Hauser" geht vermutlich auf einen Ortsnamen "Hausen" (oder auch "xxx-hausen") zurück. Als Varianten treten "Häuser", "Häußer" "Heuser" (um 1578) und "Hußer" (um 1489) auf.
(E?)(L?) http://www.echo-online.de/4/detail.php3?id=30220&search_text=etymologie
Der Name "Heiner" für die Darmstädter wird im Darmstädter Echo vom 22.4.2000 erklärt. In dem längeren Artikel geht der Autor Rudolf Becker vielen Theorien nach, die hierzu aufgestellt wurde. Schließlich neigt er zu der volksetymologischen Erklärung, dass sich der Darmstädter "Heiner" und der "Hinkelstein" gemeinsame auf "Hunne" zurückführen lassen.
Wenn Sie nach Darmstadt kommen, lesen Sie vorher diesen Artikel und fragen Sie dann einen Darmstädter, wieso die Darmstädter "Heiner" genannt werden.
"Mir sin Heiner
uns kann keiner
an de Wimbern
klimbern."
Heinrich, Heinz (W3)
"Heinz" ist eine Kurzform von "Heinrich". Dieser geht wiederum zurück auf "Heimerich", der sich aus ahd. "Heim" und ahd. "rihhi" = "Herrscher" zusammensetzt. Der Heinrich war also ein alter "major domo" ein "Hausvorsteher". Dabei kann man sich unter "Haus" wohl auch einen größeren Verband, einen Stamm vorstellen.
(E?)(L?) http://www.gutefrage.net./frage/gibt-es-einen-zusammenhang-zwischen-selene-und-helena
Der kleine interessante Artikel erklärt zwar die Verwandtschaftsverhältnisse von "Helene" (lat. "Helena", Tochter des Zeus und der Leda, Schwester der Dioskuren und der Klytaimestra. ...) und "Selene" (griechische Mondgöttin, Tochter der Titanen Hyperion und Theia und Schwester von Eos und Helios), aber es fehlen etymologische Namenshinweise.
"Helen" und "Helene", frz. "Hélène" geht zurück auf griech. "hele" = "Glanz" (der Sonne). Auch der Sonnengott "Helios" trägt diesen "Glanz" in sich.
Die im 4. Jh. lebende heilige "Helena" hat im Mittelelater zur Verbreitung dieses Namens in ganz Europa beigetragen: engl. "Helen", "Ellen", frz. "Élaine", "Hélène", ital. "Elena", poln. "Halina", rumän. "Ileana", russ. "Jelena", schwed. "Elin", span. "Elena", ungar. "Ilona".
Jacques Offenbach nannte eine seiner Operetten "Die schöne Helena". "Helena"
Der eher seltene Name "Selene" wird auf die Mondgöttin zurückgeführt und direkt auf griech. "selene" = "Mond".
(E?)(L?) http://www.uniterra.de/rutherford/ele034.htm
Auch das chemische Element "Selen" verdankt dem griechischen Mond seinen Namen - egen seiner chemischen Nähe zu dem Element "Tellur", das nach lat. "tellus" = "Erde" benannt wurde.
Alle schriftlichen und online-Quellen besagen ubereinstimmend, dass der wirkliche Ursprung unklar ist.
Alle stellen folgenden Zusammenhang her:
althd. "helm" = "Helm", "Heil", "gesund", oder "hilt(j)a" = "Kampf" + "muot" = "Mut", "Sinn", "Geist", "Gemüt", "von edlem Sinne".
Die "Heraldik" geht über frz. "héraldique" auf "héraut" = "Herold" zurück. Der "Herold" war der germanische "Heerwalter", dem unter anderm die Aufgabe zufiel bei Ritterturnieren die Wappen der antretenden Ritter zu prüfen. Daraus leitet sich entsprechend die "Wappenkunde" ab.
Hermann (W3)
(E?)(L?) http://www.ron.de/osform/cms_osmm?articleName=HERMES:20020715:3044288&template=templates/cms_osmm/recherche/lokal/neu/meldung.oft
Kommentar in Rheinpfalz online (15.07.2002): Hermann lebt
Manchmal will Hermann ruhen, manchmal gerührt oder gefüttert werden. Er mag keine Kühlschränke, und zum Dank dafür, dass man ihn im Warmen lässt, läuft er weg. Das macht er seit Jahren schon, denn Hermann ist so eine Art Alt-Hippie: Er stammt aus der Zeit der Kommunen. Er ist, wenn man einschlägigen Homepages glauben darf, ein Stück Lebensgefühl. Angeblich zumindest. In Wahrheit ist Hermann ein als Sauerteig getarnter perfider Kettenbrief. In die Welt gesetzt, um Mehl- und Zuckerabsatz anzukurbeln. Damit das auf Dauer funktioniert, hat Hermann seinen menschlichen Namen bekommen. Sauerteig könnte man ins Klo kippen - aber Hermann? (boe)
Der Familienname "Hey" geht (abgekürzt) zurück auf den Namen frz. "de la Hey", "de la Haye" = dt. "von dem Haag", oder spezifischer "von Den Haag" (vgl. frz. "La Haye" = dt. "Den Haag").
Den Familiennamen "Hey" kann aber auch direkt zurück gehen auf mhd. "heie" = dt. "Hüter", "Pfleger".
Letztlich liegt jedoch in beiden Fällen ahd. "hag", "hagan" = "Einhegung", "Hag" zu Grunde, mhd. "hac" = dt. "Dorngesträuch", "Gebüsch", "Einfriedung", mhd. "hagen" = "Dornbusch", "eingefriedeter Ort", mnd. "hage", "hagen" = dt. "Hecke", "eingehegtes Grundstück". In dieser Familie findet man auch dt. "hegen" = "pflegen", das auf mhd. "hegen" = "umzäunen", "umschließen", "abgrenzen" basiert. Heute ist uns der Abkömmling "Hecke" geläufiger als "Hag".
14.05.2006:
Es wurde ein neuer Eintrag im Forum Forum von http://www.etymologie.info geposted.
Betreff: "Kriemhild" / "Griemhild" / "Gudrun" / "Kudrun" + "Brünhild" / "Brynhild"
Inhalt: hallo erst mal ich befasse mich gerade mit dem Nibelungenstoff und der Edda und bin über verschiedene Namen der weiblichen Hauptfiguren gestollpert... Mich würde interessieren woher die Namen abgeleitet wurden, und was sie bedeuten, denn ich habe keine Ahnung von Etymologie weil ich zu wenig sprachkenntnisse hab.würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnte.
Der Eintrag stammt von: Daniel Billing
Anscheinend haben alle "Nibelungen-Namen" einen kriegerischen Hintergrund.
Wie viele Namen gibt es auch für "Kriemhild" mehrere Schreibweisen, wie "Griemhild", "Kriemhilde", "Krimhild" oder "Krimhilde". Der Name geht zurück auf ein german. "*griman" = "Maske", "Helm" und ahd. "hiltja" = "Kampf". Der Name bedeutet somit etwa "behelmt (= "bereit" ?) für den Kampf".
(Nicht ganz sicher, aber vermutlich gibt es einen Zusammenhang zur aus frz. "grimace" übernommenen "Grimasse", die wohl ebenfalls auf ein germ. "grima", "grima" zurückgehen.)
Nachdem der schweizerische Schriftsteller und Historiker J. J. Bodmer (1698-1783) das Nibelungenlied wieder entdeckt hatte kam der Name ab 1800 wieder in Mode.
Der Name "Gudrun" setzt sich zusammen aus "gur" = "Kampf" und "runa" = "geheime Beratung". - Vielleicht war die erste Gudrun eine "Kampfberaterin". Heute wäre sie vermutlich eine Unternehmensberaterin.
Der Name "Brünhild" kommt auch als "Brunhild", "Brunhilde" vor und setzt sich zusammen aus ahd. "brunni" = "Brustpanzer" und ahd. "hiltja" = "Kampf". "Brunhilde" war also ein "Kampfpanzer".
Alle drei Namen sind also bestens als weibliche Vornamen geeignet.
Der zarte weiblich Vorname "Hilde" geht demnach direkt auf ahd. "hiltja" = "Kampf" zurück. Die "kämpfende Hilde" wäre demnach ein "weisser Schimmel".
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„In den meisten Fällen liegt mit "Huback" ein ursprünglich obersorbischer Familienname vor. Das obersorbische Wort "huba" bedeutet "Mund", "Tiermaul", "Lippe". Die Endung "-ck" wäre denn eine Verkleinerungsform. Vielleicht hat dieser Name also eine Person mit einem in irgend einer Weise auffallenden Mund bezeichnet.“
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In der "Wirtschaftswoche" 2007-26 file mir der Begriff "Teamhuber" auf. In dem Artikel geht es um die in Stellenanzeigen oft geforderte Teamfähigkeit. Der entsprechende Satz lautet: "... Dabei gibt es längst Kritiker, die in der Teamhuberei vor allem eines sehen: eine unproduktive Bühne zur Selbstinszenierung. ..."
Der "Huberei" liegt der Familienname "Huber" zu Grunde. Dieser ist in einigen Gegenden Bayerns der häufigste Familienname und soll in Deutschland an 40. Stelle liegen. Außerdem gibt es verschiedene Namensvarianten von "Huber" wie "Hüber", "Hübner", "Hufner", "Hüfner".
Der Familienname "Huber" und seine Varianten gehen über die "Hube" auf die "Hufe" zurück. Das war eine bestimmte Grundstücksgröße, die jedoch nicht eindeutig festgelegt war, aber in der Größenordnung von 30 bis 60 Morgen lag. Andere Angaben geben die Größe mit 7 bis 15 oder sogar 20 Hektar an. Die Inhaber von Hufen, die "Hubbauern" erhielten jedenfalls eine der vielen "Huber-Varianten".
Die Angabe von Grundstücksgrößen in "Hufen" dürfte wohl vergleichbar sein mit der Größenangabe in Morgen. War ein Morgen die Fläche, die ein Bauer an einem Morgen bearbeiten konnte, so könnte eine "Hufe" die Fläche sein, die man mit einem Pferd bearbeiten konnte. Aber dazu konnte ich keine näheren Hinweise finden.
Neben dem "Teamhuber" gibt es noch verschiedene andere "Huber" wie "Faktenhuber", "Geilhuber", "Stoffhuber". Im folgenden gibt es Links zu weiteren "Hubern".
Huber Heights: A community of southwest Ohio, a suburb of Dayton. Population: 38,696.
(E?)(L?) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/469021/
Deutschlandfunk / Kalenderblatt - 17.02.2006
17.02.2006 Feind aller Gesinnungshuberei
Vor 150 Jahren starb der Schriftsteller Heinrich Heine
Von Jürgen Wertheimer
Heinrich Heine ließ sich von keiner Seite vereinnahmen. Sein Weg war durch und durch artistisch und zu gleicher Zeit durch und durch politisch - freilich nie auf Seiten einer Partei, es sei denn der der kritisch heiteren Vernunft. Heinrich Heine starb am 17. Februar 1856.
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(E?)(L1) http://www.hubersdorf.ch/
Im Kanton Solothurn in der Schweiz gibt es ein Hubersdorf.
Ob der erwähnte "Huppold" mit der "Hufe" oder "Hube" verwandt ist, müßte noch untersucht werden.
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Der Ortsname geht auf die zweite alemannische Besiedlungswelle ums Jahr 600 zurück. Die Sippe des "Huppold" zog in die windgeschützte Talmulde hinter der Aaremoräne und rodete die Hänge des Siggerntälchens. In der Nähe der Schachenmühle fanden sich denn auch alemannische Kistengräber.
Die Siggern (keltisch: wasserarm) zweiteilt das Dorf für Jahrhunderte nicht nur aus der Vogelperspektive: Hier treffen Berg und Tal des Unteren Leberberg aufeinander, hier grenzt das alemannische Bistum Konstanz an das burgundische Lausanne/Genf. Erst die Brückenbauten des 18. Jhds. durch die Obrigkeit und das Dorf (Schachenmühle) gestalten das Siggerntal als eine Gemeinde. Erstaunlich auch, dass das Stoss-Hufmesser und der Kugelstern Teil des Dorfwappens sind und nicht die Brücken in dieser Siedlung - eine Frage, die eigentlich unsere Hobby-Historiker beschäftigen sollte.
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Seit Jahrhunderten heißt die autochthone Sorte Zierfandler in Gumpoldskirchen "Spätrot", wobei sich der Name nach der rötlichen Farbe seiner Beeren bei Vollreife ableitet.
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Der Name "Hubertus" geht zurück auf "Hugibert" und setzt sich zusammen aus ahd. "hugu", altsächs. "hugi" = "Sinn", "Geist", "Verstand" und "beraht" = "glänzend").
Am 21.09.2009 unterhielt ich mich während einer Zugfahrt mit einer netten Dame, die mir folgendes erzählte:
Ihr Mädchenname ist "Imo". Durch nachfragen konnte sie in Erfahrung bringen, dass ihre Vorfahren als Hugenotten aus Frankreich eingewandert waren. Und der Name "Imo" geht zurück auf frz. "Haut Mont" = "Hoher Berg". Über die Jahrhunderte sei ""Haumont" durch willkürliche Schreibweisen von Namensträgern und Kanzleibeamten vermutlich über "Omo" zu "Imo" verkürzt worden.
Dieser Werdegang ist recht plausibel.
Ihre Kinder und Enkel erfreuen sich noch heute an dem Wortspiel: "Die Omi Imo wäscht mit IMI und OMO."
Tauchen Sie ein in die Welt der Namenforschung (Onomastik). Sie beschäftigt sich mit der Bedeutung, Herkunft und Verbreitung von Namen, also unter anderem Vornamen und Familiennamen. Diese Website bietet Informationen zum Thema Namen - Vornamen, Familiennamen, Namenstage, Namenssuche, Namenkunde, Namenforschung, Onomastik ...
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Name
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Vornamen
Männliche Vornamen mit A - Z
Weibliche Vornamen mit A - Z
Janneck - Was bedeutet Ihr Name?
Jauch (W3)
Der "Jauch" hatte einen Acker mit einem "Jauch" (alemannisches Ackermaß).
von ger. "karilaz" = "alter Mann" von finnisch "karilas" = "alter Mann"; mhd. "karl" = "freier Mann"; frz. "Charles", latinisiert "Carolus"; "Karl der Große" = "Charlemagne" = "Carolus Magnus"
Die slawischen Sprachen borgten sich "Carolus" als Bezeichnung für "König", russ. "karol", serbisch "kralj", polnisch "krol"
Die Wurzel "ger-" wurde griech. "geron(t)" = "alter Mann" und diente der Bezeichnung "Gerontologie" = "Erforschung der Alterung des Menschen".
Karmann (W3)
Der Nachname "Karmann" kann einmal zurück gehen auf "Karrenlenker" (englisch geschrieben kann man es direkt erkennen "carman"). (Diese Variante des Nachname "Karmann" passt natürlich hervorragend zu einem Karosseriefabrikanten.)
Zum andern ist aber auch die Herkunft von einer Landschaftsformation genannt "Kahr" möglich. Das mnd. "kar" = "Schüssel" wurde auch zur Bezeichnung einer "Gelände-Senke", "Talmulde".
Zu diesem Nachnamen konnte ich keine Belege finden.
Möglich wäre eine Zusammensetzung aus dem mnd. "kar" = "Schüssel", das auch zur Bezeichnung einer "Gelände-Senke", "Talmulde" benutzt wird und "Marsch" = "Schwemmland".
(E6)(L?) http://www.katholisch.de/
Als besonderer Service wird täglich das Evangelium des Tages eingestellt, und wer wissen möchte, wann sein Namenstag ist, braucht nur einen Blick in den Namenstagskalender zu werfen.
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Topnamen: die beliebtesten Vornamen der vergangenen Jahre
Vornamen von A bis Z: Über 2.100 Namen und Nebenformen mit Hinweisen zu Bedeutung und Herkunft
Topnamen; Namenstage;
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Nach lat. "clement", "clemens" = "gnadig", "mild" ist "Klemens" "der Milde", "der Gnädige".
Im englischen gibt es entsprechend ein "clement" = "nachsichtig", "gnädig" und das gegenteilige "inclement" = "unbarmherzig", "rau", "unfreundlich".
Die mandarnenähnliche (aber kernlose) "Clementine" (oder "Klementine") soll allerdings nicht so heissen, weil sie besonders "mild" ist, sondern weil sie nach ihrem Züchter "Père Clément", einem franz. Trappistenmönch benannt wurde.
Klieber (W3)
Der Name "Klieber" geht wohl auf "cleaver" = "Hackbeil" zurück.
Knaak, Im Knaak (W3)
(E?)(L?) http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=knaak&meta=
Am 13.01.2004 wurde die Frage gestellt, woher das Wort "Knaak" kommt, das man z.B. in Straßennamen ("Im Knaak") findet?
Obwohl Google etwa 25.000 Treffer auflistet konnte ich keinen Hinweis auf die Bedeutung oder gar die Herkunft finden. (Ich habe allerdings auch nicht alle Fundstellen überprüft.)
In "Hans Bühlow: Deutsches Namenslexikon" kann man immerhin den Namen "Knaa(c)k" finden. Dieser kann auf den ndd. "Knochen" zurück geführt werden. Der Name dürfte also etwa für die "Knochenhauer", die Metzger, verwendet worden sein.
Als Strassennamen dürfte es also soviel heissen, wie die "Metzgerstrasse". Denkbar wäre auch, dass in der Strasse Seifensieder ansässig waren, die ja auch Knochen verarbeiteten.
Mit viel Phantasie könnte "Im Knaak" auch eine Strasse mit zwei Wendeplätzen am Anfang und am Ende sein, so dass etwa die Form eines Knochens entsteht. (Dies ist allerdings sehr unwahrscheinlich; es sei den es handelt sich um ein Neubaugebiet.)
...
The "KOEHLER" name appears as "KÖHLER" in the earliest Busenberg Roemisch Katholische (Roman Catholic) church records. The umlaut over the letter "O" in the name "Köhler" was replaced with the addition of the letter "E" following the "O", for the current spelling of the name in the US: "KOEHLER". Various other spellings of the name can be found in transcriptions and translations of these church records copied by the Church of the Latter Day Saints, including "Kochler", "Kocher", "Koler", "Koller", etc. These Busenberg church records were in Latin, sometimes written in German script. These two factors may account for the different spelling of the name. An examination of the original church records indicate that the name was actually spelled "Köhler" consistently through the generations living in Busenberg.
The name "Köhler" means "Charcoal Burner" from the German world "Kohl". It also means "Cabbage".
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Konrad, Conrad (W3)
Im "Deutsches Namenlexikon" aus dem Gondrom-Verlag ist unter "Conrad" nichts zu finden. Unter "Konrad" ist dem Buch folgendes zu entnehmen:
"Konrad" ist die lat. Urkundenform des altd. Kaisernamens "Kunrad" = "kühn im Rat" (mhd. "Kuonrat", die volkstüml. Form im MA.!), dessen Beliebtheit (neben dem Kaisernamen "Heinrich"!) sich noch in der Redewendung "Hinz und Kunz" (= "Jedermann", "Heinz und Konrad") spiegelt. Als Vornamen (Heiligennamen) heute meist katholisch. Als Kurzform sind heute nur noch "Kuno" (durch die Ritterromantik um 1800) und "Kurt" (ndd. "Cord") am Leben.
Im Mittelalter waren obd. "Kuon", "Kune" nebst "Künel" und "Kunz" neben "Künzel" gebräuchlich, daher die Familiennamen "Kuhn", "Kühne", "Kühnemann", entrundet "Kiehne", sowie "Kühnel" ("Kühndel"), "Kienle" und "Kunze", "Künzel", "Kienzle", Patronym: "Küntzler", "Kienzler".
Dem mhd. "uo" entspricht ndd. "ô", daher die ndd. o-Form: "Kohnert", "Konert" "Konertz" (vergl. schles. "Kuhnert"!), Patronym: "Konerding", kontrahiert "Cord", "Cordes", "Cohrs", "Cordsen", "Corssen"; auch "Kö(h)ne", "Kö(h)nke", "Könneke".
Main-frk. ist "Kuhlmann", "Kullmann"; hess. "Kunkel" (wie "Heinkel", "Henkel" für "Heinrich"); schles. ist "Kuhnt" (wend. "Kunat").
kosenamen-verzeichnis
Kosenamen
Wenn die Seite nicht mit Werbung zugepflastert wäre, könnte Sie vielleicht ganz ansprechend sein.
