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Via Regia (W3)

"Via Regia" ist die lateinische Bezeichnung für "Königsweg". Ursprünglich war es ein rechtlicher Begriff für eine Straße, die unter königlichem Schutz stand. Heute findet man den "Königsweg" allerdings hauptsächlich oder sogar nur noch im übertragenen Sinn für "bestmögliche Lösung".

(E?)(L2) http://www.mittelalter-lexikon.de/

Via regia Lusatiae - Eisenach, Handelsrouten
...
Die "Hohe Straße" (1252 als "strata regia" bezeichnet), verband - im Anschluss an die "Via regia Lusatiae" zwischen Frankfurt/M. und Erfurt - das Rhein-Main-Gebiet mit dem schlesisch-polnischen Raum; sie führte von Erfurt über Naumburg, Leipzig, Großenhain, Bautzen und Görlitz nach Breslau, von da weiter nach Krakau, Lemberg und Kiew.
...


(E?)(L?) http://www.via-regia.org/

Die VIA REGIA ist ein Name der ältesten und längsten Landverbindung zwischen Ost- und Westeuropa. Sie existiert seit mehr als 2.000 Jahren und verbindet mit 4.500 km Länge 8 europäische Länder. Die Straße existiert heute in ihrer modernen Form als Europäischer Verkehrskorridor C III. Ein internationales Netzwerk nutzt das Potential der VIA REGIA als Sinnbild der Einigung Europas und wurde im Jahr 2005 als "Große Kulturstraße des Europarates" ausgezeichnet.


(E?)(L?) http://www.via-regia.org/viaregiageschichte/definition.php

Der Begriff VIA REGIA hat mehrere Bedeutungsebenen:

Er beschreibt ursprünglich einen Rechtszustand im mittelalterlichen Straßenwesen. Strassen unter königlichem Schutz, die den Namen "VIA REGIA" trugen, gab es im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zu Zeiten einer starken Königsmacht, die den Straßenschutz auch tatsächlich gewährleisten konnte. Mit dem Niedergang der königlichen Zentralgewalt kann man seit dem 14. Jahrhundert von einer "VIA REGIA" im rechtlichen Sinne nicht mehr sprechen. Die Wegerechte gingen an partikulare Feudalherren über.

In einigen europäischen Regionen erscheint "VIA REGIA" als (meist historischer) Straßenname, der sich aus dem ursprünglichen Status einer "Königsstraße" herleitete und gelegentlich in aktuellen Kartenwerken noch zu finden ist.

Darüber hinaus ist "VIA REGIA" als Metapher gebräuchlich, die vor allem in der Wissenschaft und in der Politik verwendet wird und "Königsweg", "goldener Pfad", "Weg für optimale Problemlösungen" bedeutet. Auf einer Fachtagung sächsischer Kommunalpolitiker im Jahre 2002 wurde die Formulierung "VIA REGIA - Europas 'Königsweg'" geprägt, der auf die sinnbildhafte Bedeutung der historischen Straße für den Prozess der europäischen Integration hinwies.

"VIA REGIA" ist der Name eines Netzwerkes , das die verschiedenen Ebenen des Begriffs verknüpft, die älteste und längste Landverbindung zwischen West- und Osteuropa einheitlich als "VIA REGIA" bezeichnet, vor diesem Hintergrund neue Formen internationaler Zusammenarbeit praktiziert und im Jahre 2005 als "Kulturstraße des Europarates" ausgezeichnet wurde.

Dieses erweiterte VIA REGIA-Verständnis knüpft an den namengebenden Streckenabschnitt in Mitteldeutschland an und verfolgt dessen Fortsetzungen nach Ost- und Westeuropa. Dabei handelt es sich zweifellos um unterschiedliche Straßensysteme, die zu unterschiedlichen Zeiten in sehr verschiedener Weise ineinander gegriffen haben, die aber die Merkmale einer im großen Maßstab relativ konstanten Wegeführung aufweisen, über die sich viele Jahrhunderte lang Hauptformen des europäischen Ost-West-Austausches vollzogen und mit denen entscheidende Ereignisse in der Geschichte Europas verbunden sind.


(E?)(L?) http://www.via-regia.org/kulturstrasse/laender.php

Andere Kulturstraßen des Europarates

Frankreich (13) Italien (10) Spanien (9) Deutschland (9) Belgien (7) Grossbritannien (7)
Luxemburg (5) Kroatien (4) Griechenland (3) Schweiz (3) Niederlande (3) Slowakei (3) Portugal (3) Slowenien (3)

(E?)(L?) http://www.via-regia.org/kulturstrasse/karte.php
Interaktive Karte der Kulturstraßen des Europarates

Erstellt: 2010-02

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Klee, Margot (Autor)
Lebensadern des Imperiums
Straßen im römischen Weltreich

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Gebundene Ausgabe: 159 Seiten
Verlag: Theiss (1. August 2010)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Vom Atlantik bis zum Kaukasus, vom regnerischen Britannien bis in die flirrende Wüstenhitze Afrikas römische Straßen führten in jede Provinz des Reichs. Über dieses riesige Wegenetz kontrollierten die Kaiser ihr Imperium. Über imposante, heute noch erhaltene Brücken, durch Tunnel, vorbei an quirligen Kneipen und protzigen Grabmälern: Roms Soldaten marschierten im Eiltempo bis in die entlegensten Winkel des Reichs. Dafür wurde ein Fernstraßennetz in gigantischen Ausmaßen geschaffen: 85.000 km gepflasterte Straßen oder zwei Weltumrundungen! Händler verbreiteten die exquisite Keramik Südfrankreichs und die berühmte Fischsauce Nordafrikas auf den gleichen Routen im ganzen Imperium. Maultiere, Wagen, Reiter und Fußgänger tummelten sich nebeneinander auf den Wegen, die oft gepflastert und mit einem aufwändigen Fundament ausgestattet waren. Auch der Südwesten Deutschlands, die Schweiz und der größte Teil Österreichs waren von Wegen durchzogen, die zum Teil heute noch unter dem modernen Asphalt verborgen genutzt werden. Via Appia, Italien Via Claudia, Süddeutschland und Österreich Via Nova Traiana, Arabien Via Domitia, Frankreich Römische Chaussee an der Alle, Schweiz.

Über den Autor
Dr. Margot Klee war nach dem Studium der Klassischen Archäologie vorwiegend im Museumsbereich tätig, u.a. auf der Saalburg/Limes. Sie ist Oberkustodin am Landesmuseum Wiesbaden.


Erstellt: 2011-01

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