•... und viele außergewöhnliche Namensmöglichkeiten
...
Welche Bedeutungen hat eigentlich der Kosename?
Fast jedes Paar benutzt seine eigenen Spitznamen. Die männlichen und weiblichen Spitznamen können verschiedenen Kategorien zugeordnet werden, von Tiernamen wie "Tiger" und "Maus", über erotische Kosenamen wie "Bunny" bis hin zu wertschätzenden Kosenamen wie "Schatz" ist alles dabei.
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Erstellt: 2010-10
Krebber (W3)
(E?)(L?) http://www.krebber.org/detymolo.htm
Robert Krebber Genealogy - Familienforschung - Etymologie
Kribber - Handwerker, die einen Damm aus Flechtwerk bauen (Kribbe); vgl. Krippe
Kretschmar, Kretschmann, Kretschmer (W3)
Die seit dem 14. Jh. auftretenden Familiennamen "Kretschmar" oder "Kretschmer" gehen zurück auf poln. "karczma", serb. "curtschema", tchesch. "krcma" und mdt. "Kretscham", "Kretschem" = "Dorfschenke" und bedeuten "Schankwirt".
Als weitere Varianten von Familiennamen mit der Bedeutung "Schankwirt" findet man "Kaczmarczyk", "Kaczmarek", "Kaczmarski", "Kaczmarz", "Kaczmarzyk", "Kaczmierczak".
Die "Kaschemme" geht wahrscheinlich auf ein zigeunersprachliches, rotwelsches "katsima" = "Wirtshaus" zurück. Ein weiterer Zusammenhang dürfte zu mdt. "Kretscham", "Kretschem" = "Dorfschenke" bestehen, das seinerseits auf tchesch. "krcma", poln. "karczma" zurück geht.
Bezeichnungen wie "gerichtskretscham" weisen darauf hin, dass früher die "Kneipe" ("Kaschemme") auch - mangels geeigneterer Räumlichkeiten - der Ort der Rechtssprechung war.
Der "Nußkretscher" steht allerdings in der Reihe "Nußhäher", "Nußbrecher", "Nußbretscher", "Nußpicker", "Nußkretscher", "Nußknacker", "Nußhacker", "Nußbeisser", dieses alles sind Nahmen des "Tannenhäher", "Corvus Caryocatactes Linn.", welcher unter dem Nahmen "Nußkrähe", im Artikel "Krähe", Th. 46, S. 519 fl. beschrieben ist.
"Nußhäher", "Nußbeisser", "Nußhacker" heißt auch der "Holzhäher" "Corvus glandarius Linn."; davon sehe man den Art. "Häher", Th. 20, S. 637 fl. n. 1.
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"Kriemhild" hingegen tritt nicht als holdes Mägdlein auf, sondern besitzt noch die "grimmigen" Qualitäten, denen sie ihren Namen verdankt ("Kriemhild"/"Grimhild" gilt als Ableitung von "grimmige Hild").
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Kullmann (W3)
Zu diesem Namen gibt es vverschiedene Ableitungsmöglichkeiten.
Am naheliegendsten ist die Zusammensetzung von "Kull" zu mnd. "Kulle" = "Kapuze" und "mann" also "Kapuzenmann".
"Kull" könnte aber auch eine Kurzform von "Konrad" sein.
Auch die Ableitung von "Kuhle" = "Grube", "Loch" wäre denkbar.
Andererseits besteht die Möglichkeit, dass es eine Ableitung des Heiligennamen "Koloman" ist und könnte dann sowohl mit Städtenamen wie "Köln" (also etwa "Kolonist") als auch mit einem mnd. "kolle" = "Kopf", "der oberste Teil der Pflanze", "der weiße Fleck an der Stirn von Pferden" (also etwa "Kopfmann") zusammenhängen.
"Kunigunde" ist ein alter germanischer, zweigliedriger Rufname. "Zweigliedrig" deshalb, weil ihm zwei Wörter zugrundeliegen: "kunni" = "Sippe" und "gund" = "Kampf". Man könnte den Namen darum interpretieren als "Kämpferin für ihre Sippe" (auch wenn man mit solchen Interpretation vorsichtig sein muss, weil oft einfach zwei Wörter aneinandergehängt wurden, ohne einen tieferen Sinn andeuten zu wollen.)
Kunze (W3)
"Kunze" gehört in die große Familie der "Konrads" mit der Bedeutung "kühn im Rat".
Laut "Lebensmittel-Lexikon" ist "Kunze" auch die Bezeichnung für ein männliches Schwein, das im Alter von 3-4 Wochen kastriert wurde.
ist eine Kurzform von "Konrad"
"Kurt" kann aber auch auf den türkischen Familiennamen "kurt" = "Wolf" zurückgehen.
Kussmann, Kosmann, Kosmas, Cosmas, Cosimo (W3)
Der Familienname "Kussmann" oder "Kosmann" soll nicht auf einen gut und gern küssenden oder kosenden Vorfahren zurückgehen sondern auf einen Heiligen namens "Kosmas". Die Zwillingsbrüder Kosmas und Damian waren zwei Ärzte, die im 4.Jh. den Martertod erlitten.
Dieser Name (auch "Cosmas", ital. "Cosimo") geht wiederum zurück auf griech. "kósmios" = "geschmückt", "wohl geordnet", "bedacht".
Eie weniger schmeichelhafte Erklärung für den "Kussmann" könnte allerdings auch "der den Pfennig küssende Mann" = "Geizhals" sein.
(E?)(L?) http://www.gfds.de/vornamen/rechtliche-unsicherheiten/
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Warum sind "La Toya", "Latoya" = "die Ginsterbewachsene" (Name einer Insel vor der nordwestspanischen Küste) und "Maui" (Name einer Insel im Hawaii-Archipel) zulässige Namen, nicht aber "Sylt" und "Helgoland"?
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Lamecker (W3)
(E?)(L?) http://www.lamecker.de/joerg/6_Pedigree.html
ZEITGESCHICHTE - Pedigree - Mit dem doch recht seltenen Namen "Lamecker" kann man schon ein bißchen Forschung riskieren, ohne fürchten zu müssen, "in den Wald zu kommen". Wir staunten aber nicht schlecht, als wir dann doch in den Wald kamen - in den Bayerischen!
Laura (W3)
geht zurück auf lat. "laurus" = "Lorbeer" bzw. lat. "laurea" = "Lorbeerbaum", "Lorbeerkranz". Der Lorbeerkranz hat dabei unterschiedliche Symbolwirkung; Symbol des Sieges (z.b. bei den Römern), Symbol des Martyriums bei den Christen.
("Daphne" geht auf den griech. "Lorbeer" zurück)
Lea behauptet seit Jahren einen Spitzenplatz unter den beliebtesten weiblichen Vornamen in Deutschland. Das dürfte auch 2003, im "Jahr der Bibel", so bleiben. Doch welch ein Schreck, wenn die Mädchen im Lexikon die Bedeutung ihres hebräischen Namens erfahren. Heißt "Lea" doch nichts anderes als "wilde Kuh". Und als ob das nicht genug wäre, vermerkt das erste Buch der Bibel, die Genesis, auch noch wenig charmant: "ihre Augen waren matt" (Gen 29,17).
...
Ausgerechnet die äußerlich blasse Lea schenkt ihrem Mann Jakob nicht weniger als sechs Söhne. Fruchtbarkeit war damals das, was einer Frau den größten Respekt einbrachte. Und Fruchtbarkeit wurde als Geschenk Gottes empfunden.
Rachel bleibt lange kinderlos. Spät erst bringt sie zwei Söhne zur Welt. Vier weitere werden Jakob von den Mägden Leas und Rachels geboren. So sind es schließlich zwölf Söhne des Jakob, die zu den Gründern der zwölf Stämme Israels werden.
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(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/h.htm
(E?)(L?) http://www.newadvent.org/cathen/l.htm
Famieliennamen sind einerseits geniale "Speicher" alter Wörter; andererseits sind sie als relativ fixe Grösse bei der Änderung von Schreibweisen nicht immer analog berücksichtigt worden. Ausserdem sind sie bei Eintragungen in Kirchenbücher oder Standesamtsurkunden oft falsch geschrieben oder nach Gutdünken des schriftführenden Beisitzers "aktualisiert" worden. Jedenfalls findet man auch zu "Lobbes" verschieden Möglichkeiten:
Zusammenhang mit "Löwe", also ein Mensch mit einer Löwennatur.
Zusammenhang mit "Lubbe", "Lübbe", "Lübke", "Leiprecht" und viele derartige Abwandlungen; zurückgehend auf "Liut-bert" = "im Volke glänzend".
Zusammenhang mit "Lober", "Löber", einer mhd. Berufsbezeichnung für "Gerber" (löwer" = "Loher", Rotgerber von Eichen-"lohe", das als Gerbstoff verwendet wurde).
Bei "newadvent" findet man zwei Artikel:
Heriger of Lobbes
Lobbes, Benedictine Abbey of
Ein Besucher ergänzt:
Eine Anfrage bei der "Deutsche Hugenotten-Gesellschaft" ergab, dass "Lobbes" eine Eindeutschung von "Lobbe" sei. Einen Jacques "Lobbé" gab es in Cleve. Er stammte aus Südfrankreich, Matha/Saintogne, war Hugenotte, wurde 1625 geboren und starb am 24.07.1710, wurde ergo 85 Jahre alt und soll Brillenmacher gewesen sein. Der Name hat sich dann offenbar im Land Brandenburg verbreitet, und aus "Lobbe" wurde "Lobbes". In den Niederlanden bedeutet "Lobbes" angeblich "Guter Kerl!". Wenn Sie hierzu noch mehr in Erfahrung bringen könnten, waere ich Ihnen sehr verbunden.
(A: halo, 2004-01-24)
Lotter (W3)
Dem Adjektiv "lotter" ist ein eigenes großes Kapitel gewidmet, da es eine wirklich große Verwandtschaft besitzt.
Davon abgeleitet ist "Lotter" heute noch als Familienname zu finden. Dieser Name kann jedoch nicht nur auf "Taugenichts", "unordentlicher, unsauberer Bursche", "loser Typ" sondern auch auf Ortsnamen wie "Lotte" (Westfalen) oder "Lotten" (Niedersachsen) zurück gehen.
Das vermutlich älteste noch bestehende "Druck- und Verlagshaus" Deutschlands ist das "Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG" in Magdeburg, gegr. 1485 in Leipzig als Buchdruckerei durch den Frühdrucker Konrad Kachelofen (eigtl. Contze Holtzhusen, genannt Kachelofen von Wartberg (* Wartberg [heute Varsberg, bei Metz] um 1450, † Leipzig 1528 oder 1529), seit 1529 in Magdeburg von seinem Schwiegersohn, dem Buchdrucker und Verleger "Melchior Lotter d.Ä." (* Aue [Erzgebirge] vor 1470, † Leipzig 1549), fortgeführt, 1730 von "G. G. Faber" erworben und als "Fabersche Buchdruckerei" bis zur Enteignung 1945 im Besitz seiner Nachkommen, seit 1.7.1990 unter heutigem Namen.
Die Übersetzung der Bibel aus dem Urtext (Altes Testament: hebräisch, Neues Testament: griechisch) ins Deutsche durch Martin Luther (* Eisleben 1483, † ebd. 1546) begann mit dem Neuen Testament ("Das Newe Testament Deutzsch", Wittenberg: "Melchior Lotter d.J." 1522), dem sogenannten "September-Testament", dessen Druck nach der Luther-Übersetzung im September 1522 abgeschlossen war.
Lotterin (W3)
Die "Lotterin", auch "Lothin" war vermutlich die Frau eines gewissen "Ulrich Loth".
Der "Lottermoser" kommt aus dem "Lottermoos", das sich aus "lotter" = "laut", "sauber", "rein" und "Moos" = "Sumpf" zusammensetzt. Demnach ist das "Lottermoos" ein "sauberer Sumpf"
Die Expeditionsmittglieder haben am Abend angeblich gefeiert und immer wieder den Beatles-Song "Lucy in the sky with diamonds" gesungen. Am nächsten Tag tauften sie die gefundene Australopithecus-Frau "Lucy".
Der Familienname "Maas" geht auf den Vornamen "Thomas" oder (seltener) auf "Matthias" zurück. Als weitere Varianten findet man "Maass", "Maaß", "Maasz", "Maes".
Möglich ist allerdings auch eine Ableitung zum Fluß "Maas".
Immerhin tragen etwa 40.000 den Namen "Mai", "May", "Mey", und 23.000 heißen "Merz", "März", "Mertz". Aber steckt wirklich immer der Monat in diesen Familiennamen? Bei "Mai", dem Powermonat schlechthin, ist das wohl anzunehmen. Der Aufwand, mit dem unsere Altvordern den für sie so bedeutsamen Mai begrüßt und eingesungen haben, erklärt sich, wenn man sich vorstellt, wie sie in der "dunklen Jahreszeit" frieren mussten. Kein Wunder, dass sie einen anregenden, sonnigen Menschen mit dem Monatsnamen "Mai" benannten.
...
Viele "März" / "Merz" werden wohl von alten deutschen Rufnamen herrühren, die mit "Mar-" ("Pferd") oder "Mark-" ("Grenze") beginnen oder von den lateinischen Namen "Marcus", "Marcellus". Vielleicht waren etliche "Ur-Märze" aber auch Kleinhändler. Die hießen damals "Merzeler", und die Ware, mit der sie hökerten, nannte man "Merz".
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"Hornung" heißt sinngemäß "der zu kurz Gekommene (an Tagen)" und bietet sich deshalb als Übername (Neckname) an.
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.. der Vorname "Meinfried" (auch "Meifert", "Meffert"), und "Maigler" meint im Schwäbischen einen, "der immer das Maul verzieht" - von "mauggen", "mäuklen".
...
(E?)(L?) http://www.domanus.net/html/namen.html
Witzische Namen - Hier gibt es zwar keine Erklärung zur Herkunft der Namen, aber es ist eine interessante Auflistung von existierenden Namen.
gesammelt von Marc Leisegang
Marc (W3)
Der Vorname "Marc" kann sowohl auf dt. "Mark" = "Grenze", "Grenzgebiet", als auch als Kurzform auf "Markward", "Markhard" (ebenfalls mit Beziehung zu "Mark"), als auch als Verkürzung auf "Marcus", "Markus" und damit auf den römischen Kriegsgott "Mars" zurück gehen.
"Marcus" = "höflich", "leuchtend", "strahlend", "glänzend".
"Marcus" = "der Erhabene".
"Martin", lat. "Martinus", geht auf die Genitivform "Martis" des Götternamen zurück.
Interessant sind weitere Abkömmlinge des "Mars" wie "Marks", "Marcks", "Marx", "Marxen" (also "der Sohn des Mars"), "Marek", "Marko", "Maric", "Markovic".
Auf der Seite von "sungaya" findet man den Hinweis: (hebr. "Mirjam" = "Bitterkeit", "Betrübnis" nach der Quelle bitteren Wassers in Mara, 2. Mose 15,23)
Im "heiligenlexikon" dagegen findet man: aramäisch "die Beleibte", "die Schöne", "die Bittere", "die von Gott Geliebte"
Im "heiligenlexikon" findet man auch eine umfangreiche Darstellung des Lebens von
Maria
Maria Magdalena
Maria von Bethanien
sowie ihre Bedeutung und Verehrung.
Ich kann diese Überlegungen zwar weder bestätigen noch widerlegen, aber für einen Fachkundigen dürften die Thesen genug Anlass geben, weitere Hinweise beizusteuern.
Anzumerken wäre noch, dass der Name "Maria" anfangs kaum verwendet wurde, um den Namen nicht zu verunglimpfen. Im 16.Jh. sah man es dann anders und wollte mit der Namensgebung die christliche Orientierung kundtun. Und seit 18.Jh. wurde "Maria" auch als männlicher Vorname (und wird heute noch als Zweitname) verwendet. Damit wollte man die Gnade der "Jungfrau Maria" auch für männliche Namensträger erwirken.
Von "Rainer Maria Rilke":
Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
von griech. "melas, -aina, -an" [schwarz], also die "Schwarze". Vgl. altindisch "malinds" [schmutzig], mittelhochdeutsch "Mal" [Fleck] und got. "meljan" [schreiben]. Dazu auch neuhochdeutsch "malen". (Quelle: GEMOLL, 1965).
(A: roge)
Merkel, Markward (W3)
"Merkel" ist die Verniedlichung von "Markward", dem Hüter der Grenze.
Miemietz (W3)
Am 19.07.2005 fragte Herr Dirk Treger:
... ich habe mich eben auf ihrer Seite nach den beiden Namen "Miemietz" und "Ahlborn" umgesehen, aber konnte nichts zu deren Herkunft finden. Beide Namen scheinen relativ gebräuchlich zu sein, da es viele Google-Ergebnisse gibt. Aber mehr Informationen konnte ich dazu nicht finden.
Haben Sie eventuell einen Hinweis, wo die Namen herkommen und was ihre ursprüngliche Bedeutung war?
Leider habe ich dazu keinerlei Hinweise finden können. Aufgefallen ist mir die Ähnlichkeit zu "Mimik", lat. "mimica". Vielleicht war es ein Grimassenschneider. Aber das ist sehr hypothetisch.
Molitor (W3)
Der "Molitor" ist ein latinisierter "Müller".
Müntefering (W3)
"Müntefering" war ein "Münzenmacher".
N
N.N. (W3)
Die Abkürzung, die man man oft an leeren Büros liest bedeutet "nomen nominandum" = "Der Namen ist noch zu nennen". Eine weitere Erklärung ist "nomen nescio" = "ich weiß den Namen nicht"
oder aus der im röm. Recht übl. Abk. N.N. für "Numerus Negidius" = "Name des Beklagten in prozeßrechtl. Beispielen"; Quelle: Der Brockhaus in zwei Bänden, 1977 Demnach war "N.N." wohl das altrömische äquivalent zum angelsächsischen "John Doe".
Nachnamen
Wie und vor allem wann und wo haben die Menschen eigentlich begonnen, sich mit Nachnamen anzusprechen?
Früher kannten die Menschen nur einen Namen. Z. B. zu biblischen Zeiten war es einfach "Abraham" oder "Moses". Und noch heute ist es in vielen Ländern üblich, dass man nur Vornamen kennt. Oder Zusatzbezeichnungen wie "Thomas, Sohn des Immanuel" oder "Scheich Salman von Theben" oder so ähnlich. Ab wann gab es eigentlich "Müller", "Schmid" und "Ballack"?
Zu dem Begriff "Namen" habe ich nur den Hinweis gefunden, dass es ein sehr alter Begriff ist. Natürlich gibt es ein paar ältere Formen: "namo", "namon", "nama", "nem", "onoma", "nomen", "laman", aber das führt zu keinen interessanten Erkenntnissen.
wurden in der Vergangenheit oftmals vom deutschen ins Lateinische übertragen, weil sich der selbe Name auf Deutsch weniger gut machte als auf Lateinisch. Bsp: "Venator" für "Jäger";
Das Wort "nämlich" ist eine Variante von "namentlich" und war ahd. "namolh" mit der Bedeutung "beim Namen genannt".
Dies kommt noch in alten Formulierungen wie "am nämlichen Tag", also "am (beim Namen) genannten Tag"
Naumann, Neumann (W3)
(E?)(L?) http://www.ids-mannheim.de/kt/30000wordforms.dat
Der Name "Naumann" ist eine mitteldeutsche Form des Namens "Neumann".
Der Name "Neumann" wiederum bezog sich darauf, dass ein Bürger "neu" in eine Stadt, ein Dorf oder eine Siedlung gezogen ist und eben als "neuer Mann" in die Orts-Gemeinschaft aufgenommen wurde.
Der Name "Naumann" gehört zu den 30.000 häufigsten Wörten im Deutschen.
Der NDR 1 Niedersachsen Namenforscher
Montag bis Freitag, 15.45 Uhr
Von A wie "Aap" bis Z wie "Zwingmann"
Sie heißen "Ahlers", "Overberg", "Kammerlocher" oder "Döll" und wüssten zu gerne, woher Ihr Nachname eigentlich kommt und welche Bedeutung er trägt?
Sprachwissenschaftler und Namenforscher Prof. Jürgen Udolph hilft Ihnen weiter - jeden Montag bis Freitag um 15.45 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen.
Auf dieser Seite können Sie alphabetisch sortiert nach den Namen suchen, die Jürgen Udolph bereits im Programm erläutert hat.
30 Prozent deutscher Familiennamen haben slawischen Ursprung
Udolph ist der einzige Professor für Namenforschung in Deutschland und lehrt Onomastik - wie die Disziplin heißt - am Institut für Slawistik der Universität in Leipzig. Dies ist deshalb von Vorteil, weil fast 30 Prozent der deutschen Familiennamen einen slawischen Ursprung haben. Die meisten Namen sind eher banal. 9,5 Prozent der Deutschen heißen Müller, 0,8 Prozent Jäger. "Müller" ist damit auf Platz 1 der Häufigkeitsliste, "Jäger" auf Platz 60. Doch schon dies lehrt uns, dass es bei unseren Ahnen reichlich Brot und wenig Wildbret zu essen gab. "Müller" und "Jäger" sind Berufsnamen, wie "Schmidt", "Köhler" oder "Fischer". Aber auch "Schröder" ist ein Berufsname und bedeutet in Norddeutschland "Schneider", in Süddeutschland so etwas wie "Bierkutscher". All dies und noch viel mehr hat der Göttinger übrigens in "Professor Udolphs Buch der Namen" beschrieben.
Der Name "Neidhart" (bekannt durch den Minnesänger "Neidhart von Reuental", "Nithart/Nidhart von Riuwental") ist ein kleiner falscher Freund. In dem Namen mhd. "Nithart", ahd. "Nidhart" steckt ein mhd. "nît" = "feindliche Gesinnung", "Hass". Der Name bedeutet also etwa "der im Kampf hart Gewordene".
Da "Neid" jedoch auch auf mhd. "nit", ahd. "nid" = "Hass", "Groll" zurückgeht stimmt es eigentlich wieder. Und auch heute können "Hass" und "Neid" zusammenhängen.
Das älteste überlieferte weltliche Drama in deutscher Sprache ist das St. Pauler "Neidhartspiel" (1350; erhalten als Handschrift des Benediktinerstiftes St. Paul in Kärnten), ein derber Schwank um den mittelhochdeutschen Minnesänger Neidhart von Reuental (1. Hälfte des 13. Jh.).
Nemetz
Niemetz
Niemietz
Niemz
Nimtz
Nimz (W3)
Die Familiennamen "Nemetz", "Nemitz", "Niemetz", "Niemietz", "Niemz", "Nimtz", "Nimz" gehen zurück auf poln. "Niemiec" bzw. tschech. "Nemec" = dt. "Stummer" und bedeutet "die nicht slawisch Sprechenden".
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In den östlichen Grenzgebieten hießen die Deutschen polnisch "Niemiec" oder tschechisch "Nemec" für die "Stummen" - "die nicht slawisch Sprechenden". Daraus entstanden unsere Familiennamen "Nemetz", "Nemitz", "Niemetz", "Niemietz", "Niemz" und "Nimtz", "Nimz".
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Erstellt: 2010-10
Nemitz (W3)
Die Familiennamen "Nemetz", "Nemitz", "Niemetz", "Niemietz", "Niemz", "Nimtz", "Nimz" gehen zurück auf poln. "Niemiec" bzw. tschech. "Nemec" = dt. "Stummer" und bedeutet "die nicht slawisch Sprechenden".
"Nibelungen" (nach dem "König Nibelung" = "Sohn des Dunkels"; zusammenhängend mit "Nebel"): In der deutschen Sage Bezeichnung für ein von einem bösen Geist besessenes Zwergengeschlecht. Die Nibelungen sind die Besitzer großer Reichtümer, das heißt eines großen Goldhortes, des "Nibelungenhortes", an den ein Fluch gekettet ist. Diesen Schatz behütet der mächtige Zwerg Alberich. Siegfried besiegt das elbische Zwergengeschlecht: Er tötet die Könige Nibelung und Schildung und überwindet Alberich. Die Bezeichnung "Nibelungen" übernimmt er für sich und seine Mannen. Nach dem Tod Siegfrieds geht die Bezeichnung auf die Burgunderkönige über.
Unter der letzten Adresse findet man auch Hinweise zu:
Blödelin | Brünhild | Dankwart | Dietrich von Bern | Etzel | Gernot | Giselher | Gunther | Hagen von Tronje | Hildebrand | Kriemhild | Rüdiger von Bechelaren | Siegfried | Ute | Volker von Alzei
Das 1909 durch Fürst v. Bülow geprägte Schlagwort meinte die unverbrüchliche Bündnistreue zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn. Was uns in den Ersten Weltkrieg hinabriß. N. bezieht sich etwas schief auf den im mittelhochdeutschen Heldenepos Nibelungenlied geschilderten Gewissenskonflikt des Markgrafen Rüdiger von Bechelaren, der sich im Kampf der Hunnen gegen die Burgunden zwischen seiner familiären Bindung an die Burgunden (= Nibelungen) und seiner Lehnspflicht gegenüber dem Hunnenkönig Etzel entscheiden mußte. Er stand zu dem fremdstämmigen Lehnsherrn und kämpfte gegen seine eigenen Leute. Dieser Abfall von der altgermanischen Sippenbindung war eine Parallele zu der Entscheidung Kriemhilds, die Treue zu ihrem ermordeten Gatten Siegfried wichtiger zu nehmen als die Blutsbindung und deshalb ihre schuldig gewordenen Brüder umbringen zu lassen. Weil der Vergleich so falsch war wie der Erste Weltkrieg desaströs, ist der Begriff N. nur noch als Warnung vor übertriebener Vasallentreue gebräuchlich (vgl. Geschichtsbewußtsein).
Nicknames (W3)
(E?)(L?) http://www.mediensprache.net/de/networx/docs/networx-5.asp
In der realen Welt werden Namen in der Regel von anderen vergeben. Den Familiennamen erhält man per Geburt. Den Vornamen erhält man von den Eltern zugeteilt. Selbst spätere "Nicknames" bekommt man von anderen zugewiesen.
In der virtuellen Welt hingegen hat man die Chance, an jeder Ecke einen anderen Nickname selbst zu wählen.
Der Link führt zu einer "Alphabetischen Liste von Nicknames/Pseudonymen aus der Chatkommunikation, die im Buch "Sprache und Kommunikation im Internet" analysiert wurden." (pdf-Format 18 Seiten)
Der Name "Niemeyer" war ein ndd. Berufsname und bedeutete "Neumeier" oder "Meyer". Um 1327: "Niemeyer", um 1398: "Nygemeyer", um 1614: "Niemeyer".
Den Namen "Niemeyer" findet man heute auch im sprachlichen Bereich wieder, im Verlagshaus "Max Niemeyer Berlag", in dem u.a. auch etymologisch interessante Werke erscheinen.
(E?)(L?) http://www.wahlrecht.de/verfahren/hare-niemeyer.html
Der Name "Niemeyer" tritt auch noch mal als Eponym "Hare-Niemeyer-Verfahren" auf. Dieses Verfahren wurde von dem Engländer T. Hare (1806-1891) und dem deutschen Mathematiker H. Niemeyer (1931-????) entwickelt. Es ist ein Verfahren zur Regelung der Sitzverteilung bei Verhältniswahlen.
Das Hare-Niemeyer-Verfahren begünstigt kleinere Parteien.
Der Name "Nomine" ist ein kleines Kuriosum. Im Grunde heißt es, dass der "Benamte" einen Namen hat. Sinngemäß besagt der Name "Nomine" jedoch, dass jemand überhaupt einen "Namen" hat. In Zeiten ohne Familiennamen war jemand, der namentlich bekannt war schon etwas Besonderes.
Der Name "Nomine" findet sich in Deutschland vor allem im Bliesgau. Daran schließt sich ein Verbreitungsgebiet im Bitscherland in Lothringen an. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt in der Champagne. Die Namen werden dann mit Akzent geschrieben: "Nominé". Die Form scheint lateinisch beeinflusst zu sein: "Nominatus", "der Namhafte", was im Französischen sonst "nommé" ergeben hat. Es handelte sich dann um einen ehrenden Übernamen.
Dt. "Nomine" taucht in der Literatur um das Jahr 1740 auf.
Erstellt: 2011-07
O
Omen, ominös (W3)
(E?)(L?) http://wult.org/de/trans/n_s/omen.html
Eigentlich müsste "Omen" in die Rubrik "Zeichen"; aber da meistens "Nomen" "omen" sind, habe ich auch das lat. "omen" = "Vorzeichen" unter "Namen" eingeordnet. Das "Vorzeichen war und ist normalerweise neutral. Es gibt daher sowohl gute wie böse "Omen". Im Adjektiv "ominös" = "zweifelhaft", "berüchtigt" allerdings hat sich nur die schlechte Seite der Vorzeichen erhalten.
Auf der angegebenen Seite hat sich schon jemand die Mühe gemacht und eine Liste Die Bezeichnung "omen" verwendet in den Nachrichten zusammengestellt.
Die Wissenschaft der Namen ist unter einigen Bezeichnungen bekannt: "Namenkunde", "Namenforschung" und fälschlich auch als "Namensforschung". Da sich alles um die "Erforschung der Namen" und nicht eines Namens dreht, ist Namensforschung nicht ganz zutreffend.
Auch der Begriff "Onomastik" (= "Namenkunde") ist gängig. Er leitet sich von dem griech. Wort "onoma" = "Name" her.
Das griech. "onomastike" = "(Kunst der) Namengebung" setzt sich zusammen aus "ónoma" = "Name", griech. "onomasia" = "Benennung" und "téchne" = "Handwerk", "Kunst".
"Onomastik" = "Kunst des Namengebens", "Namenkunde", "Wissenschaft von den (Eigen-)Namen".
Die "Onomastik" beschäftigt sich mit allen Arten von Namen:
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Die Wissenschaft der Namen ist unter einigen Bezeichnungen bekannt: "Namenkunde", "Namenforschung" und fälschlich auch als "Namensforschung". Da sich alles um die "Erforschung der Namen" und nicht eines Namens dreht, ist Namensforschung nicht ganz zutreffend.
Auch der Begriff "Onomastik" ist gängig. Er leitet sich von dem griechischen Wort "onoma", "Name" her. Welchen Begriff sie favorisieren möchten, bleibt Ihnen überlassen. In jedem Fall beschäftigt sich die "Onomastik" / "Namenkunde" / "Namenforschung" mit allen Arten von "Namen". "Ortsnamen", "literarische Namen", "Produktnamen" usw. Besonders spannend ist das Feld der Familiennamen, weil hier jeden die Neugier packt.
Onomastik.com erlaubt einen Einblick in die Welt der Namenforschung, der Onomastik. Sie finden einige Informationen zur Entstehung von Familiennamen im deutschen Sprachraum, Hinweise zur Deutung, einige Verbreitungskarten und Literaturempfehlungen.
Falls sie sich bereits (oder noch nie) gefragt haben, woher eigentlich all unsere Ortsnamen kommen, dann finden sie auch dazu einige Ausführungen.
Besonders empfehlenswert sind die Verbreitungskarten, mit Darstellungen der Streuung von Familiennamen.
Die hier aufgelisteten Beispiele zeigen die Verbreitung der jeweiligen Familiennamen in Deutschland. Die Streuung kann einen Hinweis auf den Ursprung des Namens geben, v.a kann mit Hilfe einer Karte aber oft festgestellt werden, wo ein Name nicht entstanden sein kann.
Einige kurze Kommentare auf den Seiten sind bestenfalls Anregungen und können eine umfassende Namenanalyse nicht ersetzen.
Wenn Sie auf auf den Familiennamen klicken, gelangen Sie zur Verbreitungskarte.
Das Namenkunde-Forum bietet Ihnen eine Möglichkeit, mit anderen Interessierten zu diskutieren. Für Anregungen und Kritik (nicht jedoch für Bitten, Ihnen die Herkunft Ihres Familiennamen zu erklären, dafür fehlen Zeit und Mittel!) steht Ihnen zusätzlich das Kontakformular zur Verfügung. Sie können an der Benutzerumfrage teilnehmen und helfen, Onomastik.com zu verbessern.
(E1)(L1) http://www.etymonline.com/p3etym.htm
(E1)(L1) http://www.wordsmith.org/awad/archives/0102
Patronyme sind Namen, die sich auf den Namen des Vaters oder Grossvaters beziehen. So ist etwa "Petersen" entstanden aus "der Sohn vom Peter"; oder "Mac Donald" ist der "Sohn vom Donald" (gälisch "mac" = "Sohn"). Oder "Fitzgerald" = "Der Sohn vom Gerald" (von frz. "fils" = "Sohn"). Weitere Beispiele sind "Mendelssohn" oder "Ben-Hur" = "der Sohn von Hur".
Die Bezeichnung "Patronym" geht zurück auf griech. "patronymikós" = "nach dem Vater benannt".
Paul (W3)
Im Namen "Paul" steckt lat. "paulum" = dt. "eine Kleinigkeit", lat. "paulus" = dt. "klein".
Dt. "Paul" taucht in der Literatur um das Jahr 1560 auf.
Erstellt: 2011-09
Pelletier (W3)
Der Familienname "Pelletier" geht zurück auf den Namen frz. "Pelletier" = dt. "Kürschner" ("Pelzverarbeiter") (vgl. mniederdt. "pelle" = "Schale", lat. "pellis" = "Pelz", "eine Kartoffel pellen").
Der "Kürschner" geht zurück auf mhd. "kürsenære", einem slawischen Lehnwort.
Der Familienname "Perrault" geht zurück auf den Namen frz. "Perrault" = dt. "???" und bedeutet "???".
Der Autor (des verlinkten Artikels) bezeichnet den Familienname "Perrault" (um 1900) als in der Pfalz erloschen. Mittlerweile gibt es im angrenzenden Saarland wieder (mindestens) eine Familie "Perrault". Der Vater, ein ehemaliger Militär aus den USA, blieb dort hängen. Seine Ahnen waren einst aus Elsaß-Lothringen in die USA ausgewandert.
"Petersilie" kann auch als Familienname auftreten. Der Name läßt vermuten, dass der erste namensträger die Petersilie sehr bevorzugte, mit ihr handelte oder sie anbaute. Aber auch der Vergleich mit krausem Haarwuchs kann zur Namensgebung geführt haben.
Der Familienname "Pöppelmann" setzt sich zusammen aus "Pöppel" und dem Suffix "-mann". Der "Pöppel"-Anteil kann dabei auf ganz verschiedene Vorformen zurück gehen. So findet man ein mhd. "poppe" = "Schwelger", "Großsprecher", einen Ortsnamen "Poppe" in Polen, einen Wohnstättennamen zu "Pappel" und wenn dies alles nicht gefällt, kann man sich noch auf einen Lallnamen "Poppo" berufen.
Der "Pöppelmann" kommt also entweder aus dem Ort "Poppe" oder wohnte in der Nähe von Pappeln oder war einfach ein Angeber.
Ergebnisse einer Eigenstudie von NAMBOS naming & research
07.11.2005 - 08:00 Uhr, NAMBOS Lindlar & Ströll GbR - Köln (ots) - Ein Sprichwort besagt, dass der einzige Name, der den Menschen wirklich charakterisiert, der Spitzname ist. Daher wollten wir herausfinden, welche Kosenamen die Menschen in Deutschland ihren Liebsten geben, wie kreativ sie bei der Auswahl sind und welche dabei am häufigsten verwendet werden. Daher haben wir bundesweit 1002 Menschen zu diesem Thema befragt und sehr interessante Ergebnisse erhalten.
Von den Befragten leben 46 % in einer Partnerschaft und sprechen ihren Partner mit einem Kosenamen an. Mit Abstand am häufigsten wird die Bezeichnung "Schatz" verwendet, gefolgt von "Schatzi", "Hase", "Liebling" und "Schnucki".
Dabei verhalten sich die Geschlechter relativ gleich, auffällige Unterschiede gibt es jedoch im Generationenvergleich: Je älter die Befragten sind, desto variantenreicher sind die Bezeichnungen. Jüngere sind wenig einfallsreich, "begnügen" sich mit den gängigen Kosenamen: 63% der unter 30jährigen nennen ihren Partner schlicht "Schatz" oder "Schatzi".
Im Ost-West-Vergleich liegen "Schatz" und "Schatzi" relativ dicht beieinander. Sehr beliebt in den neuen Ländern sind Namen wie "Papa", "Mutti" oder "Liebster", die Bewohner der alten Länder bevorzugen eher "Dicker" oder "Spatz".
In größeren Städten sind die Kosenamen differenzierter, wahrscheinlich aufgrund von vielen verschiedenen Lebensstilen und Persönlichkeiten. In ländlich strukturierten Gemeinden dominieren eher die Schatz-Varianten.
Die Sonstigen Nennungen können in 6 Cluster gegliedert werden: 1. Persönliches ("Mitzel", "Hatzi", "Bogel"), 2. Fremdländisches ("Cherie", "Habibi"), 3. Verehrendes ("Chef", "Hübscher"), 4. Intimes ("Stecher", "Pussy"), 5. Niedliches ("Muckele", "Knüttelchen", "Kuschi", "Fussel"), 6. Tierisches ("Rattenschwänzchen", "Tatzi", "Ziege").
Dazu Sprachwissenschaftler Markus Lindlar, Geschäftsführer von NAMBOS: "Dass "Schatz" der beliebteste Kosename der Deutschen ist war erwartbar. Allerdings hätten wir die Deutschen doch weitaus kreativer eingeschätzt. Aber das Ergebnis spiegelt auch den Trend unserer Kunden wieder, bei Markennamen momentan eher auf Bodenständigkeit zu achten."
Top 10 der Kosenamen:
1. Schatz (37 %)
2. Schatzi (9,6 %)
3. Hase (3,9 %)
4. Liebling (3,5 %)
5. Schnuckel/Schnucki (3,1 %)
6. Mausi (2,8 %)
7. Bär/Bärchen/Bärli (2,2 %)
8. Papa/Papi/Papilein (2,0)
9. Abkürzung/Verniedlichung des Vornamens (1,5 %)
10. Kleiner/Kleine/Kleines (1,7 %)
Besonders skurrile Kosenamen: Ringelriemchen, Muschipinsel, Kanzler, Popolinski, Amorino, Eifelfee, Captainkick, Anaconda, Amtmann, Dr. Pöpper, Pupsmeister.
presseportal
Mausi küsst Bärchen
lieben Sie Kosenamen?
Ohne Kosenamen geht es nicht. Ob "Moppelchen", "Rehlein" oder "Engel" - gekost wird in allen denkbaren Variationen. Mit welchen Kosenamen Frauen und Männer sich ansprechen, und wie beliebt das Erfinden von eigenwilligen Kosebezeichnungen ist, hat jetzt das junge Magazin LISA genauer unter die Lupe genommen. Und zwar ganz wissenschaftlich mit einer TNS-Emnid-Umfrage
...
Prevost (W3)
Der Familienname "Prevost" geht zurück auf den Namen frz. "Prévost", altfrz. "prévost" = dt. "Probst" = dt. "Vorgesetzter", "Aufseher", "Propst" und geht zurück auf lat. "praepositus" = dt. "Vorsteher, Aufseher", zu lat. "praeponere" = dt. "voransetzen", "voranlegen", "voranstellen".
Der Familienname "Profit" (ausgesprochen "Brófitt") geht zurück auf den Namen frz. "Profit" = dt. "Profit", "Gewinn", "Nutzen, "Vorteil" und verweist also auf einen erfolgreichen Namensträger.
Dem Familiennamen (und dem Wort) "Profit" liegt lat. "profectus" = dt. "Fortgang", "Zunahme", "Vorteil", zu Grunde, das weiter zurück geht auf lat. "proficere" = "weiterkommen", "fortkommen", wörtlich "voranmachen" (lat. "facere" = dt. "tun", "machen", davon auch frz. "faire" = dt. "machen").
(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"
1962 kam der Kinderbuch-Klassiker von Ottfried Preussler auf den Markt. Bis heute haben sich die Geschichten vom Kasperl, Wachtmeister Dimpflmoser und dem Hotzenplotz mehr als 6 Millionen mal verkauft. Die Geschichten wurden in 34 Sprachen übersetzt. Der "Räuber Hotzenplotz" heißt "Röveren Runkeldunk" auf Dänisch!
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Der Familienname von Papst Benedikt XVI., "Ratzinger", kommt außer in größeren Städten Süddeutschlands besonders häufig bei Passau vor. Und gar nicht weit entfernt, bei Deggendorf, hat Udolph das Örtchen "Ratzing" ausgemacht, Ursprung des Namens "Ratzinger". "Ratzing" heißt so viel wie "Siedlung der Leute eines Ratzo", also eines "Ratgebers", klärt Udolph auf.
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Räumschüssel (W3)
Der Familienname "Räumschüssel" (wörtlich "räumt (die) Schüssel") geht zusammen "Rühmkorb", "Rühmkorf", "Rumekaste" und "Rumekiste" auf eine alte Bezeichnung für Diebe oder Räuber hin.
Namen verraten etwas über geografische Herkunft, die Berufe oder Eigenschaften unserer Vorfahren und sind unsere "Visitenkarte". Den einzigen Lehrstuhl für Onomastik (Namenkunde) gibt es an der Universität Leipzig. Sein Inhaber: Professor Jürgen Udolph.
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Prof. Dr. Jürgen Udolph ist montags bis freitags um 12:10 Uhr auf RadioEins zu hören. Wenn Sie sich für die Herkunft Ihres Namens interessieren, rufen Sie an. Die Telefonnummer finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
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Reinhard (W2)
Der Name ist ein Kompositum, gebildet aus Ableitungen der altgermanischen Wörter "ragina" = "Rat" und "harti" = "hart, stark". Er bedeutet etwa "der im Rat Starke" = "Kundige".
Renard (W3)
Der Familienname "Renard" geht zurück auf den Namen frz. "Renard" = dt. "Fuchs".
"Rode", "Rohde", 1141 "(de) Rode". HN zum ON "Rod", "Rode", "Roda", "Rodau", "Röda", auch WN zum ÖN zu md. "roden" = "urbar machen", "reuten".
1542 Hanns "Rode" zu "Heyerode", 1542/48 Kersten Rode zu Stadtworbis, 1548 Dieterich Rode zu Stadtworbis, 1599 Augustin Roda zu Stadtworbis, 1599 Hans "Rote" zu "Gernroda", 1599 Hans und Martin Roda zu Breitenbach, 1599 Peter "Rodner" zu Kirchworbis.
Der Familienname "Ronellenfitsch" geht vermutlich zurück auf serb. "Hranilovic", "Chranilovic" oder den Ortsnamen "Ranilovi". Diese gehen weiter zurück auf einen Personennamen, der wiederum auf "chran-", "chraniti" = "beschützen", "bewahren", bulg. "chrana" = "füttern", "chraná" = "Nahrung", "Brot", serbokroatisch "hrániti" = "nähren", "bewahren" zurück geht.
Letztlich ist der "Ronellenfitsch" also ein "Ernährer" und "Beschützer".
Ich stiess letztlich beim Schauen einer Sendung der Reihe ZDF-Expedition auf etwas, wonach ich seit langer Zeit suche. Nämlich einer möglichen Erklärung der Herkunft meines Nachnamens. In dieser Sendung ging es um die Waräger, die von Gotland über Nowgorod weiter bis ans Schwarze Meer gereist sind, um Handel zu treiben. In der Dokumentation war davon die Rede, dass die Bevölkerung von Nowgorod einen Fürsten suchte, den sie unter den Warägern fand. Die Herrschaft wurde unter drei Brüdern aufgeteilt. Der letzte der drei Brüder war ein Mann namens "Rjurik" oder "Rurik".
Jetzt meine Frage dazu: Kann es sein, dass sich mein Nachname von diesem Namen ableitet? Gibt es Lautverschiebungen, die von "Rurik" zu "Rorig" führen können?
Die Frage, was mein Nachname bedeutet, konnte mir bis jetzt noch niemand zufriedenstellend beantworten.
(A: jaro)
Leider ist es immer schwierig die Herkunft eines Namens in konkreten Fällen nachzuweisen. Da können zu viele Einflüsse zu nicht mehr nachvollziehbaren Veränderungen geführt haben.
Pauschal sagt der "Bahlow" jedenfalls, dass sich Namen wie "Röhrig", "Rorich", "Rörich", "Rorig" auf Bedeutungen wie "sumpfiges, schilfiges Gebüsch", "Schilfdickicht" beziehen und sie aus dem schlesich-bayrischen Raum aus Ritterkreisen stammen. Natürlich kann es hier einen Zusammenhang zu den Warägern geben. Und sei es nur, dass beide Namenskreise auf die gleiche Wurzel zurückgehen.
Eine einigermassen stichhaltige Aussage kann man wahrscheinlich nur über eine genealogische Untersuchung erhalten (wie sie z.B. die "Gesellschaft für deutsche Sprache (gfds)" anbietet).
Rose (W3)
Der Familienname "Rose" kann auf mehrere Anlässe zurück gehen. So kann der erste Namensträger etwa ein Rosenzüchter gewesen sein. Oder er liebte Rosen über alles. Oder aber die Rose schmückte das Haus, in dem der erste Namensträger wohnte (im Haus zur Rose). Sicher gibt es auch noch weitere Möglichkeiten.
Der dt., span., engl. weibliche Vorname "Roxana" ist persischen Ursprungs (altpers. "raohschna" = "strahlend", "glänzend") und bedeutet (die) "Glänzende", "Morgendämmerung", "Morgenröte" oder "Sonnenaufgang". In Italien findet man die Variante "Rossana", in England und Frankreich findet man auch die Varianten "Roxane" und "Roxanne" und eine englische Kurzform "Roxy".
William Alabaster: "Roxana" (ca. 1595)
A hypertext critical edition by Dana F. Sutton
The University of California, Irvine
Posted August 22, 1998
Table of Contents
Jedes Paar verwendet seine eigenen Kosenamen, aber einige wie "Schatz", "Maus" und "Tiger" passen immer. Wir erklären, was sie bedeuten. Kosenamen wie "Schatz" und "Goldstück" drücken prinzipiell Wertschätzung aus. Damit können aber auch Besitzansprüche deutlich gemacht werden.
...
rp-online
Von Schatz bis Klötzchen
Die liebsten Kosenamen der Deutschen
Düsseldorf (RPO). Die Deutschen mögen es kuschelig, haben eine Vorliebe für Tiere und bevorzugen es klassisch. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Augsburg, die sich mit den liebsten Kosenamen der Republik auseinandergesetzt hat.
...
Rudolph, rudolphi (W3)
In der Ausgabe Juli 2009 von "mobil", dem Magazin der Deutschen Bahn, wurde der Geologe Dr. Frank Rudolph vorgestellt. Obwohl noch unter den Lebenden weilend, ging sein Nachname bereits als botanische Bezeichnung in die Geschichte ein, und zwar zur Bezeichnung der von ihm entdeckten zwei Muschelkrebs und einem Trilobiten "Rigidella rudolphi".
Auf welchen Rudolph andere botanische Namensgebungen zurückgehen konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
Der Name "Rudolph", den man auch verkürzt als "Rolf", "Rulf" und engl. "Ralph" findet, setzt sich zusammen aus "hruod", "hroth" und "wolf". Der Krünitz erklärt "Rudolph" als Zusammensetzung von "Rud" = eventuell "Rath" wie in "Rüdiger" und "hülf".
Ein Träger des Namens "Schilbert(h)" teilte mit, dass seine Vorfahren aus Frankreich vertriebene Hugenotten waren. Der Familienname soll auf frz. "Gilbert" zurückgehen.
Die Namen "Gilbert" und "Gilbrecht" gingen aus "Giselbert" hervor.
Und "Giselbert" ist ein dt. männl. Vorname, der sich aus ahd. "gisal" = "Geisel", "Bürge" und ahd. "beraht" = "glänzend" zusammensetzt. Somit bedeuten alls diese Namen etwa "gutes Unterpfand" oder "guter Fürsprecher".
Schirra (W3)
Der Familienname "Schirra" geht zurück auf den Namen frz. "Girard", "Gérard" = dt. "Gerhard" und bedeutet "Speerstark", "kräftiger Speerwerfer" (ahd. "ger" = dt. "Speer" und ahd. "harti", "herti" = dt. "hart", "kräftig", "stark").
(E?)(L?) http://www.schliemannserben.de/
u.a. mit Genealogie und Namenskunde mit themenbezogenen Links und Links zu entsprechenden Vereinen und Staats- und Kirchen-Archiven im Internet
Schinderhannes (W3)
verdankt seinen Namen seinem Vater. Dies ist eigentlich nichts besonderes, aber in diesem Fall doch interessant; sein Vater war "Henker". Dieser Berufsstand wurde auch mit "Schinder" bezeichnet; und so hiess der Hannes von Kind an "Schinderhannes".
Das Wort "schinden" kam über die Studentensprache als "erpressen" und dann mit der Bedeutung "quälen", "grausam behandeln". "Schinden" hatte (u.a.) auch die Bedeutung "abhäuten (eines Tieres)" und der "Schund" war der Abfall, der dabei übrig blieb.
Der Familienname "Schreber", des Namensgebers der "Schrebergärten", ist eine Schreibvariante von "Schreiber". Im Mittelalter (ab etwa 13. Jh.), war der Beruf des Schreibers, auf Grund des allgemeinen Analphabetentums, weit verbreitet. Insbesondere Städte, Geminden, Gerichte, Kanzleien und Großhändler konnten auf "Schreiber" nicht verzichten. Spätestens mit dem Aufkommen der Schreibmaschine ging dieser Berufsstand zu Grunde, der Familienname jedoch blieb. Der Mode der Zeit (13.Jh. ff) folgend fand und findet man für den "Schreiber" auch die latinisierten Bezeichnungen und Namen "Scriba", "Scribere", "Scriptor" sind diesem Berufsstand zuzuordnen. Gab es zunächst viele Geistliche, die sich nebenberuflich als "Schreiber" andienten, so wurde er später doch zu einem weltlichen Beruf.
Es gab sogar spezielle Briefschreiber, der (seltene) Nachkommen heute noch den Namen "Briefer" tragen.
Der Familienname "Schwalie" geht zurück auf den Namen frz. "Chevalier" = dt. "Ritter" und geht zurück auf lat. "caballarius" = "Pferdeknecht".
Umgangssprachlich hörte man auch "Schwolleschöh" für frz. "chevauléger" = "Angehöriger der leichten Kavallerie" ("Leichte Reiterei") (einer bis ins 19. Jh. bestehenden Truppengattung).
(E?)(L?) http://www.familysearch.org/
Ein Träger des Namens "Schwall" teilte mit, dass seine Vorfahren aus Frankreich vertriebene Hugenotten waren. Der Familienname soll auf frz. "Cheval" = "Pferd" zurückgehen.
Möglicherweise geht es auch auf das frz. "Chevalier" = "Ritter" von lat. "caballarius" = "Pferdeknecht" zurück und wurde radikal zu "Schwall" gekürzt.
Am 06.07.2004 erhielt ich einen weiteren Hinweis zu diesem Namen:
..., daß mein Nachnamensvetter sich die Sache mit seinem Nachnamen etwas einfach macht.
Erstens belehrt uns ein Blick in "www.famililysearch.org", in der Daten aus Kirchenbüchern voriger Jahrhunderte abgelegt worden sind, daß die "Schwalls" zu gut 90% katholisch sind. Zweitens wird der Name das erste Mal laut den Mormonendateien 1660 - also vor der Einwanderung der Hugenotten erwähnt.
Was die Bedeutung "chevalier" ( zu deutsch "Ritter") angeht, so bleibt die Frage, warum die Endung weggefallen ist und die Wurzel nicht "cheval" (frz. das "Pferd" - vergleichbar mit dem deutschen Namen "Roß" oder "Rössl") sein müßte.
Theorie Nr.2 zum Thema "Schwall" ist, daß es sich um eine mittelalterliche Anspielung auf Trink- oder Kommunikationsgewohnheiten handeln könnte.
Theorie Nr.3, die sich in einem der beiden Zentren der "Schwallerei" in Düngenheim/Eifel hält, ist folgende (das andere Zentrum ist erkennbar (Telefonverzeichnis + familysearch.org) in der südlichen Pfalz (Weinstrasse) und der Gegend um Karlsruhe herum zu sehen):
Irgendwann sei aus Südfrankreich oder Lothringen ein katholischer Pfarrer mit diesem Namen in diesen Eifelflecken (eine Gegend, die auch manchmal Rheinisch-Sibirien genannt wird) gekommen und da er von dem Kirchenbesitz an Grund und Boden habe leben müssen, habe er seine Brüder zur Bewirtschaftung der Kirchendomänen nachgeholt. Die hätten sich dann mit den Eifelmädchen so sehr fraternisiert, daß meine Tante erzählen kann, in den 1950ern habe ein gutes Drittel der Dorfschulklässler Schwall geheißen und auch der Dorffriedhof war in meiner Kindheit in den 80ern voll mit meinen Namensvettern.
Der Name, so stand einmal in einer Ausgabe der gelegentlich erscheinenden Dorfkirchenzeitung, käme vom altprovenzalischen "serval" (= der "Diener"). Tatsächlich sind die Schwalls dort häufiger etwas dunkelhäutiger und neigen zu mediteran schwarzen Haar und von protestantischen Schwalls hat in Düngenheim noch nie jemand etwas gehört und es würde auch keiner glauben, daß es so etwas gibt ...
Garantiert sind alle Träger dieses Nachnamens mit mir ganz entfernt verwandt - aber immerhin bringen sie es auf zusammen etwa 450 Einträge im deutschen Telefonbuch und in den USA gibt es auch nicht wenige.
(A: Michael Schwall)
Schwanenstecher (W3)
Hier wurde wahrscheinlich das "Schwein" zum "Schwan". Der "Schwanenstecher" war zwar ganz allgemein ein Tierkastrator, aber sein Spezialgebiet dürften die Schweine gewesen sein.
Die Namen, die in irgendeiner Form die Farbbezeichnung "schwarz" enthalten gehen vorwiegend auf die Haarfarbe eines Vorfahren zurück. Allerdings ist auch die Rückführung auf Ortsnamen "Schwarz" und "Schwartz" möglich.
Interessant ist, dass das "Schwarzpulver" seine Bezeichnung nicht seiner Farbe verdankt, sondern nach dem im 14.Jh. lebenden Mönch "Berthold Schwarz" benannt sein soll. Da er es angeblich erfunden hat, wurde es das "schwarz'sche Pulver" und dann kürzer das "Schwarzpulver" genannt.
Sehrbundt (W3)
(E?)(L?) http://www.sehrbundt.de/ahnen/
(E?)(L?) http://www.sehrbundt.de/ahnen/etymolog.html
Max Gottschald stellt seit der 3. Auflage seines Werkes "Deutsche Namenkunde" (Berlin 1954) den Namen "Sehrbunt" zu ahd. "saher" = "Riedgras", und zu "Bünd" = "abgesonderter Teil der Dorfflur". In dieser Interpretation wäre "Sehrbunt" also ein Teil der zu einem Dorf gehörenden Flur, der mit Riedgras bewachsen war.
Als Sprachen kann man wählen DE-FR-IT-UK.
Seidel, Siegfried (W3)
Der Familienname "Seidel" kommt vorwiegend in Sachsen, genauer in Westsachsen, dem Vogtland und den daran angrenzenden Gebieten vor. Der Name könnte mit dt. "Seidel" = "Trinkgefäß", "Flüssigkeitsmaß" in Verbindung stehen, aber auch auf den Rufnamen "Siegfried", althd. "sigu" = "Sieg" + "fridu" = "Friede", "Schutz" (daraus "Siefert", "Sievert", "Seifried", "Seffert", "Seufert", "Seyffarth", "Seyfer","Sigiko", "Sigizo", "Sigilo", "Sitto", "Sidilo") zurückgehen.
Der Name "Seidel" geht wahrscheinlich zurück auf "Siegfried", zunächst über "Sidel", "Siedel" (= Koseform für "Siegfried"), dann - durch Diphtongierung - "Seidel", anschließend Latinisierung in "Sidelius" und schließlich daraus gebildetem "Siedel".
Der dt. "Seidel" = "Bierglas", "Flüssigkeitsmaß", engl. "beer mug", geht zurück auf mhd. "sidel", "sidelin" und weiter auf lat. "situla" = "Eimer", "Kübel", "Weinkrug", auch "Losurne". Das daraus entstandene varaltete Hohlmaß schwankte zwischen 0,354l in Österreich und 0,535l in Bayern.
Entsprechend kann der Familienname "Seidel" auch als Berufsbezeichnung für den Hersteller von Seideln entstanden sein (mhd. "sdel").
Heinrich Seidel
Geboren am 25.6.1842 in Perlin (Mecklenburg); gestorben am 7.11.1906 in Großlichterfelde.
Seidel war der Sohn eines Pfarrers. Er studierte von 1860-1862 am Polytechnikum in Hannover, ab 1866 an der Gewerbeakademie in Berlin. Ab 1868 war er Ingenieur in einer Maschinenfabrik in Berlin. Seidel konstruierte als Ingenieur die Bedachung des Anhalter Bahnhofs. Seit 1880 lebte er als freier Schriftsteller und schilderte in Erzählungen die idyllischen Seiten des bürgerlichen Lebens.
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Seidel, Claudia - 2007 - Biochemie/Biotechnologie - Die Funktion des Tumorsuppressors RASSF1A mit besonderer Berücksichtigung der epigenetischen Inaktivierung in Weichteilsarkomen
Seidel, Naka - Studien an strukturellen Eigenschaften und zur Lösungsdynamik heterometallischer [2-(N, N-Dimethylaminomethyl)ferrocenyl]-Derivate ausgewählter divalenter Metalle
Seidel, Clemens Konstantin - 2006 - Medizin - Interzelluläre Heterogenität strahleninduzierten DNS-Schadens im Comet-Assay
Seidel, Thilo - 2003 - Medizin - Risikofaktoren von Harnblasenkarzinompatienten aus einer Industrieregion in Sachsen-Anhalt
Werner Seifert
Den promovierten Betriebswirt führte seine Laufbahn zunächst ins Management des Unternehmensberaters "McKinsey" und der "Schweizer Rück". In den Jahren 1993 bis 2005 sorgte Werner G. Seifert als Vorstandschef der "Deutschen Börse AG" im Zeichen zunehmender Globalisierung der Finanzmärkte für die internationale Konkurrenzfähigkeit des Frankfurter Unternehmens. Neben seiner Tätigkeit in der freien Wirtschaft wirkte Seifert 1996 auch als Dozent an der "European Business School" in Oestrich-Winkel. 2000 verlieh man ihm dort eine Honorarprofessur...
Seifert
Beitragstitel: Lipsi: Der "Lipsi Nr. 1" mit neuen Tanzschritten
Beschreibung: Leipzig/DDR, 1959 - René Dubianski komponierte den Lipsi Nr. 1, das Tanz- und Ehepaar Seifert choreografierte dazu die entsprechenden Tanzschritte, die in Leipzig begeistert aufgenommen werden. ...
Seifert, Ake
Beschreibung: St. Moritz, Schweiz, 1948 - Olympische Spiele in St. Moritz. ...
Semar (W3)
Der Familienname "Semar" geht zurück auf den Namen frz. "Sémar" und ist eine Zusammenziehung von frz. "Saint Marc".
(E?)(L?) http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2122104_REF_SPC2111702,00.html
Die Herkunft des Namens "Sensenhauer" dürfte auf einen Beruf zurückgehen, der dem Sensenschmied entspricht.
Der Name "Sensenhauser" ist nicht ganz genau festlegbar. Es könnte sich um eine Variante von "Sensenhauer" handeln. Möglich wäre aber auch ein Bezug zum "Sensenhaus" = "Haus, in dem Sensen aufbewahrt werden" oder zu einem Ort "Sensenhaus" bei Köln.
Der Ortsname dürfte dabei wohl auf ein ehemaliges "Sensenhaus" zurück gehen.
Siedel, Sidelius (W3)
Der Name "Siedel" geht wahrscheinlich zurück auf "Siegfried", zunächst über "Sidel", "Siedel" (= Koseform für "Siegfried"), dann - durch Diphtongierung - "Seidel", anschließend Latinisierung in "Sidelius" und schließlich daraus gebildetem "Siedel".
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Jürgen Udolph, Deutschlands einziger Professor für Namenforschung, hat reihenweise Namen von Prominenten entschlüsselt.
Jürgen Udolph, 62, ist Professor für Onomastik an der Universität Leipzig. Der Namenforscher hat alle Hände voll zu tun: Täglich erreichen ihn Dutzende, mitunter Hunderte von Mails von Menschen, die über die Herkunft ihres Namens rätseln. Vielen SPIEGEL-ONLINE-Lesern konnte er bereits helfen und verfolgte ihre familiären Wurzeln kreuz und quer durch Europa.
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Ein Schlächter und ein Ackerer in der Abwehr
Wackelt die deutsche Hintermannschaft auch gegen Polen? Glaubt man der Onomastik, dann müssten sich die gegnerischen Stürmer eher fürchten: Jürgen Udolph, Professor für Namenforschung, ist Nationalkicker-Namen auf den Grund gegangen.
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Der grausame Wüterich
Namenforscher Jürgen Udolph hat reihenweise Namen von berühmten Menschen entschlüsselt - darunter auch die Familiennamen von Nazi-Massenmördern, von großen Ganoven und kleinen Gaunern.
Spitzname (W3)
("Spitzname" ist der "Uzname" oder "Beiname")
Das uralte Wort "spitz" liegt dem "Spitznamen" zugrunde. Es rührt vom "Spieß", der "Spitze" her und hat eine indoeuropäische Wurzel. Das Adjektiv "spitz" in der Bedeutung von "verletzend" ("spitze Zunge", "spitze Worte") ist im Zusammenhang mit dem "Namen" der "Schlüssel zur Entschlüsselung“ des "Spitznamen". Ursprünglich war es also ein Name, der "verletzen", beleidigen sollte. Heute ist seine Verwendung nur mehr in harmloser, weniger spitzer Form üblich.
(A: gaed)
Ihr seid verliebt, aber zu unkreativ um alleine vom ewigen "Schatz" wegzukommen? Oder wollt einfach mal wissen, wie sich andere Paare so nennen? Dann seid ihr hier genau richtig!
Diese Seite widmet sich einzig und allein einem Thema: den Kosenamen.
Zur Zeit sind bereits 1965 verschiedene Kosenamen in der Datenbank vorhanden! Einige davon sind Standardnamen, andere eher ungewöhnliche Exemplare, wieder andere sind nur zusammengesetzt, aber eins sind sie alle: einzigartig.
Familiennamen sind oft wie heiteres Beruferaten. Weiß man doch schnell, womit wohl die Vorfahren der Webers, Gerbers, Jägers, Schneiders beschäftigt waren. Aber wie sieht es zum Beispiel mit Beyer oder Berger aus? SR 3 Saarlandwelle forscht mit Unterstützung zweier Experten nach der Bedeutung von Familiennamen.
Dr. Christa Jochum-Godglück (cjg) und Andreas Schorr (as) (M.A.) - Sprachhistoriker, Mittelalter-Experten und Literaturwissenschaftler an der Universität des Saarlandes - verfolgen die Namen bis zu ihren Ursprüngen zurück.
In den "Bunten Funkminuten" von SR 3 Saarlandwelle unterhält sich Bernhard Stigulinsky regelmäßig mit einem der beiden über ausgewählte Familiennamen.
Andreas Schorr (M.A.) Start der Reihe war am 29. Januar 2008. Seitdem heißt es vierzehntägig immer dienstags zwischen 9.30 und 10.00 Uhr in den Bunten Funkminuten: "Dem Namen auf der Spur!"
Eine lange Liste von Namen und ihren Erklärungen ist so inzwischen schon zusammen gekommen. Nachzulesen hier!
Wenn Sie gerne einen Namen erklärt haben möchten: Schreiben Sie uns. [mehr]
(E?)(L1) http://christoph.stoepel.net/Geogen.aspx
Ein Spitzenangebot.
Es gibt zwar keine etymologischen Erklärungen zu den Namen, aber die Verbreitungskarten sind ein erster Schritt für weitere Aktivitäten bei der Suche nach der Herkunft von Familiennamen.
Hier können Sie kostenlos Landkarten über die Verbreitung von Familiennamen erstellen. Weiterführende Beispieldeutungen finden Sie in Professor Udolphs Buch der Namen.
Geogen steht für "geographische Genealogie", was so viel bedeutet wie ortsbezogene Ahnenforschung. Auf dieser Seite können Sie Landkarten über die Verbreitung von Familiennamen in Deutschland und Österreich erstellen. Besonders auffällige Konzentrationen können auf den Ursprungsort des Namens oder der Familie hindeuten.
Geben Sie im oberen Feld den Nachnamen ein und klicken Sie auf »Kartieren«. Doppelnamen werden nicht unterstützt. Deutsche Sonderzeichen werden nicht gesondert behandelt d.h. Müller ist etwas anderes als Mueller und Weiß ist auch nicht gleich Weiss.
Nach Ihrer Abfrage liegen die Rohdaten für einige Minuten im Arbeitsspeicher des Servers und können nur mit dem Cookie, der an Ihren Rechner übertragen wurde, abgerufen werden. Es wird immer nur die letzte Abfrage gespeichert, Sie können also nicht mit der "Zurück" Taste Ihres Browsers zu einem vorher recherchierten Nachnamen wechseln.
Die hier erstellten Karten unterliegen der Creative Common Lizenz Namensnennung- NichtKommerziell- Weitergabe unter gleichen Bedingungen, d.h. Sie dürfen die Karten beliebig verändern und weitergeben, solange die Verwendung nicht kommerziell und unter Beibehaltung der Copyright-Hinweise erfolgt. (Für eine kommerzielle CC-BY-SA Freigabe bitte per Mail anfragen. Die ausdrückliche Erlaubnis gibts für fast alle Arten von Arbeiten.)
In einer Fernsehsendung (ZDF ?) hörte ich am 17.09.2003 den Hinweis (von Manfred Stolpe), dass der Name "Stolpe" nicht auf "stolpern" zurückgeht sondern auf (wendisch) "Stalipa" = "Säule".
Der "Stolpe" ist also so etwas wie der "Fels in der Brandung".
Der Familienname "Strobel" geht zurück auf ein mhd. "strup" = "ungekämmt", "zerzaust", "struppig" zurück und ist verwandt mit dem "Struwwelpeter" und mit dem "Strubbelkopf".
(E?)(L?) http://www.bkn.de/
BKN Strobel, Pinneberg, ist eine der europaweit führenden Sortimentsbaumschulen im Bereich der Containerpflanzen und Rosen, sowohl im Freiland als auch im Container.
"Strobel": German nickname that is derived from "Straub", which comes from Middle High German "strup" = "rough", and was given to the "shock-headed man" for his hair style.
"STROBEL", "schopf; wirres, krauses"; zu "strobeln" = "sich sträuben". in den modernen mundarten lebendig, auch als "strubel", "strowel", "struwel"; im älteren nhd. selten bezeugt. auch im kompositum, in einer inschrift der Römerzeit: "strubiloscalleo" weiblicher personenname "die kraushaarige", "strobelköpfige".
"GESTROBELT" = "struppig", zu "strobeln", "struppig sein" oder "struppig machen", ahd. "stropalôn": kummt Vulcanus in einem gestrobelten haar und bart. J. AYRER ritterorden podagra p. 31b; noch bair. "gstrobelte haar" SCHM., vgl. "strobelkopf" ebenda, "strobelkopfigt" Simpl. 1, 33, 5 Kurz, der "Struwelpeter", sowie "gestrub".
Stull, stullan (W3)
Der Name "Stull" könnte auf ndl., ostfries. "stul" = "Brocken", "Klumpen" zurück gehen (verwandt mit "Stollen", vgl. "Christstollen").
Aus dem ide. "*stelnu-", "*stel-" = "stellen", "aufstellen", "einrichten", "errichten", "stehen" hat sich eine größere Familie entwickelt. Unter den Familienangehörigen findet man etwa engl. "stalk", = dt. "Stengel", "Stiel", "Halm", engl. "stall" = dt. "(Verkaufs)Stand", griech. "stele" und die daraus ins Deutsche übernommene "Stele" = "Platte", "Säule", "Pfosten", den mit "Pfosten" abgestützten dt. "Stollen" im Bergbau, aber auch dt. "still" = "ruhig", das auf die Bedeutung "stehen", "stellen" zurück geht. Die Aussage "still stehen" ist demnach also ein weisser Schimmel" und könnte auch "still still" oder "stehen stehen" lauten. Ja und dann findet man auch die Formen "Stull", "Stulle", Stullen" im Sinne von "(Fest)stehendes" = "Broken". Auch der "Stall" als "errichteter Raum", "(Ruhe)stelle" gehört in diese Familie.
Natürlich kann der Name "Stull" dennoch eine andere Geschichte haben, aber dieser Bedeutungshintergrund ist zumindest nahe liegend.
Engl. "stull" = "Holzpfahl" gehört auch in die große Familie "Stull".
Prof. Dr. phil. Jürgen Udolph ist Professor für Onomastik (Namenforschung) an der Universität Leipzig. Dem bekanntesten Namensforscher Deutschland ist es gelungen, aus einem verstaubten Nebenfach der Geschichte eine lebendige Wissenschaft zu machen.
Ab 2. Januar wird er in SWR1 jeden Vormittag unseren Hörern die Herkunft ihrer Familien-Namen erklären. Das wird auch für ihn spannend, denn: „In Deutschland gibt es rund eine Million Namen, und rund 100 000 können wir nicht sofort erklären“.
Vor zwei Jahren schrieb er "Professor Udolphs Buch der Namen". Darin erklärt der Wissenschaftler mehr und weniger prominente Namen und gibt auch Anleitung, wie man lernen kann, den eigenen Namen zu deuten.
In SWR 1 Leute wird er am Sonntag erzählen, warum er eigentlich ein „Wolf im Schafspelz“ ist, und warum ihn vor allem Orts- und Gewässernamen interessieren.
Es sprudelt nur so aus ihm heraus: "Schimmelpfennig" war ein Geizhals, also jemand, der das Geld solange behielt, bis es regelrecht schimmelig wurde. Namenforschung ist so ungeheuer spannend! Professor Jürgen Udolph, Slawist an der Universität Leipzig, und übrigens der einzige Lehrstuhlinhaber Deutschlands für Namenforschung ("Onomastik"), ist hörbar begeistert von seinem Fachgebiet und begeistert damit auch andere.
Den Ursprung seiner Passion kann er auf ein ganz genaues Datum zurückführen: den 20. Januar 1970, als sein akademischer Lehrer ihn ermunterte, über Namen zu arbeiten. Was mit slawischen Flussnamen begann, steigerte sich schnell zu einem umfassenden Wissensgebiet, das in der Öffentlichkeit auf breites Interesse stößt.
Namen erzählen Geschichten - welchen Ursprung haben denn die meisten Namen?
Es gibt vier Gruppen. Zum einen "Alte Vornamen", "Berufe" wie "Schneider", "Müller" usw., "Herkunftsnamen" - also Herr "Merseburger" kommt aus Merseburg und es gibt sog. "Über-Namen", die etwas über eine Person aussagen. Herr "Braun" hatte ursprünglich braune Haare oder der Ahne der Fußballerin Renate "Lingor" z.B. hatte etwas mit seinem linken Ohr.
Sind Sie nicht auch neugierig, woher Ihr Name kommt?
Probieren Sie’s aus. Füllen Sie dafür das Formular auf dieser Seite aus und schicken es an unsere Redaktion. Dann erfahren Sie von Montag bis Freitag in unserer Sendung SWR1 "Der Vormittag", was Ihr Name bedeutet! Die letzten 5 Namen können Sie dann auch immer auf dieser Seite noch einmal nachhören!
Den Namenforscher als Podcast abonieren
Namenforscher - Professor Dr. Jürgen Udolph
Täglich in SWR1 "Der Vormittag" zwischen 9 und 12 Uhr wird die Herkunft eines Familiennamens erklärt.
Freitag, 18. Juli 2008, 09:59:09 | rp@swr1.de (SWR1)
Bei so einem Namen wird man direkt neugierig, was sich dahinter verbirgt. Und heute wird es botanisch und ausgesprochen giftig....214299.6444m.mp3
Der Name "Cordel"
Donnerstag, 17. Juli 2008, 12:00:01 | rp@swr1.de (SWR1)
Mit der Schnur hat des Name schon mal nix zu tun, sondern mit dem Ortsnamen! Und die Bedeutung ist richtig spannend - wir reisen erst mal ins Mittelalter!214129.6444m.mp3
Der Name "Kussmann"
Mittwoch, 16. Juli 2008, 11:00:19 | rp@swr1.de (Murawka)
ieser Mann kann Küssen. Oder vielleicht doch nicht? Ob Herr Kussmanns Name mit seinen Lippen zu tun hat, klärt der Namensforscher nun auf.213865.6444m.mp3
Der Name "Schachtschabel"
Dienstag, 15. Juli 2008, 11:28:16 | rp@swr1.de (Murawka)
Eine kleine Überraschung hat der Namenforscher angekündigt. Etwa Schacht und Schnabel? Weit gefehlt. Heute werden wir zum Schach geführt...213643.6444m.mp3
Der Name "Struppel"
Montag, 14. Juli 2008, 11:47:21 | rp@swr1.de (Murawka)
Dieser Name ist unheimlich selten, deswegen wird nach Strupp geforscht. Plötzlich ist der Struwwelpeter nicht weit...213470.6444m.mp3
T
Tavernier (W3)
Der Familienname "Tavernier" geht zurück auf den Namen frz. "Tavernier" = dt. "Schankwirt" und basiert auf lat. "tabernarius".
Der Familienname "Thieme", "Thiem" geht auf den Namen "Thiedmar", bzw. "Dietmar" zurück. Dieser setzt sich zusammen aus "thiot" = "Volk" und "mari" = "bekannt", "berühmt", "angesehen". Der "Thiedmar" war also beim Volk angesehen.
(E?)(L?) http://www.t-info.de/
In der linken Spalte: Namen eingeben und "Familiennamenlexikon" markieren.
Leider funktioniert es nicht korrekt.
Toussaint (W3)
Der Familienname "Toussaint" (auch zu "Tossan", "Tüssing", "Dässing" verballhornt) geht zurück auf den Namen frz. "Toussaint" = dt. "Allerheiligen" (lat. "Tossanus") vielleicht einst jemand, der an diesem Festtag geboren wurde.
Der als weiblicher Vorname und als Familienname vorkommende "Tulla" soll sich zusammensetzen aus "Sankt" und einer verkürzung von "Ursula" = "kleine Bärin". Mit dem Bezirk in Jemen dürfte der Name nichts zu tun haben.
"Tulla",
1) Bezirk in der Landschaft Jemen des Landes Arabien, gebirgig durch den Schebel Schahara und Schebel Scherif, beherrscht von mehreren unabhängigen Fürsten.
2) Hauptort in derselben Landschaft, eine Stadt mit einem Castell.
Tussi (W3)
Die eher abwertend wirkende "Tussi" soll auf "Thusnelda" zurückgehen, die Gemahlin des germanischen Freiheitskämpfers Arminius. Vor 2000 Jahren wurde sie nach Rom verschleppt.
U
Uni Leipzig
Namenkunde
Onomastik
Namenberatungsstelle
Die Namenberatungsstelle an der Universität Leipzig ist weltweit der renommierteste Anbieter wissenschaftlicher Namenanalysen.
Sie erhalten von uns schriftliche oder mündliche Auskünfte zur Herkunft und Bedeutung von Namen. Wir erforschen sowohl Personennamen (Vor- und Familiennamen) als auch Lokalnamen (Ortsnamen, Örtlichkeitsnamen, Flurnamen, Straßennamen, Gewässernamen). Darüber hinaus stehen wir Ihnen in allen anderen Fragen rund um Namen beratend zur Seite.
Vornamen | Familiennamen | kurze Übersicht | hoch-/niederdeutsch | slawische Namen | andere fremde Namen | Beispieldeutungen | Toponyme | Ortsnamen in Deutschland | Gewässernamen | Flurnamen | Indogermanistik | Beispieldeutungen
Der Fachbereich "Namenkunde" ("Onomastik") ist dem Institut für Slavistik der Universität Leipzig angegliedert. Diese Seite soll nicht zur "Studienberatung" dienen (siehe dazu Studium der Onomastik), sondern soll allen, die sich in verschiedener Weise für Namen interessieren, als Plattform zur Verfügung stehen. Unser Ziel ist es, auf wissenschaftlicher Basis über die verschiedenen Namenformen zu informieren und vielleicht damit auch zur Diskussion anzuregen.
Auf dieser Seite werden Sie zum größten Teil wissenschaftliche Artikel und Aufsätze finden, die sich mit den unterschiedlichen Themen der Namenforschung befassen.
Für Interessierte besteht die Möglichkeit, über e-Mail verschiedene Auskünfte zu erhalten. Füllen sie dazu einfach das bereitstehende Kontaktformular aus. Um sich untereinander über Ihre Erfahrungen mit Namen auszutauschen, steht Ihnen außerdem ein Gästebuch zur Verfügung. Wir hoffen, mit dieser Seite auf das Studienfach Onomastik und natürlich auf die Namenkunde als Wissenschaft aufmerksam machen zu können, diesen Zweig der Sprachwissenschaft einer breiten, interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Vornamen
Familiennamen: kurze Übersicht | hoch-/niederdeutsch | slawische Namen | andere fremde Namen | Beispieldeutungen
Toponyme: Ortsnamen in Deutschland | Gewässernamen | Flurnamen | Indogermanistik | Beispieldeutungen
Die Familiennamen sind der einzige Bereich der europäischen Sprachen, der in seiner ausgeprägten räumlichen Vielfalt noch höchst unzureichend erfasst ist.
Noch sind die geschichtlich gewachsenen Namenlandschaften in erstaunlicher Stabilität erhalten.
Sie sollen im Bereich der Bundesrepublik Deutschland auf der Basis von Telefonanschlüssen anhand systematisch ermittelter und durch repräsentative Beispiele abgedeckter Themenkomplexe analysiert und die Ergebnisse in einem vierbändigen Atlas mit ca. 970 kommentierten Karten dargestellt werden.
Philologischen Interessen wird durch einen grammatischen Teil (Bde. 1 und 2: Graphematik, Phonematik, Syntagmatik der Namen) Rechnung getragen, kulturhistorischen durch einen lexikalischen Teil (Bde. 3 und 4), der jeweils den spezifischen Aussagewert der fünf unterschiedlich motivierten Familiennamenklassen (aus Rufnamen, nach Herkunft, Wohnstätte, Beruf, körperlichen oder charakterlichen Merkmalen) berücksichtigt.
Dadurch wird die Namenforschung erstmals auf ein tragfähiges Fundament rezenter Daten gestellt, das die Überprüfung alter und besonders die Entwicklung neuer Fragestellungen ermöglicht; ferner wird - da Namen sich gegenüber anderen Sprachbereichen retardiert entwickeln - eine erstrangige Quelle für die Sprachgeschichte, des Weiteren ein hilfswissenschaftliches Instrument für Fächer von der Kirchen- und Sozialgeschichte über die Siedlungs- und Migrationsforschung bis zur Genetik bereitgestellt.
uzen, Uzname, sekkieren, sekkant (W3)
Hier kann nur vermutet werden. "Uz" ist die südwestdeutsche Koseform des Namens "Ulrich". Dieses "Uz" wurde für jemanden gebraucht, den man verächtlich machte, verspottete. Seit etwa dem 16. Jh. ist das Verb "uzen" als "hänseln", "necken" bekannt.
Im Österreichischen gibt es übrigens ein gleichbedeutendes Verb, das "sekkieren" heißt, zudem ein Adjektiv "sekkant". Es dürfte vom ital. "seccare" = "stören", "nerven" kommen.
(A: gaed)
V
Valdenaire (W3)
Der Familienname "Valdenaire" soll sich zwar in französischer Manier zeigen, jedoch auf mhd. "waldenaere", "waldnaere" = dt. "Waldner", "Waldbewohner", "Einsiedler" zurück gehen.
Dt. "Valentina" taucht in der Literatur um das Jahr 1770 auf.
Erstellt: 2011-02
Vogt (W3)
Der "Vogt" war ein lateinischer "Advocatus".
von (D), van (NL) - in Namen (W3)
The German and Dutch forms have the same meaning: "from". It originally meant someone from a certain place, that's all. It certainly did not originally indicate knighthood, peerage, or nobility. In Germany, "von" was used at one time by people from all classes, but as the common folk used it less and less, "von" became nearly restricted to and associated with nobility. Therefore, in German, "von" became a marker of nobility.
However, this change did not occur in Dutch. Dick van Dyke's ancestor, for example, was not the duke of dyke. He simply was the fellow who lived near the dyke.
I have also heard that a man had to pay a sum for the addition to his name. However, besides the fact that this does not have the ring of truth to it, I, in my hundreds and hundreds of hours spent in genealogical research, have never been able to substantiate this. No, no one had to purchase the the preposition in The Netherlands or Germany.
Die Vornamen haben eine weit längere Geschichte und dokumentieren durch ihre Herkunft unsere jüdisch - christlich - griechisch - lateinisch - germanische Tradition: von Adam („Mensch”) und Eva („Leben”) über Paul („der Kleine”) und Katharina („die Reine”), über Felix („der Glückliche”) und Beate („die Selige”) bis zu Lambert („der im Lande Glänzende”) und Adelheid („von edler Art”).
Im Gegensatz dazu hat bei der Entstehung des Wortes deutsch die Sprache eine entscheidende Rolle gespielt: Die ersten Belege für das mlat. Wort theodiscus beziehen sich auf Sprache:
¨ tam latine quam theodisce (bei Georg von Ostia und Amiens 786)
¨ quod theodisca lingua harisliz dicitur (788, nach Akten des Ingelheimer Reichstags) u.a.
Das entsprechende ahd. "diutisk" läßt sich in schriftlichen Zeugnissen bis gegen 900 zurückverfolgen und ist abzuleiten aus einem westfr. *theudisk mit der Bedeutung „zum eigenen Stamm gehörig”, das als Gegensatz zu walhisk = „welsch” vor 700 an der sich herausbildenden deutsch-französischen Sprachgrenze entstanden sein muß. Die Anbindung an lat. "teutonicus", dessen Bedeutung sich vom klassischen Latein (teutonicus - „gallisch”) zum Mittellatein (teutonicus = „deutsch”) gewandelt hat, verhalf dem Wort zu einer historischen Dimension.
„Fuchs” (ursprünglich „der Geschwänzte” zu aind. pucchah- = „Schwanz”) hat als „verhüllende” Bezeichnung im Germanischen das indoeuropäische Wort verdrängt, das in griech. "alopex" und lat. "vulpes" erhalten geblieben ist.
Das Wort Heuschreck(e) ist von dem heutigen Sprachteilhaber in seiner Etymologie unverständlich geworden, weil beide Bestandteile der Zusammensetzung ihre Bedeutung verändert haben: Heu von „gemähtes Gras” zu „getrocknetes Gras”, (er-)schrecken von „aufspringen” zu „in Schrecken geraten”. Mundartliche Neubildungen wie Grashüpfer reaktivieren also nur den alten sprachlichen Zugriff.
vornamen
Vornamen A - Z
(E3)(L6) http://www.vornamen.com/
Ein Besucher des Etymologie-Portals machte mich am 05.06.2004 darauf aufmerksam, dass diese Site die Sicht auf die Inhalte erst nach der Installation eines Programms ermöglicht (diese Programme kennt man auch unter dem Begriff "Dialer"). Was dies auch immer sein mag, es macht auf mich keinen guten Eindruck. Ich habe den Link deshalb entfernt und lediglich die Adresse zur Information beibehalten (falls Sie sich davon nicht abschrecken lassen).
Hier noch der Hinweis von Herrn C. S.:
Bitte schauen Sie doch mal wieder auf vornamen.com und wählen Sie dann eine Option, aber geben Sie bitte nicht OK ein ohne vorher zumindest die ANBIERTERINFORMATIONEN gelesen zu haben - vielleicht finden Sie es dann gar nicht mehr so gut, dorthin zu verlinken ...
Vielen Dank für den Hinweis.
Dennoch hier die inhaltliche Information zur Web-Site:
Über 5.000 Vornamen und Namenstage in englischer und französischer Sprache mit Herkunft und Bedeutung.
Namenlisten alphabetisch geordnet, mit kurzen Hinweisen zur Bedeutung.
Dazu " Alles rund ums Thema Vornamen": links | forum | wochenliebling | top ten | namenstag | regeln
auch Englisch und Französisch
Dazu ein Special mit:
Griechische Vornamen
Türkische Vornamen
Französische Vornamen
Bündner Vornamen
vornamen
Vornamen-Liste
(E?)(L?) http://vornamen.info/
Auf der Website von Spiros Angelis werden Listen mit weiblichen und männlichen Vornamen, nach Geschlecht und Anfangsbuchstaben sortiert, angeboten.
(E?)(L?) http://www.vornamenlexikon.de/
Kurzangaben zu Herkunft und Bedeutung von Vornamen und ihren Nebenformen.
Wie soll ich mein Kind nennen?
Was bedeutet mein eigener Name?
Herkunft und Bedeutung von derzeit 2.499 hauptsächlich deutschen Vornamen;
Amerigo Vespucci - der Mann, der Amerika seinen Namen gab
Eine Automarke wurde 100
Wie Mercedes zu seinen Namen kam
Gustav Klimt: Ein Maler, der die Frauen künstlerisch verewigte
Joseph von Fraunhofer - Namenspatron der Fraunhofer Gesellschaft
Neuer Dinosaurier mit berühmtem Namen
Warum war Vespucci Namensgeber für den neu entdeckten Kontinent?
Wie sind die Familiennamen entstanden?
Woher bekommen Vulkane ihre Namen?
Woher hat der Hai seinen Namen?
Woher hat die Schwarze Witwe ihren Namen?
Weinand
Weinhand
Wienandt (W3)
Die Familiennamen "Weinand", "Weinhand", "Wienandt", sind Umformungen des altdeutschen Personennamens "Winand", dem "Wignand" zu Grunde liegt und der "kampfkühn" bedeutet (und der sich zusammensetzt aus ahd. "wig" = "Kampf", "Krieg" und ahd. "nand" = "kühn", "wagemutig", vgl. ahd. "nenden" = "wagen").
Der Name "Wessiepe" leitet sich von der Flurbezeichnung "Siepen" ab. In der mittelniederdeutschen Sprache wird damit ein "kleiner (tröpfelnder) Bach" bezeichnet. Wie man noch heute aus dem Vorkommen von Strassen- und Ortsnamen mit dem Bestandteil "siepe" erschließen kann (s. Abb.), ist die Verwendung als Flurname regional begrenzt und erstreckt sich vor allem auf das Bergische Land sowie das Sauerland.
Im Namen "Wessiepe" lässt sich das Bestimmungswort "Wes" zum Grundwort "Siepen" nicht allein aus dem Namen erschliessen. Und auch die auftretenden Namensvarianten "Westsiepen", "Wesiepe" oder "Wersiepe" können nur als Anhaltspunkt dienen, da sich diese Namensgebungen erst im 19. Jahrhundert nachweisen lassen, wohingegen der Name "Wessiepe" bis ins 18. Jahrhundert zurück belegt ist. Fest steht aber auch, dass die Bezeichnungen "Wesiepe" und "Wersiepe" zum Teil synonym mit "Wessiepe" verwendet worden sind.
...
Vornamen: Globalisierung und Internationalisierung
Vornamen: Namenmoden und ihre Auslöser
Vornamen: Namensrecht
(E?)(L1) http://www20.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=PS_W_S_Special_1
Vornamen damals und heute: Hitliste der Vornamen; Von Siegwart zu Kevin; Allerweltsnamen; was Vornamen-Charts über die Gesellschaft verraten; Wissenswertes über Namenmoden; Globalisierung der Namen; Sippen & Sitten; Name und Tabu; Glaube & Aberglaube; Herkunft und Bedeutung deutscher Rufnamen; Vornamenlexikon; Namensrecht; Namenkunde;
Wockenfuss (W3)
Nach "Bahlow" Ist mnd. "Wocke" = "Spindel", demnach entspricht der Name "Spindelfuss". Der Name dürfte also von einem Hersteller oder Nutzer von Spindel(-füssen) ausgehen oder jemandem zugeordent worden sein, dessen Fuss eben einem Spindelfuss entsprach. (Wobei ich bis jetzt keine Vorstellung habe, ob dieser nun extrem dick oder extrem dünn war/ist. In Anlehnung an "spindeldürr" würde ich jedoch vermuten, dass es jemand mit einem sehr grazilen Fuss war.
Woeckener, Wöckener, Wöckner (W3)
Der "Wöckener" oder "Wöckner" war kein schwangerer "Wöchner" sondern ein "Wucherer" (von mnd. "wokener" = "Wucherer").
Wohlgemuth (W3)
Dt. "wohlgemuth" geht zurück auf mhd. "wolgemuot" = dt. "hochsinnig", "edel". Heute ist "wohlgemuth" fast nur noch in dichterischen Umgebungen zu finden. Am ehesten ist "wohlgemuth" noch in Familiennamen in unterschiedlichen Formen wie "Wohlgemuth" und "Wohlgemut" zu finden. Ein erster Hinweis auf den Familiennamen findet sich mit dem Nürnberger "Conrat Wolgmut" im Jahr 1360. Auch als Pflanzenname ist "Wohlgemuth" noch zu finden.
Adelung schreibt dazu:
"Wohlgemuth", adj. et adv. "gutes Muthes", "aufgeräumt", "vergnügt". "Wohlgemuth seyn". Ein wohlgemuther Mann. Da die letzte Hälfte dieses Wortes als ein Bestimmungswort längst veraltet ist, so ist auch "wohlgemuth" nicht mehr üblich, indessen kommt es noch bey den Schwäbischen Dichtern häufig vor.
Der "Wohlgemuth", des -es, plur. inus. ein Nahme des gemeinen "Dostens", "Origanum vulgare Linn." vielleicht wegen seines angenehmen Geruches und gewürzhaften Geschmackes. An einigen Orten führet auch der Borrago diesen Nahmen.
Dt. "wohlgemuth" taucht in der Literatur um das Jahr 1780 auf.
Erstellt: 2011-09
Wowereit (W3)
"Wowereit" war ein litauisches Eichhörnchen.
X
Y
Z
Zachmann (W3)
(E?)(L?) http://www.gutefrage.net./frage/woher-kommt-der-familienname-zachmann
Der Familienname "Zachmann" basiert auf dem mhd. "zach" = "Hab und Gut" ("Sache"). Die "Zachleute" waren demnach Menschen, die so wenig hatten, dass sie ihre "Sachen" in einem Bündel ("zach bündeln") mit sich nehmen konnten. Der "Zachmann" stammt also von einem "Obdachlosen" ab.
...
Ursprung in Herkunft oder Beruf
"Jeder deutsche Familienname lässt sich in eine der folgenden fünf Gruppen einteilen", sagt Udolph:
Rufnamen wie Gerhard oder Herrmann
Herkunftsnamen, die oft auf -er enden wie Merseburger
Wohnstättennamen: So wohnte eine Person namens "Brückner" in der Nähe einer Brücke oder ein Herr "Reisenbüchler" an einem mit Reisig bewachsenen Hügel.
Übernahmen beziehen sich auf den Charakter wie Fuchs für einen listigen Menschen oder Weiß, Braun oder Schwarzkopf für äußere Merkmale.
Besonders häufig sind Namen, die auf Berufsbezeichnungen zurückgehen wie Müller oder unbekanntere wie "Nonnenmacher" ("eine Person, die Tiere kastrierte").
"Feldbusch", "Westerwelle", "Gottschalk" - Namen, die ganz Deutschland kennt und nennt. Doch woher stammen sie? Was bedeuten sie? Und sind "Meier", "Schulze, "Schmidt" möglicherweise nicht genauso interessant? Johannes B. Kerner begab sich zusammen mit Jürgen Udolph, Professor für Namensforschung, auf Spurensuche.
letzte Sendung: Donnerstag, den 09.03.2006 20:15 Uhr
zooplus
Namen für Ihr Haustier
(E?)(L?) http://www.zooplus.de/name.asp
Morle, Waldi, Mausi oder doch lieber Xeres, Pavarotti oder Chico?
Für alle, die für Ihren Liebling einen ausgefallenen Namen suchen, haben wir fast 2.500 Namen zusammengestellt. Einige der Namen eigenen sich zwar besonders gut für eine bestimmte Tiergattung, aber wir haben keine Unterscheidung getroffen. Letztendlich entscheidet Ihr persönlicher Geschmack, ob Sie Ihr Zwergkaninchen "Terminator" oder lieber "Elvis" nennen wollen.
Zwirn (W3)
Der Herr "Zwirn" verdiente einmal sein Geld mit der Schneiderei.
Bücher zur Kategorie:
Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Namen, Noms, Names
Polska, Atlas drogowy, 1 : 200.000, Warszawa 1998.
A.F. Pott, Die Personennamen, insbesondere die Familiennamen und ihre Entstehungsarten; auch unter Berücksichtigung der Ortsnamen, 2. Ausgabe, Nachdruck Schaan 1982.
S. Rospond, Slownik nazw geograficznych Polski zachodniej i pónocnej, Wroclaw-Warszawa 1951.
K. Rymut, Nazwiska Polaków, Bd. 1-2, Kraków 1999-2001.
A. Schimmel, Von Ali bis Zahra, 2. Aufl., München 1995.
E. Schwarz, Sudetendeutsche Familiennamen des 15. und 16. Jahrhunderts, München 1973.
R. Simek, St. Mikulášek, Kleines Lexikon der tschechischen Familiennamen in Österreich, Wien 1995.
A. Socin, Mittelhochdeutsches Namenbuch, Nachdruck Hildesheim 1966.
J. Svoboda, Staroceská osobní jména a naše príjmení, Praha 1964.
A. Tressel, Ungarische Familiennamen im deutschen Sprachgebiet, Saarbrücken 2002.
Bern et al.: Lang, 1985
(= Germanistische Lehrbuchsammlung. Bd. 21)
Beilage zu den Arbeiten der Reihe Deutsch-slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte
Hrsg. v. Th. Frings u. R. Fischer
Halle/Saale: Niemeyer, 1957
Brechenmacher, Josef Karlmann
Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen
Seit langem ist Reclams Namensbuch ein verlässlicher Ratgeber und Helfer, wenn es darum geht, die Bedeutung von Vornamen zu erklären: Woher kommen sie? Worauf spielen sie an? Die Neuausgabe wurde um mehrere hundert Neueinträge ergänzt, die einleitenden Kapitel über die Geschichte der Namenforschung völlig neu verfasst.
Digitale Bibl. DB000124
Kunze, Konrad
Atlas Namenkunde
Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet
Mit 125 Abbildungsseiten in Farbe
Grafiker Hans-Joachim Paul
Namen machen den größten Teil unseres Wortschatzes aus. Dieser Atlas führt einerseits systematisch in die Namenkunde ein, indem er einen Überblick über Entstehung, Geschichte und Bedeutung der Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet, über ihren Gebrauch im Alltag und ihre Auswertung in verschiedenen Wissenschaften sowie über die damit verbundenen Probleme und Methoden vermittelt. Andererseits kommt er dem persönlichen Interesse an einzelnen Namen durch eine Fülle von Beispielen entgegen. Das Register erschließt die ca. 9.000 besprochenen Namen und lässt sich als Namenslexikon nutzen.
Prof. Dr. Konrad Kunze, geb. 1939 in Neustadt/ Schwarzwald, lehrt deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur an der Universität Freiburg i. Br. Zahlreiche Publikationen zur mittel-alterlichen Literatur und Kunst, zur Sprachgeschichte, Dialektologie und Namenkunde.
Duden - DgVL
Kohlheim, Rosa
Das Große Vornamen-Lexikon
Das Nachschlagewerk erläutert Herkunft und Bedeutung von Vornamen und führt auch gängige Kurz- und Koseformen auf. Der Serviceteil informiert über standesamtliche Bestimmungen und Schreibweisen von Namen, gibt Tipps zur Namenwahl und enthält Hitlisten der beliebtesten Vornamen in 27 Ländern.
Das Vornamenlexikon beginnt mit einer ausführlichen Einleitung über Namenmoden, legt die Herkunft unseres Vornamengutes dar und erklärt die richtige Namenschreibung sowie die rechtlichen Bestimmungen zur Namengebung. Das "Herzstück" des Bandes ist der 300 Seiten umfassende Lexikonteil, der über 6.000 weibliche und männliche Vornamen von A bis Z verzeichnet.
Der besseren Übersicht wegen wurden männliche und weibliche Vornamen auf jeder Buchseite in zwei parallelen Spalten angeordnet und sind zusätzlich noch blau bzw. rot hervorgehoben.
Duden - F
Duden - Familiennamen
Kohlheim, Rosa / Kohlheim, Volker
Herkunft und Bedeutung von 20 000 Nachnamen
Obwohl Familiennamen uns ein Leben lang begleiten, wissen wir oft nicht, woher sie stammen. Der "Duden Familiennamen" erläutert Herkunft und Bedeutung von den 20.000 Familiennamen und nennt berühmte Namensvertreter. Enthalten sind außerdem zahlreiche Karten, Abbildungen und Grafiken sowie Wappen berühmter Familien.
Boris Becker und Claudia Schiffer haben zumindest eines gemeinsam: Ihre Nachnamen gehen auf alte Berufsbezeichnungen zurück. Doch nicht immer ist die Herkunft der rund 500.000 Familiennamen in Deutschland so offensichtlich. Rosa und Volker Kohlheim haben daher im Duden Familiennamen Herkunft und Bedeutung von 20.000 ausgewählten Nachnamen unter die Lupe genommen.
In der 50-seitigen Einführung gehen die Autoren zunächst auf die Entstehung der Familiennamen allgemein ein. Dabei erläutern sie die Ableitungen aus Rufnamen sowie die Benennung nach Herkunft, Wohnstätte, Beruf, Amt und Stand. Ein Kapitel widmet sich auch der Entwicklung aus so genannten Übernamen, die auf besondere Merkmale des Namensträgers hinweisen.
Der Schwerpunkt des Dudens liegt jedoch auf dem alphabetisch geordneten Lexikonteil, in dem neben Herkunft und Bedeutung der häufigsten Nachnamen und ihrer zahlreichen Varianten auch viele sprachlichen oder kulturgeschichtlich interessanten Familiennamen nachgeschlagen werden können. Rund 300 Abbildungen berühmter Persönlichkeiten, Karten über die Verbreitung des Namens und Familienwappen oder alte Stiche illustrieren die Erläuterungen. Verschiedenfarbige Symbole kennzeichnen Hinweise auf konkrete Beispiele, Fundstellen oder berühmte Namensträger wie etwa Friedrich "Schiller". Er verdankt beispielsweise seinen Namen dem mittelhochdeutschen Begriff für "Schieler".
Fachausdrücke, Abkürzungen und die Auflistung einzelner Namensbestandteile werden in Sonderkapiteln angeführt. Ein rückläufiges Register sortiert auf über 100 Seiten die Nachnamen alphabetisch nach ihrer Endung. Wer sich mit der Erforschung der Familiennamen eingehender befassen möchte, findet in einem umfangreichen Literaturteil ergänzende Veröffentlichungen. Die Kapitel des Buches sind durch unterschiedlich farbige Balken gekennzeichnet, sodass man die einzelnen Bereiche schnell findet.
Wer den Duden Familiennamen kaufen möchte, um darin ganz bestimmte Namen zu finden, braucht schon etwas Glück. Da sich das Buch auf eine Auswahl beschränkt, eignet es sich in erster Linie für Leser, die sich einen allgemeinen Einblick in die Entstehung von Familiennamen verschaffen möchten und gerne in den zahlreichen Beispielen schmökern. Wenn dann zufällig noch ein gesuchter Name erläutert ist -- um so besser... --Gabriele Hilchenbach -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Obwohl Familiennamen uns ein Leben lang begleiten, wissen wir oft nicht, woher sie stammen. Der "Duden Familiennamen" erläutert Herkunft und Bedeutung von den 20.000 häufigsten und bekanntesten Familiennamen und nennt berühmte Namensvertreter. Enthalten sind außerdem zahlreiche Karten, Abbildungen und Grafiken sowie Wappen berühmter Familien.
Duden - Tb 04
Duden Taschenbuch 04
Kohlheim, Rosa / Kohlheim, Volker
Lexikon der Vornamen
Herkunft, Bedeutung und Gebrauch von mehreren tausend Vornamen
Die 4., völlig neu bearbeitete Auflage des beliebten Nachschlagewerks verzeichnet auf 396 Seiten über 6 000 weibliche und männliche Vornamen von A bis Z. 1 300 davon sind neu aufgenommen worden.
Kurzbeschreibung
Ist Eike ein Mädchen- oder Jungenname? Weshalb wurde der Name Wolfgang so beliebt? Was haben die Vornamen Ossip, Joseph, Jakob, Jascha, James und Giacomo gemeinsam? Was bedeutet eigentlich der Name Konrad?
Das Lexikon der Vornamen beantwortet diese und viele andere Fragen; es klärt Bedeutung und Herkunft von mehr als 3000 weiblichen und männlichen Vornamen. Zahlreiche Abbildungen zeigen historische Persönlichkeiten, die mit ihren Namen auf die Namengebung entscheidend eingewirkt haben.
Ein übersichtliches Register am Ende des Buches gibt Eltern, die für ihr Kind einen Namen suchen, Hinweise auf die schönsten und beliebtesten Vornamen unserer Zeit.
Duden - Thema 02
Duden - Thema Deutsch Band 02
Eichhoff, Jürgen / Seibicke, Wilfried / Wolffsohn, Michael
Name und Gesellschaft
Soziale und historische Aspekte der Namengebung und Namenentwicklung
Zusammen mit der Gesellschaft für deutsche Sprache hat die Dudenredaktion einen Sammelband erstellt, der einen Einblick in die vielfältige Welt der Namen gewährt und aufzeigt, inwiefern Namen die besonderen Entwicklungen einer Zeit widerspiegeln. Spezielle Themen sind u. a. die jeweils beliebtesten deutschen Vornamen, die deutschen Familiennamen als Zeugen wirtschaftlicher und kultureller Entwicklungen sowie die Geschichte der Straßennamen.
Ein Muss für alle, die sich aus beruflichem und privatem Interesse mit Namen beschäftigen.
E
F
G
Geuenich, Dieter
Nomen et gens
Zur historischen Aussagekraft frühmittelalterlicher Personennamen
Der Gottschald ist ein Standardwerk der wissenschaftlichen Namenkunde. In ihm werden alle deutschen Nachnamen und ihre Bestandteile erklärt und durch ein differenziertes Verweissystem in Beziehung zueinander gesetzt. Besonders wertvoll ist im Gottschald die umfassende Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel sowie die umfangreiche Bibliographie im Anhang. Für die Neuauflage wurden die Familiennamenkunde und die Bibliographie umfassend überarbeitet und aktualisiert. Das eigentliche Namenbuch ist unverändert; seine Angaben sind nach wie vor gültig. Das bewährte Nachschlagewerk ist eine wertvolle Informationsquelle sowohl für Sprachwissenschaftler und Namenkundler als auch für jeden historisch und linguistisch Interessierten, der verlässliche Daten zum Ursprung der deutschen Familiennamen und zu ihrer Bedeutung sucht.
Greule, Albrecht / Springer, Matthias
Namen des Frühmittelalters als sprachliche Zeugnisse und als Geschichtsquellen
Kurzbeschreibung
Der Schwerpunkt des vorliegenden Sammelbandesliegt auf denfrühmittelalterlichen Personennamen, die sowohl aus der Sicht von Sprachwissenschaftlern als auch aus der Sicht von Historikern unter dem Aspekt ihres Quellenwertes beleuchtet werden. Diskutiert werden germanische, romanische und slawische Namen. Ein Beitrag befasst sich darüber hinaus mit vorzeitlichen Ortsnamen, ein weiterer blickt unter dem Titel Vorhaben auf dem Gebiet der frühmittelalterlichen Namenforschung und Prosopographie in die Zukunft. Der Band vereinigt Vorträge, die auf einer internationalen und interdisziplinären Tagung vom 25.-29. Oktober 2007 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu diesem Thema gehalten wurden.
Über den Autor
Dr. Albrecht Greule, geboren 1942, Studium der Germanistik, Klassischen Philologie und Vergleichenden Sprachwissenschaft an der Universität Freiburg i.Br. Nach Staatsexamen und Promotion Assistent am Deutschen Institut der Universität Mainz. 1978 Akademischer Rat. 1979 Habilitation mit einer Arbeit über die Syntax bei Otfrid von Weißenburg. 1985 Apl. Prof. in Mainz. Leitet seit 1992 den Lehrstuhl für Deutsche Philologie an der Universität Regensburg.
Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in den Gebieten Ortsnamenforschung, historische Syntax, Textgrammatik und Sprachkulturforschung.
Produktinfo
Der Schwerpunkt des vorliegenden Sammelbandes liegt auf den frühmittelalterlichen Personennamen, die sowohl aus der Sicht von Sprachwissenschaftlern als auch aus der Sicht von Historikern unter dem Aspekt ihres Quellenwertes beleuchtet werden. Diskutiert werden germanische, romanische und slawische Namen. Ein Beitrag befasst sich darüber hinaus mit vorzeitlichen Ortsnamen, ein weiterer blickt unter dem Titel Vorhaben auf dem Gebiet der frühmittelalterlichen Namenforschung und Prosopographie in die Zukunft. Der Band vereinigt Vorträge, die auf einer internationalen und interdisziplinären Tagung vom 25.-29. Oktober 2007 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu diesem Thema gehalten wurden.
H
Heintze, Albert / Cascorbi Paul
Die deutschen Familiennamen
geschichtlich, geographisch, sprachlich
Kölner Stadt-Anzeiger, 11.06.2003
»Die Zutaten sind einfach zu gut: eine große Portion Lokalkolorit, nicht zu wenig Leichen, jede Menge Spannung, als Dreingabe ein paar kulinarische Details und zur Abrundung ein guter Schuss Gefühl.«
Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler, 5/ 62003
»Sprachlich gradlinig unkompliziert, mit unzähligen Anspielungen an bekannte Namen und Begebenheiten der Ahrkreisszene versteht es Henn, mit fundierter Kenntnis lokaler Handlungsorte und oftmals falscher und verwirrender Fährtenlegung den Leser bis zur letzten Seite mit spannender Atmosphäre zu fesseln. Lokalkolorit betonend, zeichnet Henn mit viel Witz und hintergründigem Humor die Ahrmentalität.«
Kohlheim, Rosa / Kohlheim, Volker
Duden - Lexikon der Familiennamen
Herkunft und Bedeutung von 20 000 Nachnamen
Mit bekannten Namensträgerinnen und -trägern
Kurzbeschreibung
"Sommer" und "Winter", "Jäger" und "Schreiber", "Wolf" und "Haase": Was erzählen unsere Namen über uns und unsere Vorfahren? Seit wann gibt es Familiennamen und wie haben sie sich entwickelt? Dieser Band erläutert die Herkunft und Bedeutung von 20000 Familiennamen, darunter sprachlich und kulturgeschichtlich besonders interessante Namen sowie Namen bekannter Persönlichkeiten aus Literatur, Musik, Kunst, Film, Geschichte, Politik, Sport und Wissenschaft.
Kohlheim, Rosa / Kohlheim, Volker
Duden Lexikon der Vornamen
Kurzbeschreibung
Ist "Eike" ein Mädchen- oder Jungenname? Weshalb wurde der Name "Wolfgang" so beliebt? Was haben die Vornamen "Ossip", "Joseph", "Jakob", "Jascha", "James" und "Giacomo" gemeinsam? Was bedeutet eigentlich der Name "Konrad"?
Das Lexikon der Vornamen beantwortet diese und viele andere Fragen; es klärt Bedeutung und Herkunft von mehr als 3000 weiblichen und männlichen Vornamen. Zahlreiche Abbildungen zeigen historische Persönlichkeiten, die mit ihren Namen auf die Namengebung entscheidend eingewirkt haben.
Ein übersichtliches Register am Ende des Buches gibt Eltern, die für ihr Kind einen Namen suchen, Hinweise auf die schönsten und beliebtesten Vornamen unserer Zeit.
Über das Produkt
"Makayla" oder "Maria", "Georg" oder "Gilad"? Dieses handliche Vornamenlexikon erklärt Herkunft und Bedeutung von über 8.000 Vornamen, darunter erstmals auch 2.000 bislang weniger bekannte Namen aus fremden Sprachen und Kulturen. Das Buch informiert außerdem über die Geschichte der Namengebung, über Namenmoden und Modenamen sowie über standesamtliche Bestimmungen zur Namenwahl. Abbildungen bekannter Namensträgerinnen und -träger sowie Hitlisten der beliebtesten Namen runden den Band ab.
Kohlheim, Rosa / Kohlheim, Volker
Duden - Das große Vornamenlexikon
Herkunft und Bedeutung von 8 000 Vornamen
... eine Fundgrube für alle, die an Namensforschung im weitesten Sinne interessiert sind. Mit etwa 2.000 Neuaufnahmen vornehmlich aus fremden Sprachen und Kulturen (arabischer, asiatischer, indianischer und afrikanischer Herkunft). ... grafische Darstellungen zur Vornamengebung in Deutschland von 1900 bis 2000. ... standesamtliche Bestimmungen und Schreibweisen von Namen, ... Hitlisten der beliebtesten Vornamen in 22 Ländern. ... Das Lexikon klärt für jeden Vornamen, aus welcher Sprache er stammt, über welche andere Sprache er vermittelt wurde, seit wann er bei uns gebräuchlich ist und was er bedeutet. ... Darüber hinaus enthält das Nachschlagewerk die wichtigsten Entsprechungen der verzeichneten Vornamen in anderen Sprachen, ... Themen wie "Wie entstehen Modenamen?", "Name und Persönlichkeit", "Welche Namen empfinden wir als schön?", "Lieber einen ausgefallenen oder einen beliebten Vornamen?" oder "Benennung nach dem Vater oder dem Paten?" ... Persönlichkeiten aus Geschichte, Literatur, Musik, Wissenschaft oder Medienwelt vor, die mit ihrem Namen Trends in der Namengebung ausgelöst haben ... Das nach Endungen sortierte Gesamtregister ermöglicht es außerdem, gezielt nach Namen mit gleichen Endungen wie beispielsweise Patrick, Yannick oder Frederick zu suchen.
Hitlisten der beliebtesten Vornamen in 22 Ländern und mit 12 Tabellen der am häufigsten vergebenen Namen in Deutschland seit hundert Jahren.
Das „Große Vornamenlexikon” erklärt Herkunft und Bedeutung von 8 000 Vornamen, darunter zahlreiche noch weitgehend unbekannte Namen aus dem arabischen, asiatischen und afrikanischen Kulturkreis. Es informiert über die Geschichte der Namengebung seit germanischer Zeit, erläutert Namenmoden und Modenamen und enthält viel Wissenswertes zu Namenwahl, standesamtlichen Bestimmungen zur Namengebung und zu Namenschreibweisen.
Koß, Gerhard
Namenforschung
Eine Einführung in die Onomastik
Kurzbeschreibung
Seit dem Erscheinen des Arbeitsheftes hat sich im Bereich der -Namen- viel bewegt. Namen sind im öffentlichen Bewußtsein durch die tiefgreifenden politisch-ideologischen Veränderungen im Gefolge der sogenannten Wende nachgerade zu Indikatoren der Veränderungen geworden. Unter "der Wende" wird der Zeitraum vom Ende des Kalten Krieges bis zum Auseinanderbrechen des Warschauer Paktes und des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik mit Wirkung vom 3. Oktober 1990 verstanden.
Kunze, Konrad
Atlas Namenkunde
Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet
Kurzbeschreibung
Der "dtv-Atlas Namenkunde" gibt einen Überblick über Entstehung, Geschichte und Bedeutung der Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet.
Mit Farbtafeln und Familiennamenkarten.
Kunze, Konrad / Nübling, Damaris
Deutscher Familiennamen-Atlas
Band 1: Graphematik / Phonologie der Familiennamen I
Vokalismus
Kurzbeschreibung
Dieses Grundlagenwerk dokumentiert mit über tausend Karten und Kommentaren erstmals den Familiennamenbestand der BRD nach statistischem Vorkommen und räumlicher Verbreitung. Linguistischen Interessen wird durch einen grammatischen Teil (zwei Bände) Rechnung getragen (Phonematik, Graphematik, Morphematik, Syntagmatik der Familiennamen), kultur- und bevölkerungshistorischen Interessen durch einen lexikalischen Teil (drei Bände: Familiennamen nach Herkunft und Wohnstätte, nach Beruf und nach Übernamen, nach Rufnamen). Der Atlas bietet der Namenforschung ein neues Fundament. Anderen Disziplinen von der Sozialgeschichte über die Siedlungs- und Migrationsforschung bis zur Genetik wird ein unverzichtbareshilfswissenschaftliches Instrument bereitgestellt. Pluspunkte: Standardwerk der deutschen Namensforschung enthält über 1000 kommentierte Karten
Über den Autor
Konrad Kunze, Albert Ludwigs-Universität Freiburg; Damaris Nübling,Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Produktinfo
Die Familiennamen sind der einzige Bereich der europäischen Sprachen, welcher in seiner - sehr ausgeprägten - räumlichen Vielfalt noch höchst unzureichend erfasst ist. Noch sind die geschichtlich gewachsenen Namenlandschaften in erstaunlicher Stabilität erhalten. Sie werden im Bereich der Bundesrepublik Deutschland auf der Basis von Telefonanschlüssen anhand systematisch ermittelter und durch repräsentative Beispiele abgedeckter Themenkomplexe analysiert und die Ergebnisse in einem fünfbändigen Atlas mit mehr als 1000 kommentierten Karten dargestellt. Linguistischen Interessen wird durch einen grammatischen Teil (Graphematik, Phonematik, Syntagmatik der Namen) Rechnung getragen, kulturhistorischen durch einen lexikalischen Teil, der jeweils den spezifischen Aussagewert der fünf unterschiedlich motivierten Familiennamenklassen (aus Rufnamen, nach Herkunft, Wohnstätte, Beruf, körperlichen oder charakterlichen Merkmalen) berücksichtigt. Dadurch wird die Namenforschung erstmals auf ein tragfähiges Fundament rezenter Daten gestellt, das die Überprüfung alter und besonders die Entwicklung neuer Fragestellungen ermöglicht; ferner wird - da Namen sich gegenüber anderen Sprachbereichen retardiert entwickeln - eine erstrangige Quelle für die Sprachgeschichte, insbesondere die Rekonstruktion gesprochener mittelalterlicher Dialekte erschlossen, schließlich ein hilfswissenschaftliches Instrument für Fächer von der Kirchen- und Sozialgeschichte über die Siedlungs- und Migrationsforschung bis zur Genetik bereitgestellt.
Übersicht über das Gesamtwerk:
Band 1: Graphematik/Phonematik der Familiennamen I: Vokalismus
Band 2: Graphematik/Phonematik der Familiennamen II: Konsonantismus. Morphematik und Syntagmatik der Familiennamen
Band 3: Morphologie der Familiennamen
Band 3: Familiennamen nach Herkunft und Wohnstätte
Band 4: Familiennamen nach Beruf und Stand. Familiennamen nach körperlichen und charakterlichen Merkmalen
Band 5: Familiennamen nach Rufnamen. Gesamtregister
Kunze, Konrad (Herausgeber) / Nubling, Damaris (Herausgeber)
Deutscher Familiennamenatlas
Band 2: Graphematik / Phonologie / Konsonantismus der Familiennamen II
Kurzbeschreibung
Dieses Grundlagenwerk dokumentiert mit über tausend Karten und Kommentaren erstmals den Familiennamenbestand der BRD nach statistischem Vorkommen und räumlicher Verbreitung.
Linguistischen Interessen wird durch einen grammatischen Teil (drei Bände) Rechnung getragen (Phonematik, Graphematik, Morphematik, Syntagmatik der Familiennamen).
Kultur- und bevölkerungshistorischen Interessen durch einen lexikalischen Teil (drei Bände: Familiennamen nach Herkunft und Wohnstätte, nach Beruf und nach Übernamen, nach Rufnamen).
Der Atlas bietet der Namenforschung ein neues Fundament. Anderen Disziplinen von der Sozialgeschichte über die Siedlungs- und Migrationsforschung bis zur Genetik wird ein unverzichtbares hilfswissenschaftliches Instrument bereitgestellt.
Über den Autor
Konrad Kunze, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; Damaris Nübling, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
Zweiter Band des Deutschen Familiennamenatlas erschienen
07.12.2010 15:42
Universitäten in Freiburg und Mainz erfassen den Bestand und die Verbreitung der Familiennamen in Deutschland auf dem Stand von 2005
Ein Jahr nach dem ersten ist soeben der zweite Band des "Deutschen Familiennamenatlas" ("DFA") erschienen. Wissenschaftler der Universitäten Freiburg (unter der Leitung von Prof. Dr. Konrad Kunze) und Mainz (Prof. Dr. Damaris Nübling) haben mit diesem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Unternehmen den Bestand und die Verbreitung der Familiennamen in der Bundesrepublik Deutschland auf dem Stand von 2005 festgehalten. Damit werden ein Kulturgut von höchstem Rang und eine unersetzliche Quelle für zahlreiche Wissenschaften gesichert.
Die Familiennamen sind der einzige Bereich der europäischen Sprachen, der in seiner - sehr ausgeprägten - räumlichen Vielfalt noch höchst unzureichend erfasst ist. Trotz zahlreicher Flucht- und Wanderbewegungen in den vergangenen Jahrhunderten und trotz der modernen Mobilität sind die geschichtlich gewachsenen Namenlandschaften erstaunlich stabil geblieben.
Die ersten beiden Bände des DFA dokumentieren anhand von rund 20.000 Namen auf 769 Farbkarten die unterschiedliche Verteilung der Vokale (Band 1) und Konsonanten (Band 2) in den Namen, z.B. die Verbreitung von Meier/Meyer/Maier/Mayer, von Schmidt/Schmitt/Schmid/Schmied/Schmitz usw., oder der Schreibweise mit f(f) bzw. ph in den Familiennamen Steffen bzw. Stephan (s. Abbildung). Die Kommentare zu den Karten informieren unter anderem über die Herkunft und Bedeutung der Namen, über die Verbreitung einzelner Varianten und über historische Schreibweisen.
Dem zweiten Band folgen in Kürze Bände zur Bildungsweise der Familiennamen, zu den Familiennamen nach der Herkunft und der Wohnstätte, zu den Familiennamen aus Berufsbezeichnungen, zu den sogenannten Übernamen sowie zu den Familiennamen aus Rufnamen.
Namenkundlern, Sprachhistorikern, Dialektforschern, aber auch Kulturhistorikern, Bevölkerungs- und Familienforschern sowie interessierten Laien steht ein neuartiges und weltweit einzigartiges Nachschlagewerk zur Verfügung.
"Deutscher Familiennamenatlas" ("DFA")
Leitung: Prof. Dr. Damaris Nübling, Mainz - Prof. Dr. Konrad Kunze, Freiburg / Mitarbeiter/innen: Christian Bochenek, Kathrin Dräger, Fabian Fahlbusch, Julia Fritzinger, Rita Heuser, Jessica Nowak, Julia Nuszpl, Aksana Prakapovich, Miriam Schmidt-Jüngst
Neben dem Hauptprojekt, das durch die "Deutsche Forschungsgemeinschaft" ("DFG") finanziert wird, entsteht am Institut ein regionales Teilprojekt "Kleiner Familiennamenatlas für Rheinland-Pfalz und Saarland".
Projektbeschreibung
Die Familiennamen sind der einzige Bereich der europäischen Sprachen, der in seiner ausgeprägten räumlichen Vielfalt noch höchst unzureichend erfasst ist. Noch sind die geschichtlich gewachsenen Namenlandschaften in erstaunlicher Stabilität erhalten. Sie sollen im Bereich der Bundesrepublik Deutschland auf der Basis von Telefonanschlüssen (Stand: 2005) anhand systematisch ermittelter und durch repräsentative Beispiele abgedeckter Themenkomplexe analysiert und die Ergebnisse in einem vierbändigen Atlas mit ca. 970 kommentierten Karten dargestellt werden. Philologischen Interessen wird durch einen grammatischen Teil (Bde. 1, 2 und 3: Graphematik, Phonematik, Morphematik, Syntagmatik der Namen) Rechnung getragen, kulturhistorischen durch einen lexikalischen Teil (Bde. 4, 5 und 6), der jeweils den spezifischen Aussagewert der fünf unterschiedlich motivierten Familiennamenklassen (aus Rufnamen, nach Herkunft, Wohnstätte, Beruf, körperlichen oder charakterlichen Merkmalen) berücksichtigt. Dadurch wird die Namenforschung erstmals auf ein tragfähiges Fundament rezenter Daten gestellt, das die Überprüfung alter und besonders die Entwicklung neuer Fragestellungen ermöglicht; ferner wird - da Namen sich gegenüber anderen Sprachbereichen retardiert entwickeln - eine erstrangige Quelle für die Sprachgeschichte, des Weiteren ein hilfswissenschaftliches Instrument für Fächer von der Kirchen- und Sozialgeschichte über die Siedlungs- und Migrationsforschung bis zur Genetik bereitgestellt.
...
Erstellt: 2010-12
L
Laur, Wolfgang
Der Name
Beiträge zur allgemeinen Namenkunde und ihrer Grundlegung
Kurzbeschreibung
Von dem Expertenteam der "Gesellschaft für deutsche Sprache"
Dieses Standardwerk beantwortet jede Frage zu jedwedem Familiennamen. Angesehene Namensforscher der Gesellschaft für deutsche Sprache erklären anschaulich, nach welchen Mustern sich die verschiedenen Familiennamen entwickelt haben. Im umfassenden lexikalischen Teil listen sie über 9.500 Namen und 5.000 Laut- und Schreibvarianten auf und informieren zusammenfassend über Alter, Herkunft und Bedeutung.
Über den Autor
Der Sprachhistoriker und Namenforscher Prof. Dr. Horst Naumann, Jahrgang 1925, leitete von 1964 bis 1989 den Lehrstuhl für Sprachwissenschaft/Deutsch der Universität Leipzig. 1992 wurde er Mitglied des Gesamtvorstandes der Gesellschaft für deutsche Sprache, deren Ehrenmitglied er seit 2002 ist. Er ist der Herausgeber zahlreicher namenkundlicher Werke.
Artikelbeschreibung:
Nomen est omen. Wieviel haben unsere Familiennamen mit uns selbst zu tun? Woher kommen sie und welche Bedeutung steckte einst dahinter? Der Ursprung und die sprachliche Entwicklung mit den jeweiligen Laut- und Schreibvarianten von über 9.500 Namen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind in diesem Nachschlagewerk neben einer umfassenden sprachhistorischen Einführung versammelt. 2007. 319 S., s/w-Abb., Literaturverz., geb. Bassermann.
Naumann, Horst / Huber, Konstantin
Die Maulbronner Musterungslisten aus namenkundlicher Sicht
Kurzbeschreibung
Die vom Ende des 13. Jahrhunderts bis zum Jahr 2000 ausgedruckt vorliegenden archivalischen Quellen, aus Veröffentlichungen der beiden bedeutenden Stadtchronisten des 19. und 20. Jahrhunderts, aus inzwischen durch das Hochwasser vom 13. August 2002 vernichteten handschriftlichen Quellen über die Neubürger vom 17. bis zur Mitte des 19. und aus Personenverzeichnissen des 20. Jahrhunderts ermittelten Vor- und Familiennamen der Bürger der 30 Kilometer östlich von Leipzig gelegenen Stadt werden ergänzt durch die Namen des Ratsmitglieder (bis 1850) und der Bürgermeister (bis 2000), durch die Namen der Grimmaer Studenten an den Universitäten Halle-Wittenberg (16. Jh.) und Leipzig (16./17. Jh.), durch Angaben zur sozialen Struk-tur und zur Zuwanderung von nah und fern.
Für das Durchsetzen des aus Vor- und Familienname bestehenden Gesamtnamens, für den frühneuzeitlichen Wandel in der Vornamengebung durch das Vordringen christlicher Namen, für die volkssprachliche Umgestaltung der offiziellen Vornamen, für das Einfügen der kleinstädtischen Vornamen in universitäre Aufzeichnungsgepflogenheiten, für das vom Bildungsbürgertum ausgehende Verwenden von zwei Vornamen mit ihren vielfältigen Varianten beim Kennzeichnen des Vater-Sohn-Verhältnisses, für die qualitativen und quantitativen Beziehungen zwischen altem und aktuellem Personennamenbestand, besonders der Familiennamen, gibt es viel Neues und Interessantes.
Durch das weitgehende Beibehalten der in den genutzten Quellen verwendeten Materialanordnung ist für Genealogen, Namenforscher, Sprachhistoriker, Heimatforscher, Historiker und interessierte Laien ein echtes Findbuch entstanden, das in den die chronologischen Veränderungen der Vornamen dokumentierenden tabellarischen Übersichten (16./17. Jh.) und einem alle Familiennamen enthaltenden Verzeichnis auch die rasche Information erleichtert.
O
P
Paraschkewow, Boris
Wörter und Namen gleicher Herkunft und Struktur
Lexikon etymologischer Dubletten im Deutschen
Kurzbeschreibung
Warum sind alle Peter Macher?
Existierende Vornamen-Bücher beschränken sich darauf, die ursprüngliche Bedeutung des Namens, also seine Herkunft, zu nennen. Aber in aller Regel hilft uns dieses Wissen nicht weiter, um den Gehalt eines Namens, um seine Sinnhaftigkeit zu verstehen. Der Sprachforscher und Pädagoge Joachim Schaffer-Suchomel entschlüsselt neben der klassischen Herkunft der Vornamen auch ihre verborgene Essenz. Er ist fest davon überzeugt, dass Namen einen Charakter besitzen, Aufgaben vorgeben und einen Lebensweg anzeigen. In diesem Namenslexikon werden an die 2000 Vornamen analysiert. Die Beschreibung geht auch auf die Mythen, Sagen und Legenden ein, die sich um die Namen ranken. Mit einem Stärke-/Schwäche-Spiegel am Ende jedes Namens wird stichwortartig gegenübergestellt, wie es sich zeigt, wenn das jeweilige Namensprinzip zu stark, zu schwach oder wohl dosiert verwirklicht wird. Diese Form der Namensdeutung kann nicht nur für uns selbst wichtige Hinweise auf die eigene Aufgabenstellung liefern, sondern auch hilfreich sein für ein tieferes Verständnis unserer Familie und nächsten Bekannten.
Umfassendes Lexikon mit allen gängigen traditionellen und modernen Vornamen.
Informiert darüber, welche Erwartungen und Prägungen Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben.
Über den Autor
Joachim Schaffer-Suchomel wurde 1951 geboren und lebt heute in Eschwege. Das Studium der Psychologie und der Pädagogik schloss er mit dem Pädagogikdiplom ab. Es folgten Weiterbildungen in den Bereichen Kommunikation und Konfliktlösung. Inzwischen kann er auf eine langjährige Erfahrung als Coach, Head-Coach und Entwickler von Coachingstrukturen zur Persönlichkeitsgestaltung zurückblicken. Er ist als Dozent an verschiedenen Universitäten tätig und leitet seit 1995 das Coachinginstitut "Brainfresh". Der leidenschaftliche Sprachanalytiker ist Autor des Buches: "Du bist, was du sagst" (zusammen mit Klaus Krebs).
Kurzbeschreibung
Über 700.000 Menschen heißen Müller - und wir alle kennen mindestens einen davon.
Endlich kann man den vielen Menschen namens Müller ein persönliches Geschenk machen: Ein Buch mit Geschichten, Anekdoten und interessanten Fakten zu ihrem Namen und allem, was damit zu tun hat.
Alles, was man über den Namen "Müller" wissen muss, hat Gudrun Schury zusammengetragen: warum so viele Menschen Müller heißen, wie wichtig die Müller für das Land und seine Ernährung waren, warum der Müller gerne wandert und die schöne Müllerin liebt, wo überall Mühlen am rauschenden Bach klappern, welche Tiere man Müller nennt, warum es auf Borneo ein Müllergebirge gibt und wie es kommt, dass man Nacktturnübungen "müllern" nennt.
Geschichten über Müller-Firmen sowie über berühmte Müller werden erzählt, vom "Bomber" Gerd Müller über die amerikanischen Namensvettern Arthur "Miller" und Glenn Miller bis zu Heiner Müller, Armin Mueller-Stahl oder Marius Müller-Westernhagen, der seinen Müller ja neuerdings verleugnet. Und nicht zu vergessen: "Lieschen Müller" und der legendäre Herr "Müller-Lüdenscheidt", den Loriot zur Kultfigur machte.
Seit November 2002 steht auch der vierte Band dieses Mammutwerkes zur Verfügung. Die etwa 2.700 Seiten bieten eine umfassende Übersicht der deutschen Vornamen von "A bis Z" seit 1400. Leider habe ich die 4 Bände noch nicht selbst begutachten können, aber der Verlag Gruyter bürgt für Qualität und auch die - wieso englischsprachigen (?) - Synopsen ("Synopse" = "Zusammenschau" von lat. "synopsis" = "Entwurf", "Verzeichnis", von griech. "sýnopsis" = "Übersicht", "Überblick") lassen nur Bestes erwarten.
Falls ich je wieder Platz im Bücherregal haben sollte, kämen diese Werke sicherlich in die engere Wahl.
Synopsis
This German dictionary of first names documents the occurrence and distribution of nearly every name in the German language area since 1400, using evidence from many sources. Information is given on etymology, use and legitimacy, pronunciation, spelling, patrons and relevant literature.
Synopsis
The "HDV" is the first German dictionary of first names that documents the occurrence and distribution of nearly every first name given in the German language area since 1400, using evidence from numerous printed and other sources. It provides a foundation for further research into the history of German personal names and will also be of value in genealogical research. The alphabetical entries give information on the meaning (etymology), use and legitimacy of the names, together with their correct pronunciation and spelling, give the patrons, and quote relevant literature. The etymologies have been critically reviewed, court decisions cited, the entries include linguistic com-mentaries, historical evidence cited, and biblio-graphical information given, all of which makes the dictionary a versatile and reliable reference work for linguists, and for registrars of births, tribunals and courts in cases concerning names.
Synopsis
This is a German dictionary of first names that documents the occurrence and distribution of nearly every first name in the German language area since 1400, using evidence from numerous printed and other sources. It provides a foundation for further research into the history of German personal names and should also be of value in genealogical research. The alphabetical entries give information on the meaning (etymology), use and legitimacy of the names, together with their correct pronunciation and spelling and quote relevant literature.
Seibicke, Wilfried (Autor)
Die Personennamen im Deutschen
Eine Einführung
Kurzbeschreibung
Die klassische Einführung in die germanistische Personennamenkunde ist nun in komplett überarbeiteter und aktualisierter Fassung wieder zugänglich. Sie bietet einen allgemeinverständlichen Überblick über die Vielfalt der Aspekte, Fragestellungen und Forschungsergebnisse und eröffnet Perspektiven für die weitere Forschung. Die Einführung wendet sich an Studenten und Lehrende der Germanistik, aber auch an Deutschlehrer und interessierte Laien.
Über den Autor
Wilfried Seibicke,Heidelberg.
Erstellt: 2010-02
Strickhausen, Gerd
Burgen der Ludowinger in Thüringen, Hessen und dem Rheinland
Afra Sturm
Eigennamen und Definitheit
In dieser Studie wird eine Eigennamentheorie vorgeschlagen, die zum einen die Distribution des definiten Artikels bei Eigennamen sowie dessen Verhältnis zu Gattungsnamen beschreiben und erklären kann. Eine zentrale Annahme besteht darin, dass Eigennamen semantisch gesehen eine komplexe Struktur aufweisen, indem sie als kontextunabhängige Ausdrücke zu analysieren sind. Zudem werden Eigennamen in Verbindung mit der DP-Hypothese und minimalistischen Annahmen als inhärent definit aufgefasst, das heißt, Eigennamen weisen das Merkmal [+definit] auf.
ISBN : 3-484-30498-7
2005. IX, 243 Seiten. Kartoniert
Ling. Arb. 498
88,00 €
T
Torsy, Jakob / Kracht, Hans-Joachim
Der große Namenstagskalender
3900 Namen und 1700 Lebensbeschreibungen der Heiligen und Namenspatrone
Aus der Amazon.de-Redaktion
3.900 Namen und 1.700 Lebensbeschreibungen: Diese beeindruckenden Zahlen bezeichnen die quantitative Leistung der hier zusammengetragenen Artikel. Der große Namenskalender bietet jedoch auch eine gute Qualität. Er ist das Ergebnis intensiver, vom II. Vatikanischen Konzil ausgehender Bestrebungen zur Reform von Namenskalender einerseits und liturgischem Kirchenjahr andererseits. Ergebnis ist ein Lexikon, das neben den Namen den Verehrungsgrad (selig oder heilig), das Patronat (der Grund für die Verehrung), die Etymologie und Schreibweisen des Namens, den Namenstag, biografische Skizzen und typische bildliche bzw. künstlerische Darstellungen anführt. Eine kurze Einführung fasst die Geschichte der Heiligsprechung zusammen und knappe allgemeine Ausführungen zu Namen und Namensformen, Heiligenlegenden, Grundlagen des Kalenders sowie zu Attributen der Heiligen umreißen Inhalt und Aufgabe dieses Nachschlagewerkes. Ein alphabetisches Namensregister, eine Liste der Ordensnamen und Literaturhinweise schließen den Band. Leider fehlen den einzelnen Lemmata Literaturangaben.
Ein umfassendes Kompendium, nicht nur für Theologen, Religionspädagogen, Geistliche und Gemeindetätige, sondern auch für Onomastiker, Historiker und lediglich an Namen und dem Martyrologium Interessierte (wie z.B. werdende Eltern). Wichtig ist auch, dass alle bis zum August 2001 ernannten modernen Heiligen mit aufgenommen sind. Die Lemmata sind knapp gehalten und auf das Wesentliche reduziert - und sind trotzdem ausreichend. Der große Namenskalender ist auch kalendarisch angelegt, beginnt also mit dem 01.Januar. Praktisch ist die beigelegte CD für MacOs und Windows. Alle, die Textarbeit leisten, können so bequem Informationen übernehmen, natürlich streng nach Zitationskriterien. Sorgfältig recherchiert, gut geschrieben und hilfreich.
Osseline Kind
Klappentext
Der "Torsy" ist längst zu einem Begriff geworden: Ausführlichkeit, Prägnanz, Sachkenntnis und Übersichtlichkeit sowie das Register mit über 3.700 Namen ließen dieses Buch zu einem Standardwerk der Namen und Heiligenviten werden. In Zusammenarbeit mit den deutschsprachigen Diözesen und allen Männer- und Frauenorden des deutschen Sprachraums entstanden, vermitteln seine Lebensbeschreibung einen kundigen und lebendigen Eindruck der Heiligen und Seligen in ihrer Zeit.Der Klassiker der Namenstage - nach 14 Auflagen jetzt in neuer, wertvoller Ausstattung.Jakob Torsy, 1908-1990, Dr. theol., Priester, von 1952-1986 im historischen Archiv des Erzbistums Köln tätig.
U
Udolph, Jürgen
Namenkundliche Studien zum Germanenproblem
Angela "Merkel" neigt zu Verniedlichungen. Zumindest gilt das für ihren Nachnamen, den man deshalb gar nicht erst durch ein beigefügtes "Angie" verballhornen muss. Denn "Merkel" ist eine Kleinform des alten Worts für Grenze, "mark". Dass Angela Merkel Politiker Grenzen setzen und sie in die Schranken weisen kann, hat sie im Wahlkampf 2005 hinlänglich bewiesen. Und vielleicht hat sich Edmund "Stoiber" ja aus der Regierungsverantwortung verabschiedet und ist dabei tief gefallen, weil sein Name von "Staub" herrührt, was - anders, als zu erwarten war - von "Wasserfall" herrührt, also von "Wassermassen, die beim Absturz aus hoher Höhe zerstieben"?
Wie dem auch sei: Wer "Professor Udolphs Buch der Namen" liest, kann so allerlei über die Bedeutung der Nachnamen von Prominenten erfahren. Udolph deckt auf, woher die Namen zu den Gesichtern aus Fernsehen, Sport, Musik und Politik eigentlich kommen. Aber er zeigt auch, was hinter Produktnamen und Pseudonymen steckt. Und er gibt ein Hilfsmittel an die Hand, wie man auch seinen eigenen Namen entschlüsseln kann.
Unbestritten ist Jürgen Udolph Deutschlands größter Fachmann, wenn es um die Frage geht, wie der Ursprung eines Namens zu entschlüsseln sei. Denn der 62-jährige Gelehrte wurde noch 2000, also im akademisch hohen Alter, Professor für Namensforschung (Onomastik) an der Universität von Leipzig. Für Professor Udolphs Buch der Namen hat er sich den journalistischen Beistand des jungen Autoren Sebastian Fitzek geholt, der die Erkenntnisse des Wissenschaftlers in eine leicht verständliche Sprache gepackt hat. Wer genau wissen will, woher sein eigener Nachname eigentlich kommt, wird da vielleicht enttäuscht: Auch wenn das gut achtseitige, eng bedruckte Register am Ende mit einigen Beispielen aufwarten kann, hat der Rezensent zum Beispiel den seinen nicht gefunden. Aber Professor Udolphs Buch der Namen ist ja auch kein Nachschlagewerk. Wer also eine vergnügliche Reise durch die bunte Welt der Namen erwartet, wird voll auf seine Kosten kommen.
Stefan Kellerer
Kurzbeschreibung
Dem Geheimnis unserer Namen auf der Spur. Er ist der einzige Professor für Namensforschung in Deutschland - und seit seinen TV- und Radiosendungen ein Medienstar: Jürgen Udolph lehrt an der Universität Leipzig und befasst sich seit vielen Jahren mit dem, was Namen über geographische Herkunft, über Beruf und Eigenschaften unserer Vorfahren verraten. Denn jeder Familienname sagte früher etwas Konkretes über seinen Besitzer aus. Heute ist diese ursprüngliche Bedeutung infolge einer jahrhundertelangen Weiterentwicklung oft nicht mehr erkennbar. Aber viele Menschen möchten das Geheimnis ihres Namens aufdecken. So hat Ahnen- und Namensforschung Konjunktur. In seinem "Buch der Namen" hat Udolph erstmals eine Auswahl der interessantesten Geschichten aus seiner Forschertätigkeit zusammengetragen. Dabei konzentriert er sich auf Namen bekannter Persönlichkeiten wie "Beckenbauer" (ein Bauer, der auch als Bäcker arbeitet), "Stoiber" (ein Gehilfe, der beim Bäcker Mehl aufwirbelt) oder "Küblböck" (der vom Kübelbach) und auf Namen, die durch ihren außergewöhnlichen, kuriosen oder auch frivolen Klang neugierig machen. Außerdem erläutert Udolph, wie man selbst die Hintergründe seines Namens erkunden kann. Namen sind die Passion von Jürgen Udolph. Was sich hinter prominenten, außergewöhnlichen, unverständlichen oder delikaten Namen verbirgt, verrät der bekannteste Namensforscher Deutschlands in einem amüsanten Standardwerk.
Über das Produkt
Entschlüsselung der Herkunft von mehr als 2.300 Namen aus aller Welt - von bedeutenden Personen der Mythologie, Geschichte und dem aktuellen Geschehen.
Im vorliegenden Buch geht es um die Etymologie von großen Namen aus aller Welt, die uns aus Mythologie, Geschichte und dem aktuellen Geschehen mehr oder weniger vertraut sind und deren Verständnis unser Wissen in kultureller Hinsicht bereichern kann. Es erklärt knapp die Herkunft und Bedeutung von mehr als 2.300 Namen und gibt damit der schnellen und gezielten etymologischen Information den Vorzug; die Lebensdaten des jeweiligen Namensträgers werden nur insoweit berücksichtigt, als sie zu einer eindeutigen Identifizierung notwendig sind.
Mit Anhang, Ankürzungs- und Literaturverzeichnis.
Urmes, Dietmar
Etymologisches Namenlexikon
Das Herkunftswörterbuch
Kurzbeschreibung
Dieses Buch ermöglicht eine schnelle Antwort auf die Frage nach der Bedeutung eines aus Mythologie, Geschichte oder Gegenwart geläufigen Personennamens oder Titels. Durchgängig werden die etymologisch zu Grunde liegenden Wörter und deren Bedeutungsumfang aufgeführt. Über die Namenserklärung hinaus erhält der Leser neben Beinamen, Alternativnamen und Pseudonymen auch einige informative oder unterhaltsame Details über die jeweilige Person, sodass man in vielen Fällen eine überraschende Harmonie oder auch krasse Widersprüchlichkeit zwischen der Biografie einer Person und ihrem Namen zu erkennen glaubt. Erwähnung findet natürlich auch, wenn ein Name zum allgemein gültigen Begriff geworden ist oder eine etymologische Beziehung zu Wörtern und Ausdrücken unserer Sprache erkennbar ist. Zudem wird häufig auf einen bedeutungsgleichen oder ähnlichen Namen in unterschiedlichen Ländern und Kulturen der Erde verwiesen (z.B. "Rabinowitsch" und "Robinson", "Sohn des Rabbi").
Ein Anhang